Donnerstag, 29. September 2005 |
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| Gemeinderat Matten: «Niemand rechnete damit, dass die Lütschine die Autobahn überqueren könnte und durch die Rugenstrasse, das Feldgässli und das Juheigässli ins Dorf fliessen würde.» – Bild: Die überschwemmte Autobahn bei der Ausfahrt Wilderswil/Matten. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher) |
Gemeinderat Matten: «Vom Ausmass der Überflutungen überrascht» An seiner letzten Sitzung hat sich der Gemeinderat von Matten bei Interlaken mit der Hochwasserkatastrophe vom vergangenen August befasst, sich an der Vernehmlassung zur Justizreform und zur Reform der dezentralen kantonalen Verwaltung beteiligt und von der Wahl der neuen Verwaltungsangestellten Kenntnis genommen.
Der Gemeinderat dankt den Helfern für den Einsatz, die Geduld und das Verständnis im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe vom letzten August. Ein spezieller Dank geht an das Bauamt Matten, das Bauamt Interlaken, die Feuerwehr sowie an den Zivilschutz und das Militär.
Gemeindeschreiber Peter Erismann, Matten bei Interlaken
Der Gemeinderat war überrascht vom Verlauf des Lütschinenwassers und vom Ausmass der Überflutungen. Nach Meinung des Gemeinderates floss das Wasser völlig unerwartet durch Matten. Niemand rechnete damit, dass die Lütschine die Autobahn überqueren könnte und durch die Rugenstrasse, das Feldgässli und das Juheigässli ins Dorf fliessen würde. Die Abklärungen werden zeigen, welche Massnahmen für künftige Katastrophen ergriffen werden müssen. Auch organisatorische Massnahmen werden geprüft.
Justizreform
Der Gemeinderat nahm kürzlich zur Justizreform sowie zur Reform der dezentralen kantonalen Verwaltung Stellung. Der Gemeinderat vertritt die Meinung, dass Reorganisationen nur einen Sinn machen, wenn künftig Einsparungen oder Verbesserungen realisiert werden können. Ob dies mit der vorgesehenen Reorganisation der Fall sein wird, bezweifelt er. Vielmehr geht es um die Verlagerung von Kosten, einmal mehr zu Ungunsten der Gemeinden. Hart betroffen durch die Arbeitsplatzverluste sind vor allem die Randgebiete wie das Berner Oberland.
Die Region Oberland-Ost hat in den letzten Jahren infolge Zentralisierungen, Restrukturierungen und Betriebsschliessungen eine ausserordentlich hohe Zahl an Arbeitsplätzen verloren. Zum Beispiel bei folgenden Betrieben: Zeughaus, Flugplatz und Sektionschefs, Zivilstandsämter, Poststellen, SBB und BLS (Schliessungen von Bahnhöfen), Grossbanken (UBS und CS), Versicherungen, Wollspinnerei Interlaken, Bauunternehmungen und Untersuchungsrichterämter.
Nach Ansicht des Gemeinderates sollte sich der Kanton in seinem Zuständigkeitsbereich gegen diesen Trend stemmen, wenn dies ohne Not möglich und eine die Region begünstigende Lösung finanziell tragbar und vertretbar ist.
Personelles
Auf die kürzlich ausgeschriebene Stelle in der Gemeindeverwaltung gingen 60 Bewerbungen ein. Der Personalausschuss wählte Manuela Bösiger, Matten als Nachfolgerin von Claudia Rychener für die Stelle Sozialbüro/Steuerbüro. Manuela Bösiger absolvierte bereits die Lehre in der Gemeindeverwaltung Matten und schloss die Lehre Ende Juli erfolgreich ab. Der Stellenantritt erfolgt auf den 1. November 2005.
Georg Meyer, Mitglied der Finanzkommission und des Mietamtes gab kürzlich die Demission infolge Wegzugs bekannt. Die freien Sitze werden erst mit den bevorstehenden Wahlen auf das neue Jahr wieder besetzt.
Baubewilligungen
Folgende Baubewilligungen wurden erteilt:
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Werner Flück, Unterdorfstrasse 15; Ausbau bestehender Ökonomieteil, Autoabstellräume, Wohnnutzung im Obergeschoss und Dachgeschoss, Parzelle Nr. 761, Unterdorfstrasse. |
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Variantbau AG, Interlaken; Neubau eines Einfamilienhauses mit angebautem Autounterstand, Parzelle Nr. 1454, Senggigässli. |
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| Berner Oberland News |
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