BOB-Depot Zweilütschinen: Weiterer Triebwagen modernisiert
Im Verlauf von gut zwei Jahren ist im Depot Zweilütschinen der Berner Oberland-Bahn (BOB) der Triebwagen ABeh 4/4 Nr. 308 mit rund einem Fünftel des teuerungsbereinigten Neupreises von 4,5 Millionen Franken modernisiert worden und entspricht nun auch dem neuen BOB-Sicherheitsstandard.
Das Gemeindewappen von Gsteigwiler ist enthüllt. Von links nach rechts: Gemeindepräsident Bernhard Seiler, Burgerpräsident Hanspeter Thöni und Urs Abplanalp Leiter ZfW-BOB. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)
ds/pvr. Der in der BOB-Werkstätte Zweilütschinen modernisierte Triebwagen 308 ist seit Mitte September 2005 wieder im Einsatz. Für den Umbau wurden nach Angaben des Bahnunternehmens 13 200 Mannstunden eingesetzt, Mechaniker, Elektriker, Schreiner und Maler arbeiteten während dreier Jahre am Fahrzeug. Das spezielle Know-how, das seit dem ersten Triebwagenumbau im Depot Zweilütschinen vorhanden sei, habe bewahrt werden können, verlautete am Dienstagabend bei der offiziellen Wiederinbetriebnahme des von der Gsteigwiler Gemeindeschreiberin Ruth Meier mit einer Flasche Lütschinenwasser auf den Namen Gsteigweiler «getauften» Fahrzeugs. Durch die Planung und deren Umsetzung vor Ort kennen die BOB-Leute diese Triebwagen bis ins letzte Detail. Die Renovation des Triebwagens umfasst neben vielen technischen Neuerungen den Einbau der Zugsicherung ZSI 127. Der Einsatz mit einem Steuerwagen ist möglich, womit Nr. 308 nun auch als Pendelzug-Triebfahrzeug verwendbar ist. Mit einem neuen Innsenausbau und dem Aussenabstrich im neuen Design entspreche das Fahrzeug weitgehen den Umbauten, die bereits auch an den Triebwagen 305, 306 und 307 vorgenommen wurden. Damit stehe ein weiteres Fahrzeug zur Verfügung welches in Pendelzügen eingesetzt werden kann. Unter der Anweisung von Urs Abplanalp enthültlen als Paten der Gsteigwiler Gemeindepräsident Bernhard Seiler und der Burgerpräsident Hanspeter Thöni das Gsteigwiler Wappen am Triebwagen 308. Die Gemeinde und die Burgergemeinde von Gsteigwiler hatten je ein Wappen gestiftet.
Die technischen Daten wurden durch Gabriel Roth, seit 1. November 2005 Leiter Zugförderung und Werkstätten (ZFW) erläutert.
Für ungefähr einen Fünftel des Neupreises konnte der Triebwagen in Zweilütschinen umgebaut werden. Einen neue Innenverkleidung sowie die Sitze der 2. Klasse wurden komplett erneuert und die Sitze der 1. Klasse aufgearbeitet. Nun habe man praktisch ein neuwertiges Fahrzeug. – BOB-Verwaltungsratspräsdient Günther Galli sprach an der Einweihung von drei Gründen sich zu freuen: Erstens die Verbundenheit der Bahn mit der Bevölkerung und umgekehrt, zweitens dass im Depot Zweilütschinen mannigfaltig mit grossenm Know-how gearbeitet werde und man dafür die Plattform bieten könne, drittens freute sich Galli darüber, dass bereits drei Wochen vor dem Fahrplanwechsel die durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogenen Strecke wieder befahren werden konnte.
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