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Subventionsverträge: Der Ball liegt jetzt bei den Gemeinden
Oppositionslos hat die Regionale Kulturkonferenz Thun (RKK) die neuen Subventionsverträge mit den fünf grossen Kulturinstitutionen der Zentrumsstadt Thun gutgeheissen. Über die künftigen höheren Beiträge steht noch die Zustimmung der finanzkompetenten Gemeindeorgane aus. Der Kanton hat bereits angekündigt, seinen Unterstützungsanteil ans Kunstmuseum Thun zu verdoppeln.
An ihrer jährlichen Vereinsversammlung – diesmal in Uetendorf – haben laut einer Medienmitteilung die Vertreter der 40 Gemeinden der RKK Thun die neuen Subventionsverträge mit mit fünf grossen Thuner Kulturinstitutionen ohne Gegenstimme gutgeheissen. Der bisherige Beitrag der Gemeinden soll ab 2006 von zehn auf elf Prozent des Gesamtaufwandes angehoben werden. Zustimmen müssten nun noch die finanzkompetenten Organe der Gemeinden – in der Regel der Gemeinderat. Unterstützt werden laut Medienmitteilung das Kunstmuseum Thun, die Stadt- und Regionalbibliothek, das Schlossmuseum, die Allgemeine Orchstergesellschaft (AOG) und die Kunstgesellschaft Thun (KGT) für das Gastspieltheater.
Beitragserhöhungen
Gemäss kantonalem Kulturförderungsgesetz könnten Regionsgemeinden die kulturellen Institutionen der Zentren zu 10 bis maximal 15 Prozent des Gesamtaufwandes unterstützen, wird in der Medienmitteilung im weiteren erinnert: «In der RKK Thun werden die Gemeinden ihren Beitrag ab 2006 voraussichtlich von bisher insgesamt 249'000 (zehn Prozent von 2,5 Millionen Franken Gesamtaufwand) auf 306'000 Franken (elf Prozent von 2,78 Millionen Franken) erhöhen.» Vor einigen Tagen – siehe auch Höhere Beiträge an das Kunstmuseum Thun vom Samstag, 2. April 2005 – habe der Kanton bekanntgegeben, dass er seinen Beitragsanteil an das weit über die Region hinaus bekannte Kunstmuseum Thun von 20 auf 40 Prozent verdoppeln wolle. Damit erhalte das Museum künftig 548'000 Franken (bisher 224'000 Franken) aus der Kantonskasse, während der Stadtanteil von 783'000 auf 671'000 Franken (von 70 auf 49 Prozent) sinke. Bei den vier anderen Thuner Kulturinstitutionen bleibe der Kantonsbeitrag bei 20 Prozent, jener der Stadt Thun sinke um ein auf 69 Prozent. Thun mit den höchsten Ausgaben pro Kopf
Pro Kopf der Bevölkerung gibt laut Medienmitteilung die Stadt Thun immer noch mit Abstand am meisten für ihre grossen Kulturinstitutionen aus: Die Beiträge aus den Gemeinden der RKK variieren auf Grund eines differenzierten Kostenteilers zwischen 1.20 und 6.70 Franken. Die Stadt Thun ihrerseits unterstützt die fünf Einrichtungen mit rund 40 Franken pro Kopf, ihre Kulturausgaben insgesamt betragen 138 Franken pro Kopf. Erhebungen hätten gezeigt, dass rund die Hälfte des Thuner Kulturpublikums nicht aus Thun, sondern aus den umliegenden Gemeinden stamme. Beim Kunstmuseum und Schlossmuseum mit nationalen bis internationalen Gästen stammten rund ein Drittel aus Stadt und Region und zwei Drittel von auswärts: «In Bern, Biel, Langenthal und Thun wurden Regionale Kulturkonferenzen gegründet, um die finanzielle Belastung der Zentrumsstädte durch bedeutende Kulturinstitutionen, von denen die Region wesentlich profitiert, zu reduzieren.»
Die Regionale Kulturkonferenz Thun. Der Regionalen Kulturkonferenz (RKK) gehören die Stadt Thun, der Kanton Bern und 40 Gemeinden der Region an. Sie ist als Verein konstituiert und erfüllt die Aufgaben gemäss kantonalem Kulturförderungsgesetz: Die Mitfinanzierung der fünf bedeutenden Kulturinstitute der Stadt Thun (siehe Haupttext) sowie die Förderung des kulturellen Lebens in der Region Thun. Die RKK Thun besteht seit dem Jahr 2000. Präsident ist der der frühere Thuner Gemeinderat und Grossrat Walter Schläppi, Geschäftsführerin die Thuner Kulturbeauftragte Jacqueline Strauss. –
Mitglieder der RKK Thun sind die Gemeinden Aeschi, Amsoldingen, Blumenstein, Brenzikofen, Buchholterberg, Burgistein, Eriz, Fahrni, Forst, Gurzelen, Heiligenschwendi, Heimberg, Hilterfingen, Höfen, Homberg, Horrenbach-Buchen, Kienersrüti, Krattigen, Längenbühl, Niederstocken, Oberhofen, Oberlangenegg, Oberstocken, Pohlern, Reutigen, Schwendibach, Seftigen, Sigriswil, Spiez, Steffisburg, Teuffenthal, Thierachern, Thun, Uebeschi, Uetendorf, Unterlangenegg, Uttigen, Wachseldorn, Wattenwil, Wimmis und Zwieselberg. – Der Vorstand der RKK: Walter Schläppi, Thun (Präsident); Vreni Blesi, Gemeindepräsidentin Thierachern; Kurt Frei, Gemeinderat, Spiez; Ulrich Egger Gemeindepräsident Hilterfingen; Hans-Ulrich Schmid, Gemeindeschreiber, Steffisburg; Beatrice Stadelmann, kantonales Amt für Kultur; Jacqueline Strauss, Chefin Kulturabteilung Stadt Thun. Die fünf Kulturinstitutionen sind ebenfalls vertreten: Fanni Fetzer, Kunstmuseum Thun; Else Bäumlin, Stadt- und Regionalbibliothek Thun; Christoph Müller, Allgemeine Orchestergesellschaft Thun; Claude Jeanneret, Kunstgesellschaft Thun; Gerhard Schmid, Schlossmuseum Thun.
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