Donnerstag, 22. September 2005
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Thun: Umgestaltung von Bahnhofplatz und Bahnhofstrasse abgeschlossen
Nach dreieinhalb Monaten intensiver Bauzeit werden die Sanierung und die Umgestaltung des Bahnhofplatzes und der Bahnhofstrasse in Thun programmgemäss abgeschlossen. Nach einem Einweihungsfest am 29. September kann die Bahnhofumgebung wieder uneingeschränkt begangen und befahren werden.
pd/bns. Laut heutiger Kostenübersicht sollten die Arbeiten im Rahmen des Kostenvoranschlages von 3,9 Millionen Franken abgeschlossen werden können, heisst es in einer Medienmitteilung: «Dank dem grossen Einsatz aller am Bau Beteiligten – im Durchschnitt waren 35 bis 40 Mann im Einsatz – wird in diesen Tagen die Umgestaltung und Sanierung von Bahnhofplatz und Bahnhofstrasse in Thun abgeschlossen; ohne nennenswerte Unfälle werden die Arbeiten nach einer kurzen Intensivbauzeit von lediglich dreieinhalb Monaten Ende September abgeschlossen sein.» Trotz des Hochwassers von Ende August, das den ganzen Installationsplatz der Unternehmer auf dem «Hoffmann-Parkplatz» hinter dem Kersch-Gebäude unter Wasser gesetzt habe, sei die Einhaltung des Terminprogrammes möglich gewesen: «Die sich nun modern und städtisch präsentierende Bahnhofumgebung wird anlässlich eines Festes am Donnerstag, 29. September ab 14 Uhr der Bevölkerung übergeben; eingeweiht werden an diesem Tag auch sechs je elf Meter hohe Fahnenmasten, die gegenüber dem Bahnhofgebäude vor dem Aarefeldplatz einen künstlerischen Akzent setzen.» Die Farbe der nichtkommerziellen Flaggen soll gemäss dem Konzept der beiden Thuner Künstler Paul Le Grand und Dominik Stauch im Rahmen des interaktiven Projektes mysouvenir.ch durch das Publikum per Internet bestimmt werden.
Intensivbauweise
Der Zweischichtbetrieb bis 22 Uhr, einzelne Nachtschichten, eine laufend angepasste Verkehrslenkung und der Einsatz des Verkehrssicherheitsdienstes hat sich laut Medienmitteilung aus Sicht der Stadt Thun als Bauherr und der mit der Bauleitung beauftragten Theiler Ingenieure AG bewährt. Auch die immer wieder neue Anordnung der Busstandplätze habe weniger Probleme ergeben als befürchtet und sei von den Buskunden recht gut akzeptiert worden: «Die unumgängliche Lärmbelästigung der Anwohner durch Nachtarbeiten fand mehrheitlich Verständnis, wofür die Bauherrschaft ihren Dank ausspricht.» Die Nachtarbeit sei nötig gewesen, weil der Verkehr während der Bauzeit stets in einem Mindestmass habe aufrechterhalten werden müssen.
2500 Quadratmeter Natursteinplatten
Rund 35 000 Arbeitsstunden wurden laut Medienmitteilung seit Baubeginn am 13. Juni für die Umgestaltung aufgewendet. Etwa 8000 Quadratmeter Asphaltfläche und Natursteinpflästerungen seien aufgebrochen, 2500 Quadratmeter Natursteinplatten neu verlegt, mehr als ein Kilometer Leitungsgräben für Entwässerung und Werkleitungen ausgehoben sowie 800 Meter Randsteine und 5400 Kubikmeter Kieskoffer eingebaut worden: «Einige kleinere Fertigstellungsarbeiten stehen noch bevor; als Letztes kann im November noch die Baumreihe an der Bahnhofstrasse gepflanzt werden.»
30 Stundenkilometer und versuchsweise keine Fussgängerstreifen
Ziele der Umgestaltung seien eine Verbesserung der Verkehrsabläufe sowie eine klare Trennung der nun schräg vor dem Bahnhof angeordneten Bushaltestellen vom übrigen Fahrverkehr, heisst es im einzelnen. Der ganze Bereich des Bahnhofplatzes, von der Seestrasse (Ländte) bis zum Maulbeerkreisel, sei mit «Tempo 30» belegt: «Vorerst versuchsweise gibt es – mit Ausnahme desjenigen beim Maulbeerkreisel – im ganzen Bahnhofbereich keine Fussgängerstreifen mehr.» Mit dieser Massnahme soll laut Medienmitteilung die Durchlässigkeit des Bahnhofplatzes für Fussgänger gefördert werden. Den Fussgängern dienten Poller (Pfosten) und Strukturmarkierungen auf der Fahrbahn als Querungshilfen. Sämtliche Trottoirränder seien behindertengerecht auf drei Zentimeter abgesenkt worden. Die Busperrons wiesen eine normale Höhe auf, seien jedoch stirnseitig ebenfalls abgesenkt und weisse Leitlinien erleichterten Sehbehinderten die Orientierung: «Die Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer bedeutet nicht, dass Fussgänger gegenüber fahrenden Verkehrsteilnehmern Vortritt haben – für die Fussgänger gelten die gleichen Verkehrsregeln wie in Gebieten mit höherer Tempolimite.»
Kurzzeitparkplätze neu angeordnet
Neu angeordnet wurden laut Medienmitteilung die Kurzzeitparkplätze, die eine halbe Stunde Parkieren ermöglichten. Solche seien vorerst nur an der Rampenstrasse zu finden. Beim Expressbuffet sollen erst später – nach der geplanten Bahnhofsanierung und dem Bau des Hochwasserstollens – weitere Kurzzeitparkplätze angeboten werden. Fünf Anlieferungs- und Umschlagparkplätze mit einer Parkzeitbeschränkung von einer Viertelstunde seien neben dem Büro der Thuner Tourismusorganisation (TTO) am Nordende des Bahnhofs angeordnet. Sie ersetzten die bisherigen Gepäckanlieferungsplätze vor dem Bahnhofgebäude.
Was sich auf Bahnhofplatz und Bahnhofstrasse geändert hat:
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Durchgehende Busspur von der Seestrasse bis zum Maulbeerkreisel. |
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Bahnhofstrasse mit zusätzlichem Mehrzweckstreifen von 2,00 Meter Breite, Trottoir von 2,50 Meter Breite vor dem Manorgebäude und etwa 5,65 Meter breitem Trottoir mit einer Baumreihe auf der gegenüberliegenden Seite (vor dem Schaer-Gebäude). |
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Busaufstellung auf dem Bahnhofplatz schräg zum Bahnhofgebäude (ca. 45 Grad), zwischen Perrons von 2,30 Meter Breite, mit rollstuhlgängigen stirnseitigen Auffahrtsrampen. |
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Vor dem Bahnhofgebäude erweiterter Trottoirbereich, 8,50 Meter breit. Zwei mit Glasdach überdeckte Wartezonen für die Buskunden. |
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Informationsständer von STI, SBB, Kulturabteilung, APG und Tafeln des Fussgängerleitsystems vor dem Bahnhof auf dem Trottoir. |
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Trottoirbereiche analog dem Bälliz und dem Maulbeerplatz mit Granitplatten belegt. |
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Zwölf Kurzzeitparkplätze (30 Minuten) an der Rampenstrasse, später 15 Plätze südlich neben dem «Expressbuffet». Ein Behindertenparkplatz steht dort ab sofort zur Verfügung. |
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Fünf Anlieferungs- und Umschlagplätze seitlich neben dem Verkehrsbüro Parkzeit 15 Minuten. |
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Übersicht verbessert: Mit dem neuen Erscheinungsbild des Bahnhofplatzes wurden Übersichtlichkeit und Verkehrsabläufe verbessert. Auf Bahnhofplatz und Bahnhofstrasse gilt Tempo 30. Dem Fussgänger wird ermöglicht, den Bahnhofplatz überall zu begehen. Ein Mittelstreifen mit Pollern erleichtert Fussgängern das Queren der Bahnhofstrasse. |
Einweihungsfest. Am Donnerstag, 29. September 2005 werden der neu gestaltete Bahnhofplatz und die Bahnhofstrasse an einem öffentlichen Fest eingeweiht. Das Programm ab 14 Uhr: Marktstände auf Bahnhofplatz und Bahnhofstrasse – Live-Musik mit der Band Austriapower – Verpflegungsbetriebe – Kinderfest auf dem Aarefeldplatz – Gumpischloss, Kinderschminken, Ballons Gogol verteilt Geschenke – Wettbewerb des öffentlichen Verkehrs (ÖV) – STI-Oldtimerfahrten – Torwandschiessen – Veloparcours. – Um 18 Uhr beginnt eine offizielle Feier mit Kurzansprachen sowie Auftritten der Feldmusik Strättligen.
| Berner Oberland News |
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