Sinkende Besucherzahlen: Mysterypark-Präsident Oskar Schärz demissioniert
Der Verwaltungsratspräsident des Mysteryparks in Interlaken, Oskar Schärz, hat per sofort sein Amt zur Verfügung gestellt. Interimistisch übernimmt Achilles Handschin die strategische Führung des Erlebnisparks.
Der zurückgetretene Verwaltungsratspräsident des Mysteryparks, Oskar Schärz (links). Interimistisch übernimmt Achilles Handschin (rechts) die strategische Führung des Erlebnisparks. Archivbild Dora Schmid-Zürcher)
pd/bns. «Angesichts markant rückläufiger Besucherzahlen stand die Sicherung der Liquidität und die mittelfristige Zukunft im Mittelpunkt der Verwaltungsratssitzung vom Dienstag 20. Dezember 2005», heisst es in einer Medienmitteilung. Den Aktionären sollen an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 20. Januar 2006 vier Sanierungsvarianten vorgeschlagen werden.
Nach der Sanierungsdiskussion vom Dienstag habe der langjährige Verwaltungsratspräsident Oskar Schärz sein Amt per sofort zur Verfügung gestellt, verlautet in der Medienmitteilung. Der Verwaltungsrat habe vom sofortigen Rücktritt Kenntnis genommen und die grossen Verdienste von Oskar Schärz für Konzeption und Bau des Mysteryparks gewürdigt. Ad interim führe Achilles Handschin die strategischen Geschicke des Parks: «Der Verwaltungsrat ist überzeugt, dass die mittelfristige Zukunft des Parks aufgrund der geplanten und bereits ergriffenen Massnahmen gesichert ist.» Die operative Führung sei nicht in Frage gestellt: «Die neue Geschäftsleitung hat mit neuen Projekten und Produkten (Mystery-LAN, Goldwaschen und so weiter) und mit einem konsequenten Kostensenkungsprogramm bereits im Juli – siehe auch Mysterypark reagiert auf Besucherrückgang vom Freitag 22. Juli 2005 – und vor allem im August eine Trendwende eingeläutet; das Jahrhunderthochwasser von Mitte August 2005 jedoch hat diesen zaghaften Steigflug jäh gestoppt.»
Der Verwaltungsrat der Mystery Park AG rechne bis Ende Jahr – der Park sei über die Festtage und auch anschliessend wie vorgesehen geöffnet – mit etwa 210 000 Besuchern und damit deutlich weniger als budgetiert, heisst es im weiteren: «Er hat diesen markanten Einbruch bei den Eintrittszahlen eingehend analysiert und an seiner Sitzung vom Dienstag zur Sicherung der Liquidität und der mittelfristigen Zukunft des Berner Oberländer Erlebnisparks vier verschiedene Sanierungsvarianten diskutiert.» Der Verwaltungsrat habe beschlossen, «in einer proaktiven Vorwärtsstrategie die vier Versionen zuhanden einer Folgesitzung vom kommenden Freitag weiterzuentwickeln und anschliessend die Medien eingehend und transparent zu informieren».
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