Dienstag, 13. September 2005 |
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Hochwasserschutz zwischen Thun und Bern
Der Kanton Bern und die 18 Anstössergemeinden an der Aare zwischen Thun und Bern wollen den Hochwasserschutz so rasch wie möglich verbessern. Zwei Dutzend Massnahmen des Konzepts «Nachhaltiger Hochwasserschutz Aare Thun–Bern» sollen laut einer Medienmitteilung in einem kantonalen Wasserbauplan zusammengefasst werden: «Die Gemeinden verpflichten sich, die Umsetzung umgehend an die Hand zu nehmen.»
aid/bns. Die Gemeinden haben laut einer Medienmitteilung dem Vorschlag des Kantons zugestimmt, die 24 Teilprojekte in einem kantonalen Wasserbauplan zusammenzufassen. Dadurch würden sie von der Planungspflicht entlastet, was das Verfahren beschleunige: «An die Stelle von 18 kommunalen Wasserbauplänen tritt ein kantonaler Wasserbauplan, welcher die Grundlage für die Finanzierung und Realisierung dieses wichtigen und dringlichen Vorhabens schafft.» Er werde unter der Leitung des Kantons (Tiefbauamt, Oberingenieurkreis der Region Bern-Mittelland) in Zusammenarbeit mit den Anstössergemeinden erarbeitet: «Die Gemeinden nehmen die Umsetzung der einzelnen Massnahmen umgehend an die Hand; Grundlage dafür bilden entsprechende Projektvereinbarungen zwischen Kanton und Gemeinden, die in den nächsten Wochen unterschrieben werden.» In erster Priorität sollen die Massnahmen in den Städten Thun und Bern weiterverfolgt werden. Der Regierungsrat werde Mitte Oktober 2005 den Kreditantrag für den Bau des Entlastungsstollens in Thun verabschieden und dem Grossen Rat bereits in der Januarsession unterbreiten. Der Gemeinderat der Stadt Bern werde die Umsetzung der Hochwasserschutzmassnahmen auf dem Gebiet der Stadt Bern mit oberster Priorität weiterbearbeiten. Ebenfalls prioritär sollen die Teilprojekte «Hochwasserschutz und Auenrenaturierung Gürbemündung» (Gemeinde Kehrsatz), «Aufweitung Hunzigenau» (Gemeinde Rubigen) und «Ausleitung Elfenau» (Gemeinde Bern) weiterverfolgt werden: «Die übrigen Massnahmen werden etappiert und aufeinander abgestimmt umgesetzt.»
An einer gemeinsamen Aussprache unter Leitung der bernischen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin, Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, haben sich laut Medienmitteilung am Montag 12. September 2005 Vertreter der Anstössergemeinden der Aare zwischen Bern und Thun sowie der kantonalen Fachstellen getroffen: «Alle Anwesenden kamen überein, dass sie ihren Handlungsspielraum voll ausschöpfen wollen, um das Konzept ‹Nachhaltiger Hochwasserschutz Aare Thun–Bern› in der kürzestmöglichen Zeit und innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen umzusetzen.» Die Umsetzung der 24 Massnahmen zwischen Thun und Bern bilde das Bindeglied zwischen den Projekten Hochwasserschutz Thun (Entlastungsstollen) und dem Hochwasserschutz in der Stadt Bern: «Dabei stellt es für den Hochwasserschutz zwischen Thun und Bern einen notwendigen, aber für sich allein nicht genügenden Baustein dar; die 24 Massnahmen sichern vielmehr den Schutz auf der Strecke zwischen den Gemeinden Thun und Bern und machen die Massnahmen in Bern erst wirkungsvoll.»
| Berner Oberland News |
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