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Freitag, 12. August 2005
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Rollende Autobahn holt täglich bis zu 300 Lastwagen von der Strasse

Die Rollende Autobahn zwischen Freiburg im Breisgau (Deutschland) und Novara (Italien) erfreut sich einer stetig steigenden Nachfrage: Im ersten Halbjahr 2005 durchquerten 38'389 Lastwagen und ihre Chauffeure per Bahn auf der Lötschberg–Simplon-Achse die Schweizer Alpen. Das bedeutet laut einer Medienmitteilung eine Zunahme um 19,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verlad eines Lastwagens auf die Rollende Autobahn. (Bild zvg)

«Damit leistete die Ralpin AG, der Schweizer Operateur und Spezialist für die Rollende Autobahn, trotz unbefriedigender Konjunktur in wichtigen Herkunfts- und Zielländern einen wachsenden Beitrag zur Verlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene», wird in der Medienmitteilung ausgeführt. Die Konkurrenzsituation der Rollenden Autobahn gegenüber dem reinen Strassentransport habe sich weiter verschärft, was auf Überkapazitäten auf den europäischen Transportmärkten und den Druck auf das internationale Preisniveau zurückzuführen sei: «Zudem führten der grosse Fahrplanwechsel vom Dezember 2004 mit der stärkeren Auslastung der schweizerischen Bahninfrastruktur durch den Personenverkehr, aber auch Bauarbeiten auf dem italienischen Streckenabschnitt Anfang 2005 bei der Rollenden Autobahn zu bedeutenden Verspätungen.» Diese hätten im Laufe des Frühjahrs weitgehend aufgefangen werden können, doch wolle die Ralpin AG die Zuverlässigkeit weiter verbessern, um den Anforderungen der Wirtschaft nach zuverlässigen Transportsystemen gerecht zu werden.

«Erfreulicherweise nahm die Nachfrage nach Stellplätzen auf den Zügen der Rollenden Autobahn im ersten Halbjahr 2005 weiter kontinuierlich zu», wird im weiteren ausgeführt: 38'389 Sendungen bedeuten eine Steigerung von 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.» Damit entlaste die Rollende Autobahn die Schweizer Transitautobahnen um bis zu 300 Lastwagenfahrten pro Tag: «Besonders attraktiv und in der Regel vollständig besetzt sind die Nachtzüge, welche den Lastwagen ermöglichen, trotz strassenseitigem Nachtfahrverbot die Schweiz zu durchqueren, und welche den Chauffeuren erlauben, die gesetzliche Ruhezeit im Liegewagen optimal zu nutzen.» Die Ralpin AG biete die Rollende Autobahn – den Bahntransport für Lastwagen und Sattelschlepper und deren Chauffeure – via Lötschberg und Simplon seit Juni 2001 an. Das Angebot werde laufend der wachsenden Nachfrage angepasst. Zurzeit verkehrten täglich 20 Züge zwischen den Terminals in Freiburg im Breisgau und Novara.

Zum Transport der Lastwagen bis zu 44 Tonnen Gesamtgewicht und bis zu vier Metern Eckhöhe setzt die Ralpin nach ihren Angaben achtachsige Niederflurtragwagen ein: «Deren Spezialräder mit kleinem Durchmesser erweisen sich als technisch anspruchsvoll und bedingen wegen der starken Beanspruchung und der hohen Laufleistung eine Intensivierung des Fahrzeugunterhalts.» Die dadurch ausgelösten Unterhaltskosten belasteten die Wirtschaftlichkeit der Rollenden Autobahn. Die Ralpin AG arbeite deshalb zusammen mit beauftragten Experten und der Wagenindustrie aktiv an der Problemlösung und hoffe bereits ab dem Jahr 2006 eine Verbesserung herbeizuführen.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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