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Samstag, 20. August 2005
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Das neue Wehr erlaubt die gefahrlose Abfuhr eines tausendjährlichen Hochwassers was rund 160 Kubikmeter in der Sekunde entspricht, selbst wenn nur eine Wehröffnung in Betrieb ist. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Erneuerte Wasserfassungsanlage des Kraftwerks Lütschental eingeweiht

Wehranlage, Wasserfassung und Entsanderanlage des Hochdrucklaufkraftwerks Lütschental in Burglauenen sind nach einer Bau- und Montagezeit von rund anderthalb Jahren – der «Spatenstich» fand in Form einer ersten Baggerbewegung Ende Oktober 2003 statt – in Betrieb genommen und gestern Freitagabend offiziell eingeweiht worden.


Die aktuelle konzessionierte Staukote beim Wehr wird auch inskünftig beibehalten: Die Entnahmewassermenge bleibt mit sechs Kubikmetern in der Sekunde ebenfalls unverändert.

ds/pvr. Das erneuerte inzwischen bald hundert Jahre alte im Zuge der Elektrifizierung von Wengernalpbahn und Berner Oberland-Bahn erbaute Kraftwerk Lauterbrunnen kann nach Einschätzung von Riccardo Gullotti, Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG (JBH) rentabel betrieben werden, und zwar auch bei einer Liberalisierung des Strommarktes. Zudem werde die Wasserkraft als erneuerbare Energie auch in Zukunft eine bedeutende Stellung einnehmen, führte Gullotti bei der Einweihung der neuen Wasserfassung des Kraftwerks der Jungfraubahnen aus: «Unter diesen Voraussetzungen konnte die dringend notwendige Erneuerung des Wasserfassung hier in Burglauenen ohne finanzielle Risiken in Angriff genommen werden – heute könne wir ein gut gelungenes Bauwerk einweihen, welches seine Bewährungsprobe bestens bestanden hat und dessen Kosten, unter Berücksichtigung des hohen Stahlpreises und des unerwartet schlechten Baugrundes, im Rahmen des Kostenvoranschlages liegen.» Die Betonkubatur der Wasserfassung wird mit 4600 Kubikmetern angegeben, die 320 Tonnen Armierungseisen enthielten. «Spatenstich» in Burglauenen: Wasserfassungsanlage für das Kraftwerk Lütschental wird erneuert

Ein sogenannter Palfingerkran zur Entnahme von Schwemmholz und zum Leeren der Geschwemselgrube.

Hans Schlunegger, Leiter Technik der Jungfraubahnen erinnerte an der Einweihung an eine böse Überraschung: Als nach dem Baubeginn im Herbst 2003 – siehe auch «Spatenstich» in Burglauenen: Wasserfassungsanlage für das Kraftwerk Lütschental wird erneuert vom Mittwoch, 29. Oktober 2003 – die Spezialbaumaschinen auftauchten und begannen die Spundwände zu rammen, seien erheblich mehr Steine angetroffen worden, als aufgrund der geologischen Beurteilung und der Probebohrungen habe angenommen werden dürfen: «Die Folge davon waren umfangreiche Umdispostionen des Bauprogramms, damit die durch die zeitaufwendigen Bohrungen zum Abteufen der Spundwände verursachte Verspätung wieder aufgeholt werden konnte.» Erschwerend sei hinzugekommen, dass der Grundwasseranfall mit 3000 anstatt 300 Minutenliter gegenüber der Prognose wesentlich grösser gewesen sei und Einfluss auf das Bauprogramm gehabt habe: «Dadurch enstanden logischerweise Mehrkosten, welche aber durch Optimierung des Projekts und der einzelnen Bauabläufe in Schranken gehalten werden konnten.» Bei einem Kostenvoranschlag von 13 Millionen Franken betragen die Mehrkosten laut Schlunegger 750'000 Franken oder 5,77 Prozent.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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