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Freitag, 29. April 2005
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Ringgenberg: Vor grossen Ingenieurarbeiten

Die nächste Gemeindeversammlung, die am Mittwoch, 8. Juni 2005 mit Beginn um 20.15 Uhr im Gmeindshus Goldswil stattfindet, wird über ein Kreditbegehren von insgesamt 430'000 Franken für die Aufnahme von digitalisierten Werkleitungsplänen und die Erarbeitung des gesetzlich vorgeschriebenen Generellen Entwässerungsplanes der Gemeinde zu befinden haben.

Das Offertverfahren wurde bereits vorgezogen, insbesondere um verbindliche Aussagen über die Kostenhöhe machen zu können. Wenn die Kredite von insgesamt 430'000 Franken am 8. Juni durch die Gemeindeversammlung bewilligt werden, können die Arbeiten somit ohne Verzug vergeben und in Angriff genommen werden.
Gemeindeschreiber Peter Riesen, Ringgenberg
Die Gemeindeversammlung wird auch über einen Kredit von insgesamt 310'000 Franken für eine Teilsanierung der alten Werkleitungen (Wasser, Abwasser und Strom) in der Talstrasse und den Einbau eines neuen Belages zu befinden haben. Schliesslich wird die recht erfreuliche Verwaltungsrechnung 2004 – siehe auch Guter Rechnungsabschluss in Ringgenberg vom Montag, 21. März 2005 – zu genehmigen sein.

Wiederkehrender Beitrag an das Bödelibad abgelehnt

Das Gesuch der Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG um einen wiederkehrenden Gemeindebeitrag in der Grössenordnung von rund 15'000 bis 26'000 Franken pro Jahr musste unter Hinweis auf die Kosten der Gemeinde Ringgenberg für das Naturstrandbad Burgseeli abgelehnt werden. Die Betriebsgesellschaft des Bödelibades macht in ihrem Gesuch geltend, dass die drei Bödeligemeinden zur Deckung des Betriebsdefizites jährlich rund 20 Franken pro Einwohner aufzubringen haben, ohne Kapitalkosten. Ringgenberg kann indessen auf ein noch stärkeres finanzielles Engagement beim Strandbad Burgseeli hinweisen: Ringgenberg leistet pro Jahr rund 80'000 Franken an den Betrieb des Naturstrandbades Burgseeli, also rund 30 Franken pro Einwohner. Die Gemeinde weiss auswärtige Besucher sehr zu schätzen und hatte bis jetzt auch keinerlei Absichten, Nachbargemeinden in die Finanzierung des regional doch auch einmaligen Naturstrandbades einzubinden oder gar Einwohner aus Nachbargemeinden mit höheren Eintrittspreisen zu diskriminieren. Es bleibt zu hoffen, dass auch das Bödelibad Gegenrecht halten wird. Deshalb auch ein klares Unverständnis seitens Ringgenberg zur Idee der Bödelibad AG, die Bewohner aus Ringgenberg-Goldswil künftig mit rund 33 Prozent höheren Eintrittspreisen zu belasten, falls kein wiederkehrender Gemeindebeitrag in der erwähnten Grössenordnung geleistet wird.

«Defizitgarantie» für das Unspunnenfest 2005

Für das Unspunnenfest 2005 wurde eine Defizitgarantie von maximal 5910 Franken gutgeheissen, allerdings in der Annahme, dass die Garantie rein formeller Natur sein dürfte. Der Gemeinderat von Ringgenberg ist nämlich aufgrund von Erfahrungszahlen über andere, vergleichbare Feste der Überzeugung, dass beim Unspunnenfest kein Defizit entstehen kann/darf, wenn mit den Finanzen nur einigermassen haushälterisch und sinnvoll umgegangen wird. In diesem Sinne erging auch bei diesem Geschäft ein expliziter Sparappell an die Verantwortlichen des Festes, insbesondere stets daran zu denken, dass zumindest die Mehrheit der betroffenen Gemeinden nach wie vor einem grossen Spardruck ausgesetzt ist. – Mit ähnlichen Überlegungen wurde auch ein Gesuch um Abschluss eines aussergerichtlichen Nachlassvertrages mit einer Privatperson abgelehnt.

Änderungen bei der Lehrerschaft

Für den auf Ende des Schuljahres altershalber ausscheidenden Alfred Wyss wurde als Lehrer der 5. Klasse Philippe Zenger, zurzeit wohnhaft in Bern gewählt. Zurzeit ist noch die Stelle für die 7. Klasse offen. Die bisher befristet angestellten Lehrerinnen Isabelle Rüegsegger und Esther Schopfer konnten nun unbefristet eingestellt werden.

Bauwesen

Die Arbeiten an der Detailerschliessung Obdorfstrasse, Werkleitungen und Strassenverbreiterung, konnten planmässig abgeschlossen werden.

Gegen das Bauvorhaben des Alfred Stäger für den Umbau der Wohnhaushälfte West an der Obdorfstrasse wurden seitens der Gemeindebehörden keine Einwendungen erhoben.

Arbeitsvergebung

Die Metallbauarbeiten beim Geschiebesammler Teuffengraben wurden an die Firma Studer, Niederried, vergeben.

Prüfungserfolg

Wegmeister Thomas Schmocker hat die Abschlussprüfung zur Erlangung des Fähigkeitsausweises als eidg. dipl. Brunnenmeister mit sehr gutem Erfolg bestanden. Herzliche Gratulation.

Der Gemeinderat würdigte schliesslich die herausragenden Leistungen des Gleitschirmsportlers Stefan Wyss aus Ringgenberg, insbesondere an der Weltmeisterschaft in Brasilien. Die Ehrung des erfolgreichen Sportlers soll am Vereinsempfang mit Sportlerehrung am Samstag, 27. August 2005, 20 Uhr, auf dem Schulhausplatz in Ringgenberg erfolgen.

Berner Oberland News

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004





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