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Freitag, 19. August 2005
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Interlaken/Brienz: Architekt David Kehrli «vollständig rehabilitiert»

In einer gerichtlichen Vereinbarung haben die Verantwortlichen der Rössli Brienz AG laut einer Medieninformation von Fürsprecher Christian Gerber eingestanden, dass sämtliche Vorwürfe gegen den Architekten David Kehrli aus Interlaken im Zusammenhang mit einer massiven Kostenüberschreitung bei der Überbauung Rössli haltlos seien: «Nach jahrelangen Gerichtsverfahren wurde mein Klient, der Architekt David Kehrli aus Interlaken, jetzt vollständig rehabilitiert.»

Rehabilitiert: David Kehrli. (Bild Peter Schmid)

David Kehrli selber zeigte sich in einer Stellungnahme über die Vereinbarung zwar erleichtert, wies aber darauf hin, dass damit erst die zivilrechtlichen Aspekte und auch diese allenfalls nur zum Teil erledigt seien: Erst nach dem Abschluss diverser noch laufender Strafverfahren und einer noch hängigen Zivilklage namentlich gegen den eidg. dipl. Bücherexperten Heinz Fuchs, Sekretär und Verwaltungsratsmitglied sowie Buchhalter der Rössli Brienz AG (in Liquidation) könne entschieden werden, ob und in welcher Höhe er Schadenersatz stellen wolle.

Noch bei der Eröffnung der Migros-Filiale in der Rössli-Überbauung Brienz – siehe auch Eröffnung nach nur zehnmonatiger Bauzeit vom Donnerstag, 19. März 1998 – war mit Investionen – ohne Bauland – von gut zehn Millionen Franken gerechnet worden. – Unser Archivbild zeigt die Baustelle im Oktober 1997. (Bild Peter Schmid)

Die am 19. August 2005 übermittelte Medieninformation von Fürsprecher Christian Gerber aus Bern im Wortlaut: «Nach jahrelangen Gerichtsverfahren wurde mein Klient, der Architekt David Kehrli aus Interlaken, jetzt vollständig rehabilitiert. Sämtliche Vorwürfe, welche seitens der Verantwortlichen der Rössli Brienz AG gegen ihn erhoben wurden, haben sich als haltlos erwiesen. – Mein Klient war ein bekannter Architekt. Bis im Mai 1999 war er mit der Überbauung Rössli Brienz in Brienz beauftragt. Danach hielt sich mein Klient infolge schwerer Krankheit im Ausland auf. – Nach seiner Abreise wurden die Firmen meines Klienten, unter anderem auf Initiative der Rössli Brienz AG, in den Konkurs gestürzt. Seitens des Verwaltungsrats der Rössli Brienz AG, respektive einzelner Mitglieder desselben, wurden zudem massive Vorwürfe gegen meinen Klienten laut. Es hiess insbesondere, mein Klient habe seinen Abgang systematisch und von langer Hand geplant sowie sein Konkurs sei in betrügerischer Absicht erfolgt. Es wurden ihm diverse Delikte zur Last gelegt, so Veruntreuung, Betrug und Urkundenfälschung. Mein Klient wurde für die Kostenüberschreitung der Überbauung Rössli Brienz im Umfang von einer Million Franken verantwortlich gemacht. Es wurde ihm vorgeworfen, er habe den Architekturvertrag nicht gehörig erfüllt, indem auf der Baustelle ein ‹unbeschreibliches Chaos› infolge ‹katastrophalen Baumanagements› sowie ‹fehlender und unzureichender Werkverträge› geherrscht habe. Diese Vorwürfe hatten, zusammen mit der Krankheit, zur Folge, dass die Karriere meines Klienten als Architekt abrupt beendet war. Da die Anschuldigungen, welche gegen meinen Klienten erhoben wurden, nicht der Wahrheit entsprachen, setzte sich mein Klient dagegen zur Wehr. Sobald sein gesundheitlicher Zustand sich gebessert hatte, kämpfte er um seine Rehabilitation. Mein Klient klagte die Herren Heinz Fuchs, Interlaken und Franz Michel, Brienz, beides Verwaltungsräte der Rössli Brienz AG, wegen Persönlichkeitsverletzung ein. Nach jahrelangen Gerichtsverfahren mussten die beiden Beklagten gestern schliesslich eingestehen, dass die Vorwürfe gegen meinen Klienten haltlos sind. In einer gerichtlichen Vereinbarung nehmen sie diese vollumfänglich zurück und entschuldigten sich bei meinem Klienten.»

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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