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Dienstag, 16. August 2005
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Die Jungjodler Jungfrau aus Wengen unter der Leitung von Markus Stähli am Dienstagnachmittag bei der Übergabe des Bildbandes «Unspunnenfest – eine Gebrauchsanleitung» an Bundespräsident Samuel Schmid (rechts im Bild). (Fotos Dora Schmid-Zürcher)

Bildband «Unspunnenfest – eine Gebrauchsanleitung»

Eine von Unspunnenfest-OK-Präsident Ueli Bettler angeführte Delegation hat am Dienstagnachmittag in Bern Bundespräsident Samuel Schmid ein persönliches Exemplar des Bildbandes «Unspunnenfest – eine Gebrauchsanleitung» überreicht.

Bundespräsident Samuel Schmid (rechts) bedankt sich seinerseits bei Ueli Bettler (links), Präsident des Unspunnenfest-OK für den Bildband und das Festabzeichen.

ds/pvr. Der aus Anlass des 200-Jahr-Jubiläums des Trachten- und Alphirtenfestes Unspunnen Interlaken mit Unterstützung der Grossbank UBS realisierte Bildband enthält einen Überblick über die Tradition, das Fest und über die beteiligten Verbände. Texte, Zeichnungen und viele Bilder über Trachten, Volkstanz, Schwingen, Steinstossen und so weiter wollen einen Eindruck über die Atmosphäre dieser Veranstaltung und über die dabei geplfegten vielfältigen Bräuche vermitteln.. – Bereits im vergangenen Frühjahr – siehe auch Überarbeitete «Geschichte der Alphirtenfeste» in neuer Auflage vom Donnerstag, 26. Mai 2005 – ist im Vorfeld des Unspunnenfestes vom 2. bis 4. September 2005 eine von den beiden Autoren Rudolf Gallati und Christoph Wyss überarbeitete und mit den neusten Quellen abgeglichene Neuauflage der «Geschichte der Alphirtenfeste» aus dem Jahr 1993 erschienen.

Von links nach rechts die beiden Direktoren der UBS Bern, Jörg Kaufmann und Rolf Bögli, Christoph Wyss, Co-Autor des Buches «Geschichte der Alphirtenfeste», Bundespräsident Samuel Schmid, Peter Wenger, Medienchef Unspunnenfest, die Jungjodler Jungfrau aus Wengen unter der Leitung von Markus Stähli, Rudolf Zumstein, Chef Anlässe im OK 200 Jahre Unspunnen, Eveline Bettler und Unspunnenfest-OK-Präsident Ueli Bettler.

Als Dank für das von ihm verfasste Vorwort zum Bildband «Unspunnenfest – eine Gebrauchsanleitung» wurde Bundespräsident Samuel Schmid im Rahmen einer kleinen Feier von Vertretern des Organisationskomitees und der Grossbank UBS am Dienstagnachmittag im Bundeshaus ein persönliches Exemplar überreichen. Das Vorwort des Bundespräsidenten hat folgenden Wortlaut: Wer im Schloss Interlaken die Ausstellung «Weltgeschichte, in Zinn gegossen» auf sich wirken lässt, wird spüren, wie stark die historische Zäsur war, die mit dem Namen Napoleon verbunden ist. Die uneinige Schweiz von 1798 wurde zum Kriegsschauplatz und erlebte über Jahre Fremdherrschaft und eine politische Instabilität samt Staatsstreichen, Abstimmungsfälschung und Bürgerkrieg. Begreiflich, dass das schweizerdeutsche «Putsch» ins politische Vokabular des Globus eingegangen ist. Besinnung tat Not, als 1804 die französischen Truppen das Land verliessen. Das Unspunnenfest von 1805 bot eine Möglichkeit, sich über all das Trennende hinweg neu zu finden. Stadt und Land sollten sich begegnen, im Zeichen von Sport und Spiel. Die positive Wirkung auf das Ansehen der Schweiz im Ausland gehörte mit zur Absicht, deshalb wurden ja so viele Prominente eingeladen. Haben wir heute weniger Grund, uns über politische Gräben hinweg die Hände zu reichen, uns an Steinstossen, Schwingen, Tanzen, Alphornblasen, am Jodel, an der Musik generell, an den Trachten von Herzen zu freuen? Keineswegs! Die Aufforderung des Festliedes von 1805 hat ihre Relevanz behalten: «Singe weymer, fröhlich singe / Das mer by enandre sy ...»

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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