| Verkauf von BAAG-Aktien an die Bergbahnen Adelboden AG kommt nicht zustande Der Gemeinderat von Adelboden nimmt in einer Medienmitteilung «mit Bedauern zur Kenntnis, dass der Verkauf von 160 000 BAAG-Aktien an die Bergbahnen Adelboden AG nicht zustandekommt». Der Gemeinde fehlten somit liquide Mittel von 1,6 Millionen Franken, die für zukünftige Investitionen – Entlastungsstrasse Dorf, Anbindung Talstation Sillerenbahn an öffentlichen Verkehr und so weiter – dringend benötigt und reinvestiert hätten werden können.
«Am 28. November 2004 beschlossen die Stimmbürger von Adelboden mit grossem Mehr an der Urne, dass 160 000 von 360 500 BAAG-Aktien der Gemeinde an die Bergbahnen Adelboden AG (BAAG) verkauft werden sollen», erinnern in der Medienmitteilung die BAAG und der Gemeinderat von Adelboden. Der Preis pro Aktie sei auf 10 Franken festgelegt worden und die Gemeinde hätte daraus einen Erlös von 1,6 Millionen Franken erzielt. Die BAAG ihrerseits hätte diese Aktien zur Finanzierung der Sesselbahn Chuenisbärgli zum Preis von 15 Franken weiterverkauft. Das Geschäft sei im Rahmen der Sanierung der Genossenschaft Schwimmbad und Kunsteisbahn sowie von Adelboden Tourismus lanciert worden: «Um das erhebliche Engagement der Gemeinde an der Sanierung zu kompensieren und gleichzeitig das Projekt Chuenisbärgli zu unterstützen, wurde vereinbart, dass die Gemeinde der BAAG einen Teil ihres Aktienpakets an die Unternehmung zurückverkauft.»
Bedingungen zum Vollzug des Geschäftes waren laut Medienmitteilung, dass der Verkauf der Aktien nur dann erfolge, wenn das Projekt Sesselbahn Chuenisbärgli tatsächlich realisiert werde und dass die BAAG den im Zusammenhang mit dem Aktienkauf zu erwartenden Gewinn von maximal 800 000 Franken zweckgebunden für das Projekt Sesselbahn Chuenisbärgli verwende. Der Gemeinderat sei mit dem Urnenbeschluss ermächtigt worden, die entsprechenden Transaktionen zu tätigen.
Im Verlaufe des Jahres 2005 habe der Gemeinderat einen Vertrag zum Verkauf der BAAG-Aktien ausgearbeitet, wird zur aktuellen Situation ausgeführt. Der Vertrag sei an die BAAG zur Unterschrift weitergeleitet worden: «Inzwischen hatte Stefan Lauber-Künzi die BAAG vor Gericht eingeklagt und verlangt den Aktienkauf als nichtig zu erklären.» Die BAAG hätten daher den Vertrag durch externe Juristen eingehend überprüfen lassen: «Um einen lang andauernden Rechtsstreit mit nicht genau absehbaren Folgen zu vermeiden, hat der Verwaltungsrat der BAAG beschlossen auf den Aktienkauf zu verzichten und zur Finanzierung des Chuenisbärglis eine Aktienkapitalerhöhung durchzuführen.»
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