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ZSO Thun-Sigriswil: Wasser pumpen und Verkehr regeln
Über 50 Mitglieder aus vier Unterstützungszügen der Zivilschutzorganisation (ZSO) Thun-Sigriswil haben in dieser Woche an einem Wiederholungskurs teilgenommen. Dort übten sie den Einsatz verschiedener Wasserpumpen und lernten den Verkehr zu regeln.
Teamarbeit ist gefragt: Inbetriebnahme der Motorspritze (Typ I) am Lachen-Kanal. (Bilder zvg)
sth/bns. Die Unterstützung wird in einer Medienmitteilung als eines der fünf Fachgebiete des Zivilschutzes bezeichnet. Sie könne bei Grossereignissen sowie bei Katastrophen und Notlagen beigezogen werden – beispielsweise zur Unterstützung der Feuerwehr und Polizei. Im Wiederholungskurs der Unterstützungszüge 1 bis 4 der ZSO Thun-Sigriswil seien zwei Schwerpunkte gesetzt worden: «Am ersten Tag ging es darum, dass die über 50 Teilnehmer den Umgang mit verschiedenen motorbetriebenen Geräten üben konnten; dabei kamen vor allem die Motorspritzen zum Einsatz.» Am zweiten Tag hatten laut Medienmitteilung die Zivilschützer die Verkehrsregelung zu lernen und auch gleich anzuwenden: «Denn gemäss Bundesamt für Bevölkerungsschutz können im Einsatz stehende Zivilschutzangehörige beispielsweise bei Unfällen verpflichtet werden, den Verkehr an der Gefahrenstelle behelfsmässig zu regeln.»
Klare Zeichen und Blickkontakt zu den Fahrzeuglenkern sind die wichtigsten Bestandteile der Verkehrsregelung. Korporal Kevin Wenger bei seinem Einsatz auf der Allmendstrasse, Verzweigung in die Regiestrasse.
Autorität auf der Strasse
Im Rahmen eines Theoriereils sei vorerst Grundsätzliches vermittelt worden, heisst es im weiteren: «Die Zivilschützer lernen, wie sie korrekt mitten auf eine befahrene Kreuzung gelangen und welche Zeichen sie anzuwenden haben, um den Verkehr zu regeln.» Zur Ausbildung der Zivilschützer würden bei Bedarf professionelle Verkehrsinstruktoren beigezogen, obwohl auch der Zivilschutz selber über ausgebildete Verkehrsinstruktoren verfüge. So habe Hubert Theler von der Kantonspolizei Bern am vergangenen Dienstag den anspruchsvollen praktischen Teil auf der Allmendstrasse begleitet: «Ihm zufolge sind in der Ausbildung keine grossen Unterschiede zwischen Zivilschützern und Polizeiaspiranten festzustellen.» Wichtig seien Seriosität und Wille, Gelerntes richtig umzusetzen. Besonders wichtig sei auch, klare Zeichen zu geben, um die Verkehrsteilnehmer nicht zu verwirren und heiklen Situationen vorzubeugen. Da die Arme meistens ausgestreckt seien und mit einem Arm zudem gewinkt werde sei, viel Durchhaltevermögen nötig: «So waren die Zivilschützer denn auch froh, ihre Arme nach ermüdendem Einsatz auf der Allmendstrasse jeweils wieder entlasten zu können.» Obwohl die Arbeit als Verkehrshelfer mitunter recht anstrengend sei und gerade auf Hauptverkehrsachsen viel Konzentration erfordere, gingen laut Medienmitteilung die Zivilschützer motiviert ans Werk: «Dies ist wohl nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Tätigkeit so praxisnah wie möglich vermittelt wurde.»
Spass am See
Etwas lockerer als auf der Strasse ging es laut Medienmitteilung am Lachen-Kanal zu. Nachdem jeder Zivilschützer mit jedem Gerät einmal gearbeitet habe, hätten die Gruppenchefs Wettkampfstimmung aufkommen lassen: «In Dreierteams traten die Zivilschützer gegeneinander an und versuchten, in möglichst kurzer Zeit eine Motorspritze (Typ I) einsatzbereit zu machen; Gewinnchancen hatten nur diejenigen, die es schafften, im Team gut organisiert und mit sicheren Handgriffen zu agieren.» Die Ausbildung an den motorbetriebenen Wasserpumpen erfolge im Auftrag des Gemeindeführungsorganes (GFO) der Stadt Thun und habe zum Ziel, den Zivilschutz auf Ereignisse wie das Hochwasser von 1999 vorzubereiten.
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