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Samstag, 10. September 2005
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Jungfrau-Marathon: Eticha und Abosa zum Dritten

Der in Genf lebende 31jährige Äthiopier Tesfaye Eticha hat den Jungfrau-Marathon nach 2002 und 2004 bereits zum dritten Mal gewonnen. Bei den Frauen feierte die in Uznach wohnhafte Äthiopierin Emebet Abosa den Hattrick.Vera Notz-Umberg (Kerzers) kam auf Rang drei. Die gleiche Klassierung hatte sie bereits am Vorabend bei der Jungfrau-Meile erreicht.

Der Sieger Tesfaye Eticha beim Zieleinlauf auf der Kleinen Scheidegg (2064 Meter über Normalnull). (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

pd/bns. Tesfaye Eticha blieb als einziger in einem immer spannenden, dann aber doch mit klaren Zeitabständen entschiedenen Rennen unter drei Stunden. Die übrigen beiden Podestplätze belegen mit Grygory Murzin als Zweiten und Billy Burns als Dritten, zwei international bekannte Berg- und Langstreckenläufer. Die ersten Schweizer folgen mit den Gebrüdern Toni (Berglauf-Schweizermeister 2004) und Karl Jöhl (bester Schweizer am Jungfrau-Marathon 2003). Von den Lokalmatadoren wussten Urs Jenzer (Frutigen) auf dem neunten und Martin Ploner (Habkern) auf dem elften Rang zu überzeugen. Bei den Frauen gewann Emebet Abosa – schon fast mit beängstigendem Vorsprung – vor der erwartet starken Polin Joanna Chmil Gront, gefolgt von der überraschenden Vera Notz-Umberg, die bereits am Vorabend – siehe auch Jungfrau-Meile: Bernard Kiptum überlegener Sieger vom Freitag/Samstag, 9./10.September 2005 – bei der Jungfrau-Meile angetreten war. Stäkste Berner Oberländerinnen waren Gabriela Spring (Matten) auf dem elften und Karin Jaun (Därligen) auf dem zwölften Platz.

Die Äthiopierin Emebet Abosa wiederum als Siegerin im Ziel.

War es auf dem ersten Streckenabschnitt im Tal eher schwül, so fanden die Läufer im oberen Abschnitt bei zeitweiligem Regen angenehme Temperaturen vor. In Interlaken waren 3152 Männer gestartet, von denen 2994 den Weg ins Ziel fanden. Bei den Frauen waren total 717 Startende registriert worden, von denen 648 den Jungfrau-Marathon erfolgreich beendeten. Insegsamt waren somit 3869 Startende und 3642 Finisher zu verzeichnen. Über 12'000 Läufer und Zuschauer fanden sich am Samstag bei bewölktem und zum Teil regnerischen Wetter auf der Kleinen Scheidegg ein. – Der nächste Jungfrau-Marathon am Wochendende findet nach Angaben der Organisatoren am 8. (Minirun und Jungfrau-Meile) und 9. September 2006 (14. Jungfrau-Marathon) statt.

Jungfrau-Marathon 2005 Männer. 1. Eticha Tesfaye, Genf 2:59.21,8. 2. Murzine Grigory, Russland , 3:05,10.9. 3. Burns Billy, Grossbritannien 3:07.54,0. 4. Jöhl Toni, Amden, 3:10.25,8. 5. Jöhl Karl, Amden, 3:10.38,1. 6. Perritaz Pierre; Charmey, 3:11.45,9. 7. Vlas Valeriu, Moldawien, 3:14.43,2. 8. Bekele Fekadu, Äthiopien 3:15.26,4. 9. Jenzer Urs, Frutigen, 3:16.38,8. 10. Blàha Jan, Tschechien 3:18.27,9. – Frauen: 1. Abosa Emebet, Uznach, 3:29.15,2. 2. Chmiel Gront Joanna, Polen 3:43.26,3. 3. Notz-Umberg Vera, Kerzers, 3:47.02,4. 4. Schmitz Silke, Deutschland 3:48.39,6. 5. Nunige Jasmin, Davos 3:52.47,1. 6. Rüegger Jacqueline, Burgdorf, 3:54.28,6. 7. Gavin-Schneider Ruth, Chesalles-Moudon, 3:55.27,1. 8. Pliska Maja, Basel, 3:56.30,2. 9. Nauer Daria, Bremgarten bei Bern, 3:57.22,9. 10. Schmid Luzia, Homburg, 3:57.45,7.

Jungfrau-Meile Männer (20 Klassierte): 1. Kiptum Bernard, Kenia 4.02,5, 2. Tolossa Chengere, Äthiopien 4.04,8. 3. Bandi Philipp, Bern 4.06,1. – Jungfrau-Meile Frauen (13 Klassierte): 1. Fischer Sabine, Rapperswil-Jona 4.45,4. 2. Caruzzo Christina, Basse-Nendaz 4.49,2. 3. Notz-Umberg Vera, Kerzers 4.51,1.

Alle Ranglisten. www.jungfrau-marathon.ch oder direkt unter www.datasport.ch.

Start der rund 4000 Läufer auf dem Höheweg in Interlaken.
Zwischenverpflegung beim Dorfeingang von Wilderswil. – Rechts: Eingangs von Lauterbrunnen ist der nachmalige Dritte, der Brite Billy Burns dem späteren Zweitplazierten hart auf den Fersen. Rechts dahinter der Äthiopier Fekadu Bekele (8. Schlussrang).
Die Sieger Emebet Abosa und ihr Landsmann Tesfaye Eticha; in der Bildmitte Abosas Ehemann Feyisa Mengesha, der am Vorabend die Jungfrau-Meile in 4.08,6 lief und damit Fünfter wurde. – Bild rechts: Die besten Schweizer am Jungfrau-Marathon. Toni Jöhl (rechts) wurde Vierter, sein Bruder Karl (Bildmitte) – beide aus Amden – erreichte hinter ihm Platz 5.
Die letzte grosse Anstrengung auf der Eigergletscher-Moräne vor dem höchsten Punkt des Jungfrau Marathons.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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