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| Beausite-Direktor Bernard Müller (links) und Fernsehmoderator Kurt Aeschbacher. – Bild rechts: Das Komiker-Duo «Flügzüg». (Bilder Dora Schmid-Zürcher) |
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Interlaken/Unterseen: Benefiztag für Kinder mit Autismus
An einem Jubiläumsapero zum 30jährigen Bestehen des Elternverein Autismus Schweiz im Rahmen des diesjährigen Benefiztages im Hotel Beausite in Interlaken/Unterseen hat der Direktor der schweizerischen Stiftung für elektronische Hilfsmittel, Michel Guinand, ein Sprachausgabe-Strichcodelesegerät überreicht. Das Programm des Benefiztages umfasste auch einen Christchindlimarkt sowie am Abend ein Galadiner mit dem Fernsehmoderator Kurt Aeschbacher.
Die beiden Liedermacher und Zauberer Magic Falso: Cyrill Zumbrunn, Lehrer in Ringgenberg und Reto Abegglen, Lehrer in Hondrich.
Am Galaabend vom Samstag 10. Dezember 2005 im Hotel Beausite traten neben Kurt Aeschbacher, der durch den Abend führte, die Mostosi-Brothers aus Unterseen als Blues Brothers, das Rimo-Quintett, die beiden Liedermacher und Zauberer Magic Falso www.magicfalso.ch – Cyrill Zumbrunn, Lehrer in Ringgenberg und Reto Abegglen, Lehrer in Hondrich – sowie das Komiker-Duo «Flügzüg» auf. –
Kurt Aeschbacher verlas einen Brief des nunmehr elfjährigen Dominic Müller.Brief von Dominic Müller: «Ich heisse intern Niggi bin aber immer noch Dominic. Ich habe letztes Jahr schon geschrieben, bin jetzt ein Jahr älter und sollte wieder etwas weiser sein. Bin ich das? Ist Ansichtssache. Ich denke, Menschen sollte man nicht nach Intelligenz taxieren, sondern liebevoll annehmen, wie sie sind. Klar ist Intelligenz dienlich, aber in meinem Fall ist es etwas blöd gelaufen. Ich meine leider, dass der liebe Gott schon wisse warum. Ohne Hilfe von meinen Eltern und den Therapiefrauen wäre ich miserabel dran. Ich hätte ein kümmerliches Dasein in wirrem Zustand. Es ist mein Glück, dass ich in den vorderen Rängen sitze. – Ich bin guter Dinge für uns Autisten, dass frostige Zeiten vorbei sein werden. Ich grüsse alle die mich kennen oder auch nicht, was seid ihr doch für ein komisches Volk? Sind wir das auch? Ich denke, jeder hat irgend eine Macke. Aussage ist ohne Gewähr. Ich habe geschlossen.»
Die Mostosi-Brothers aus Unterseen als Blues Brothers.
Seit dem Jahr 1975 setzt sich der Elternverein Autismus Schweiz für Menschen mit Autismus und deren Familien ein. Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, welche zu Auffälligkeiten in den Bereichen Kommunikation, sozialer Interaktion und im Verhalten (zum Beispiel Stereotypien) führt. Im Jubiläumsjahr – siehe auch Vorschau Interlaken/Unterseen: Benefiztag für Kinder mit Autismus vom Sonntag 4. Dezember 2005 – hat der Verein ein neues Leitbild erarbeitet. Anstoss dazu gab unter anderem eine Studie von Hans-Christoph Steinhausen (Kinder- und jugendpsychiatrischer Dienst des Kantons Zürich), die in Zusammenarbeit mit Autismus Schweiz entstanden ist. Wichtigste Schlussfolgerung der Studie: Im letzten Jahrzehnt sind in der Schweiz kaum Verbesserungen in Bereichen wie Diagnose, Schulung/Förderung oder dem Zugang zu therapeutischen Massnahmen eingetreten. Der Elternverein hat deshalb im neuen Leitbild seine Ziele präzisiert und fordert Rechte für die Betroffenen in fünf Bereichen:
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Diagnose (Recht auf eine Diagnose, die sich auf die anerkannten wissenschaftlichen Kriterien stützt). |
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Förderung (Recht auf eine ihrer Behinderung angepassten, autismusspezifischen Förderung). |
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Betreuung (Recht auf eine ihrer Behinderung entsprechenden Betreuung). |
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Integration (Recht auf eine grösstmögliche Teilnahme an der Gesellschaft). |
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Entlastung der Familie (Recht auf ein möglichst «normales» Familienleben). |
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