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Donnerstag, 22. September 2005
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Unwetterschäden im Kanton Bern: Erster Kredit für dringende Wiederaufbauprojekte

Für die Behebung von Unwetterschäden von Ende August 2005 hat der Regierungsrat des Kantons Bern einen ersten Rahmenkredit von 20,89 Millionen Franken bewilligt. Mit diesem Geld sollen die dringendsten Wiederaufbauprojekte finanziert werden, die bis Ende 2005 ausgeführt werden können.

aid/pd/bns. Das Hochwasser von Ende August 2005 habe in weiten Teilen des Kantons Bern grosse Schäden angerichtet, wird in der Medienmitteilung erinnert. Das ganze Ausmass der Schäden lasse sich heute noch nicht genau beziffern: «Der Regierungsrat geht aufgrund einer ersten groben Schätzung davon aus, dass für die notwendigen Wiederaufbaumassnahmen im Kanton Bern mit Kosten von brutto rund 136 Millionen Franken – vor Abzug allfälliger Beiträge Dritter insbesondere des Bundes – zu rechnen ist.» Mit einem ersten Rahmenkredit von 20,89 Millionen Franken wolle der Regierungsrat die dringendsten Wiederaufbauprojekte finanzieren, die bis Ende 2005 realisiert werden können.
Kantonsstrasse in Lütschental ab Samstag wieder zweispurig

Ab Samstagvormittag, 24. September 2005 ist die Kantonsstrasse in Lütschental wieder zweispurig befahrbar. – «Durch das Unwetter von Ende August wurde in Lütschental die Stägmattbrücke zerstört», wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Das kantonale Tiefbauamt hat daraufhin auf der anderen Flussseite eine einspurige Notumfahrung erstellt; der Verkehr wurde mit einer Lichtsignalanlage geregelt.» Die ab kommenden Samstag offene Umfahrungsstrasse führe über eine provisorische Brücke und sei zweispurig befahrbar. Nach wie vor nur einspurig befahrbar sei die Kantonsstrasse Interlaken–Grindelwald im Bereich des Dangelstutzes zwischen Wilderswil und Zweilütschinen: «Hier hat das Hochwasser eine Lehnenkonstruktion unterspült.» (aid/bns)

Rund 7,5 Millionen Franken entfallen laut Medienmitteilung auf den Bau von Notstrassen und die Wiederinstandsetzung von zerstörten Strassenabschnitten und Brücken inklusive verbleibender Räumungsarbeiten im Berner Oberland: «Einen namhaften Beitrag (8,0 Millionen Franken) erhalten die Gemeinden zur Behebung der Schäden an Gewässern. Im ganzen Kanton sind mehr als 80 Gemeinden mit über 60 Gewässern von Unwetterschäden betroffen.» Die Instandstellung von Waldstrassen und landwirtschaftlicher Infrastruktur werde den Kanton bis Ende 2005 rund 2,2 Millionen Franken kosten. Die restlichen Kosten verteilten sich auf die Beseitigung von Schwemmholz, die Wiederinstandstellung der Schleusen, die Abwehr von Naturgefahren sowie die Ereignisdokumentation und Beratung der Gemeinden. Die mit dem Rahmenkredit verbundenen Ausgaben überstiegen die für das Jahr 2005 noch vorhandenen Mittel bei weitem, heisst es in der Medienmitteilung. Der Grosse Rat werde deshalb in der Novembersession 2005 über Nachkredite und neue Ausgaben von insgesamt 11,8 Millionen Franken befinden müssen: «Aufgrund der Unaufschiebbarkeit zahlreicher Wiederinstandsetzungsmassnahmen wird der Kanton jedoch bereits vor der Bewilligung der Nachkredite Verpflichtungen eingehen müssen.» Basierend auf einer verlässlichen Schadenbilanz werde der Regierungsrat dem Grossen Rat in der Januarsession 2006 einen zweiten Rahmenkredit für die Finanzierung der noch verbleibenden Wiederaufbauprojekte zur Behebung der Unwetterschäden vom August 2005 vorlegen. Die ganze Schadensumme werde dem Rechnungsjahr 2005 belastet.

Jungfrau-Marathon: Bis heute 10'000 Franken für Unwettergeschädigte gesammelt

Eine anlässlich des 13. Jungfrau-Marathons am 9./10. September 2005 durchgeführte Sammelaktion – Spendentöpfe im Kursaal Interlaken und Einzahlungen auf das Konto 60-538491-1 – für die Hochwasseropfer in der Jungfrau-Region hat bis heute den Betrag von 10'000 Franken ergeben: Dieser Betrag wird nach Angaben des Organisationskomitees des Jungfrau-Marathons zur Milderung von nicht versicherten Schäden in der Jungfrauregion verwendet und stehe unter der Verwaltung des Regierungsstatthalteramtes Interlaken. Zudem werde das Organisationskomitee des Jungfrau-Marathons aus seinen Reserven den Veranstaltern des Unspunnenfestes und des Thuner Stadtlaufes je einen Betrag zur Deckung der mit den unwetterbedingten Absagen dieser beiden Anlässe entstandenen Unkosten zukommen lassen. Dem Unspunnenfest sollen 10'000 Franken und dem Thuner Stadtlauf 2000 Franken zukommen: «Der Jungfrau-Marathon konnte im Gegensatz zu diesen beiden Veranstaltungen durchgeführt werden und war – dank dem Einsatz seiner über 1200 Helfer – ein voller Erfolg.» Darüber sei das Organisationskomitee des Jungfrau-Marathons sehr glücklich: «Mit dieser Überweisung soll deshalb – im Bewusstsein, dass es auch den Jungfrau-Marathon hätte treffen können – ein Zeichen der Dankbarkeit und Solidarität gesetzt werden.»

Spendenkonto. Weitere Spenden können auf das Postkonto 60-538491-1 Jungfrau-Marathon, Hochwasser Jungfrauregion, 3800 Interlaken getätigt werden.

Berner Oberland News

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64 / Mobile +41 79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7

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Samstag, 24. September 2005 ab 10 Uhr
Verkauf von Habker Alpkäse
Rahmenprogramm mit Festwirtschaft
Jodlerklub Habkern – Duo Matter/Steiner
Kindertanzgruppe Habkern
Jungfahnenschwinger Habkern

Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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