Mittwoch, 17. August 2005 |
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Selbstmordkandidat Arlecchino (Dario De Simone), überwacht von Capitano (Franz Bigler). – Bild rechts: Der Herzchirurg Thierry Carrel (Bilder Dora Schmid-Zürcher) |
Schlossspiele Thun: Premiere von «Herz & Leber, Hund & Schwein»
Als «eine Komödie voller Verwirrungen, die brisante aktuelle Themen aufgreift» hat der Herzchirurg Thierry Carrel als Gastredner an der Premiere der Schlossspiele Thun das Stück «Herz & Leber, Hund & Schwein» bezeichnet. Beim diesjährige Freilichttheater der Schlossspiele Thun sind auf dem Schlossberg unter der Regie von Kaspar Sigrist in der Zeit vom 16. August bis 9. September 2005 insgesamt 16 Aufführungen vorgesehen.
Witzig, aber keine Blödelei. Von links nach rechts: Colombina (Tina Straubhaar), Capitano (Franz Bigler), der Dottore (Peter Wey) und Pantalone (René Blum).
Heutzutage sei das Herz als Sinnbild und Metapher allgegenwärtig, führte der Direktor und Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Herz- und Gefässchirurgie am Berner Inselspital am Dienstagabend auf dem Schlossberg aus. Durchdringend sei die Präsenz des Herzens vor allem, wenn es zum Beispiel um den Streit gehe, von wem und wo diese kostbare Organ verpflanzt werden könnten. Diese Präsenz sei nicht nur ein Merkmal der Schweizer Medien sondern auch ein Merkmal unseres Zeitalters. Mit der von Kaspar Sigrist inszenierten Komödie von Hansjörg Schneider könnte nach Meinung Carells durchaus die Diskussion über heikle Themen angeregt werden: «Inmitten einer Komödie wird über Krankheit und deren mögliche Heilung gesprochen, es wird über Transplantation des Herzens und der Leber phantasiert, es wird auch nach möglichen Organspendern gesucht; Schauplatz oder Tatort kann man fast sagen ist aber nicht das Inselspital Bern und auch nicht das Universitätsspital Zürich, sondern eine hundskommune Gartenwirtschaft auf einem schweinebilligen Dorfplatz»
Eine handfest ausgetragene Meinungsverschiedenheit über die Art der Geldbeschaffung.
Der Regisseur Kaspar Sigrist – siehe auch Schlossspiele Thun: «Herz & Leber, Hund & Schwein» vom Montag, 18. Juli 2005 – lebt nach Angaben der Schlosspiele Thun in Ittigen bei Bern und arbeitet als Regisseur, Schauspieler, Theaterpädagoge und Lehrer: «Unter dem Titel ‹Herz & Leber, Hund & Schwein› verbirgt sich eine witzige, humor- und temperamentvolle Geschichte, in welcher Armut, möglicher Reichtum und die damit verbundenen Fragen rund um die Moral eine zentrale Rolle spielen.» Der Autor, Hansjörg Schneider zähle zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern der Schweiz: «Er schrieb Theaterstücke – unter anderem ‹Sennetuntschi› – und Romane wie die Hunkeler-Krimis.» – Zum Stück selber: Ein junges bettelarmes Pärchen verlässt seine dörfliche Heimat, um im wohlhabenden Nachbarland Arbeit zu finden. Dort stossen die beiden in einem Gasthaus auf drei reiche aber kranke Bürger, die dringend junge, gesunde Organe brauchen. Ein Vertrag wird aufgesetzt: Die reichen Männer füttern das Pärchen eine Weile durch, dann haben sie Anrecht auf Herz und Leber ...
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16. August bis 9. September 2005
Spieldauer: 20:00 Uhr bis zirka 22 Uhr. Sonntag 17 Uhr bis zirka 19 Uhr (jeweils inklusive 20 Minuten Pause). |
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