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Kultur-Spartenpreise 2005 an Stauch und Tschan
Die Kulturkommission der Stadt Thun hat entschieden: Im Jahr 2005 erhält Dominik Stauch den Preis für bildende Kunst, Gerhard Tschan den Theaterpreis. Beide Künstler haben sich deutlich über die Region hinaus einen Namen gemacht und werden im November öffentlich geehrt.
sth/bns. Am 18. November sollen die beiden Künstler im Thuner Schadausaal feierlich geehrt werden, ist einer Medienmitteilung zu entnehmen: «Bereits heute, nach dem Entscheid der Kulturkommission, werden sie der Öffentlichkeit vorgestellt: Dominik Stauch und Gerhard Tschan, die beiden Träger der Kultur-Spartenpreise 2005 der Stadt Thun.» Zufällig seien beide im Jahr 1962 geboren: «Nun, 43 Jahre später, können die beiden die mit je 8000 Franken dotierten Preise im Bereich Gestaltung – Dominik Stauch – und Theater – Gerhard Tschan – entgegennehmen. – Detailinformationen zu den Kultur-Spartenpreisträgern im Internet auf www.stau.ch und www.gerhard-tschan.ch
Dominik Stauch: Erweiterung der Malerei
Der Thuner Künstler Dominik Stauch arbeitete in den letzten Jahren an einer konsequenten Erweiterung der Malerei, indem er unterschiedlichste Medien wie Ölmalerei, digitale Prints, Computeranimationen, Installationen und Skulpturen kombinierte. Dabei ist er Maler geblieben, das stimmige Zusammenfügen von Farben und Formen ist sein Ziel. Die Reduktion auf geometrische Grundformen lässt ihm den nötigen Spielraum, seinen konzeptuellen Ansatz mit neuester Technik in Einklang zu bringen. Die Kunstgeschichte, die Musiktheorie des 20. Jahrhunderts und die Beat-Literatur geben ihm das nötige Fundament, um seinen Arbeiten Tiefe zu geben. Die Arbeiten des 43jährigen sind in wichtigen privaten Sammlungen vertreten. Er wird im November dieses Jahres in einer Einzelausstellung im Museum Liner in Appenzell sein Schaffen erstmals in einem grösseren Kontext zeigen können.
Gerhard Tschan: Sprache, Stimme und Komik
Der Steffisburger Gerhard Tschan ist ein Multitalent der Kleinkunstszene. Mit seinen eigenwilligen Geschichten und seinem pantomimischen und schauspielerischen Talent beeindruckt er sein Publikum und lässt es schmunzeln. Tschan spielt mit wenig Requisiten, dafür umso mehr mit Sprache, Stimme und Komik. Sein Stimmvolumen ist enorm, er variiert verschiedene Musikstile und untermalt seine gesungenen Geschichten mit Akkordeon. Gerhard Tschan wurde 1962 in Thun geboren, wurde zuerst Primarlehrer, dann Vollwertkoch und bildete sich schliesslich zum Komiker und Clown aus. Sein Repertoire umfasst bis anhin sechs Solostücke.
Neben den beiden Spartenpreisen werden laut Medienmitteilung am 18. November auch die Kulturförderpreise an der öffentlichen Feier verliehen. Diese seien bereits im Juni den beiden Fotografen Regine von Felten und Manuel Burgener zugesprochen worden.
Die Stadt Thun verleihe jährlich in verschiedenen Sparten Preise an professionelle Künstler für qualitativ hochstehende Leistungen, wird in der Medienmitteilung erinnert. Spartenpreise seien im Jahr 2004 an die bildende Künstlerin Chantal Michel und im Jahr 2003 an den Designer Ueli Biesenkamp gegangen: «Der grosse Kulturpreis der Stadt Thun sowie der sogenannte Kulturstreuer für besondere Verdienste in der Kulturvermittlung wurden in diesem Jahr nicht vergeben.»
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