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Mittwoch, 14. September 2005
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Schach: Simme 1 auf dem Marsch in
die 2. Liga

Simme 1 hat sich ein Aufstiegsspiel zur Spielberechtigung in der 2. Liga gesichert, Simme 2 ist nahe dem Ligaerhalt, und Simme 3 beendet Saison als Tabellenletzter in der schweizerischen Schach-Mannschaftsmeisterschaft.

Die sechste Runde in der Schweizer Schach-Mannschaftsmeisterschaft brachte die Mannschaft Simme 1 einen entscheidenden Schritt näher zur 2. Liga. Mit dem 3,5:2,5-Punkte-Auswärtssieg über das Team von Schwarz-Weiss Bern und dank wohl nicht ganz freiwilliger Hilfe des Tabellenzweiten sicherten sich die Spieler der Schachklubs Saanenland und Simme ein Aufstiegsspiel zur Spielberechtigung in der 2. Liga. Das Fehlen zweier wichtiger Stammspieler und das Wissen um die schwer einzuschätzende Spielstärke liess die sechs Simme-Saane-Spieler mit einem mulmigen Gefühl nach Bern reisen. Wie erwartet wurden sie dort von einer Gruppe Elo-starker Spieler empfangen. Hansruedi hatte es offenbar mit einem sehr erfahrenen Spieler zu tun, der sämtliche ihm gestellten Eröffnungsfallen erkannte und bereits im 25. Zug die Punkteteilung vorschlug.

Kilian Gobeli, St. Stephan
Da auch Hansruedi eine gute Stellung auf dem Brett hatte, nahm er an. Beat und Brigit trafen beide auf bereits hochdotierte Junioren, liessen sich aber nicht stark beeindrucken und konnten beide ihre interessanten Partien mit Punktegewinn beenden. Marco hatte in seiner Partie gegen einen Routinier lange einen schweren Stand, konnte aber seine schlechte Stellung mit geschichtem Spiel neutraliesieren und nahm das Remisangebot seines Gegner dennoch dankbar an. Nachdem Ywan trotz seiner höheren Elo-Wertung unglücklich gekämpft, seinen Vorteil nicht auswerten konnte und die Partie schliesslich verloren hatte, lag es nun an Ruedi, den Match zum Gewinn oder zur Punkteteilung zu führen. Er hatte eine schwierige Partie auf dem Brett. Zuhilfe kam ihm, möglicherweise, die Vergewisserung beim Käpten, ob ein halber Punkt reichen würde, was sein Gegner offenbar gehört, aber falsch verstanden hatte, den dieser bot Ruedi im 41. Zug das Remis an. Da dies für Simme 1 den Matchgewinn brachte, nahm Ruedi dankbar an. Mit diesem 3,5:2,5-Sieg sicherte sich Simme 1 wichtige zwei Mannschaftspunkte. Da inzwischen auch bekannt wurde, dass die härtesten Verfolger – Bümpliz in Solothurn – nicht über ein 3:3 hinauskamen und somit nur einen Mannschaftspunkt schreiben konnten, ist nun klar, dass Simme 1 das Aufstiegsspiel auf sicher hat.

Simme 2 empfing zu Hause ein im Durchschnitt rund 200 Elo höher bewertetes Team aus Burgdorf. Da diese mit nur fünf Spielern angerückt waren, konnte bereits ein Punkt für Simme gutgeschrieben werden. Schade nur, dass deswegen der extra von weither gereiste Heinrich nicht spielen konnte. Unsere beiden Junioren Corina und Sebastian hatten es beide mit höher gewerteten Spielern zu tun, liessen sich davon aber nicht stark irritieren. Beide lieferten starke Partien, die bei Corina mit einem Remisangebot des Gegners, welches sie annahm, belohnt, bei Sebastian jedoch schlecht belohnt wurde, hatte sein Gegner mit viel Glück den Vorteil neutralisieren und die Partie doch noch gewinnen können. Auf den Brettern 1 und 2 hatten Jürg und Stephan sich je zwei deutlich stärkeren Burgdorfern zu stellen. Jürg spielte tapfer, jedoch konnte sich sein Gegner durchsetzen und das Spiel gewinnen. Stephan bekam es mit einem ihm unbekannten Gegengambit zu tun, wogegen er kaum ein hilfreiches Rezept finden konnte und schlussendlich die Partie verlor. Martin seinerseits konnte seine Stellung lange ausgeglichen halten. Sein Gegner hatte vor allem mit der Zeit zu kämpfen, schaffte es aber noch über die Zeitkontrolle und konnte Martin leider durch Fesselung eine Leichtfigur abnehmen und die Partie schlussendlich doch gewinnen. Auch hier wurde unsererseits die gute Leistung schlecht belohnt. Dank des Forfaitgewinns auf Brett 6 konnten schlussendlich 1,5 Einzelpunkte geschrieben werden. Mit dem Verlust von 1,5 zu 4,5 blieb jedoch kein Mannschaftspunkt übrig. Um den Ligaerhalt zu sichern, muss Simme 2 in der letzten Runde noch einmal punkten können.

Simme 3 musste in eine nicht sehr beliebte, da weit entfernte Gegend, nach Trubschachen, reisen. In dieser Runde hatte unsere 4.-Liga-Mannschaft einen Spieler zu wenig aufbieten können, weshalb das Team von Anfang an mit einem Verlustpunkt in den Match gehen musste. Unterstützt wurden wir von unseren zwei neuen Mitgliedern Walter Baumann Senior und Junior aus Teuffenthal, deren Anreise nicht ganz so weit war. Pechvogel des Tages war Marc Hammer, war er doch bereits nach einer halben Stunde auf Brett 4 mit einem perfekten Matt von einem ebenfalls noch relativ neu in der Mannschaft spielenden Jugendlichen kaltgestellt worden. Auf den vier anderen Brettern entwickelten sich durchwegs spannende und lange Zeit ausgeglichene Partien, ausser dass Kilian in der Eröffnung bereits unsicher agierte und in der Folge relativ früh eine Leichfigur verlor und nach rund drei Stunden auch die Partie. Unser Routinier Arnold spielte auf Brett 5 gegen eine erstmals eingesetzte Schülerin sehr ausgeglichen. Sein angebotenes Remis wurde aber abgelehnt und in der Folge ging auch seine Partie verloren, da die Juniorin den Druck kontinuierlich erhöhen konnte. Walter Baumann jun. hatte an Brett 1 gegen die mittlerweile recht stark gewordene Mannschaftsführerin zu kämpfen. Er verlor sehr früh einen Turm gegen eine Leichtfigur, kämpfte dann aber wacker gute zwei Stunden weiter, bis er schliesslich in ein geschickt herausgespieltes Mattnetz geriet, das ihm keine Wahl liess. Am längsten und spannendsten war die Partie von Walter Baumann sen. auf Brett 3. Er hatte seinem Gegner früh eine Leichtfigur abnehmen und den Druck auf dem Königsflügel verschärfen können. Lange hatte es dort nach einem Matt ausgesehen, wofür wir alle sehr dankbar gewesen wären. Sein Gegner konnte sich aber in letzter Minute aus der gefährlichen Lage befreien und in ein Dauerschach retten. Die Hoffnung auf wenigsten einen halben Punkt wurden aber zerschlagen, als Walter in der Phase der Ermüdung den Damentausch übersah und schliesslich noch einen Läufer verlor und damit auch die Partie. Somit musste Simme 3 mit einer 0:6-Niederlage heimreisen. Für die dritte Mannschaft des Schachklubs Saanenland und Simme ist mit dieser Runde die Saison beendet. Es wird im Herbst zu diskutieren sein, was mit dieser Mannschaft weiter geschieht in Zukunft.

6. Runde Schweizer Schach-Mannschaftsmeisterschaft 2005

Bern Schwarz-Weiss 3 (1809)

Simme 1 (1833)

:

Berger, Matthias (1875)

Asnawi, Ywan (1974)

1

:

0

Willms, Guido (1858)

Hauswirth, Rudolf (1864)

½

:

½

Steiger, Robin (1813)

Stucki, Beat (1799)

0

:

1

Hofmann, Hans (1814)

Schmid, Hans-Rudolf (1832)

½

:

½

Li, Jingle (1738)

Burkhalter, Brigit (1753)

0

:

1

Fiechter, Pierre (1755)

Darioli, Marco (1775)

½

:

½

Simme 2 (1631)

Burgdorf 1 (1871)

:

Liebi, Jürg (1618)

Lehmann, Bruno (1945)

0

:

1

 

Bachofner, Stephan (1747)

Marcolli, Gregor (2036)

0

:

1

 

Zahnd, Martin (1645)

Müller, Heinz (1829)

0

:

1

 

Schulthess, Sebastian (1591)

Ramdedovic, Sinaka (1811)

0

:

1

 

Stucki, Corina (1491)

Brugger, Urs (1736)

½

:

½

 

Kirchheim, Heinrich (1695)

Sammelspieler (0)

1

:

0 F

Trubschachen 4 (1607)

Simme 3 (1453)

6 : 0

Wüthrich, Marlies (1605)

Baumann, Walter jun. (0)

1

:

0

 

Locher, Hans-Rudolf (1606)

Gobeli, Kilian (1513)

1

:

0

 

Sturm, Martin (1596)

Baumann, Walter sen. (0)

1

:

0

 

Schmutz, Reto (0)

Hammer, Marc (1404)

1

:

0

 

Schär, Andrea (0)

Daenzer, Arnold (1441)

1

:

0

 

Walther, Peter (1620)

Sammelspieler (0)

1

:

0

F

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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