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Gymnasium Interlaken mit Filialklassen in Saanen
aid/bns. Vom nächsten Schuljahr an werden in Saanen Filialklassen des Gymnasiums Interlaken geführt. Neben normalem Unterricht ist laut einer Medienmitteilung auch «Distance Learning» vorgesehen. Dabei absolvieren die Schüler einen Teil des Unterrichts am eigenen Computer.
Auf das nächste Schuljahr eröffne das Gymnasium Interlaken in Saanen für das 9. und das 10. Schuljahr Filialklassen, heisst es in der Medienmitteilung. Die Filialklassen könnten auf Initiative des Gymnasiums Interlaken und der Gemeinde Saanen realisiert werden. An den Klassen unterrichteten Lehrer des Gymnasiums Interlaken: «Möglich wird dies dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Saanen, dem Gymnasium Interlaken und der Erziehungsdirektion des Kantons Bern.» Die Region Obersimmental-Saanenland sei die einzige Region des Kantons Bern, aus welcher die Schüler nicht täglich an ein Gymnasium pendeln könnten. Deshalb hätten sich die Gemeinden der Region hinter das Projekt gestellt: «Die Filialklassen in Saanen schliessen eine Lücke im Bildungsangebot des Kantons.» Nun könnten auch die Schüler aus dieser Region den Unterricht bis zur Maturität besuchen, ohne von zu Hause ausziehen zu müssen. Filialklassen an andern Standorten des Kantons seien nicht vorgesehen, da die Schüler aus allen anderen Regionen täglich an ein Gymnasium pendeln könnten.
Im Schuljahr 2005/2006 – siehe auch Gymnasium Interlaken: Ab August 2005 mit Filialklasse in Saanen vom Samstag, 16. Oktober 2004 – startet laut Medienmitteilung gleichzeitig der gymnasiale Unterricht im 9. (Quarta) und im 10. Schuljahr (Tertia). Die erste Maturitätsprüfung der Filialklassen aus Saanen werde somit im Sommer 2008 abgenommen. Für die Schüler und die Lehrkräfte gälten grundsätzlich der Lehrplan, die Lektionentafel und die Reglemente des Gymnasiums Interlaken: «Aus Kostengründen steht den Schülern aber nur ein reduziertes Wahlangebot zur Verfügung.» Im Rahmen von Pilotprojekten im Bereich der Informationstechnologien sollen neben normalem Unterricht auch Elemente des «Distance Learning» umgesetzt werden. Die Schüler absolvierten so einen Teil ihres Unterrichts an ihrem eigenen Computer: «Das ‹Distance Learning› ist der besonderen Situation der Filialklasse angepasst und das Gymnasium Interlaken kann Erfahrungen mit dieser neuen Unterrichtsform sammeln.» Für die Filialklassen trage der Kanton Bern die üblichen Besoldungskosten der Lehrkräfte. Die Leitung und Administration übernehme das Gymnasium Interlaken. Die Gemeinde Saanen stelle die Infrastruktur kostenlos zur Verfügung. Zudem halte sich die gesamte Anzahl der Klassen im Berner Oberland auch mit den Filialklassen in Saanen an die kantonalen Vorgaben zur durchschnittlichen Klassengrösse: «Deshalb erwachsen dem Kanton keine zusätzlichen Kosten.»
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