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| Rätselautor Erich von Däniken (links), Mysterypark-Geschäftsführer Fritz Zemp (Mitte) und der interimistische Verwaltungsratspräsident Achilles Handschin (rechts) an der Medienorientierung vom Freitagnachmittag. (Bilder Dora Schmid-Zürcher) |
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Der Mysterypark Interlaken steckt in Schwierigkeiten
Mit einem umfangreichen Massnahmenpaket will der Mysterypark Interlaken versuchen, den Besucherrückgang zu stoppen und die finanzielle Gesundung einzuleiten. Über die am Freitag an einer Medienorientierung präsentierten Vorschläge entscheiden die Aktionäre.
pd/ds/bns. Der Generalversammlung der Aktionäre vom 20. Januar 2006 sollen mehrere Varianten vorgelegt werden, verlautete an der Medienorientierung der Mystery Park AG. Alle seien mit der Ungewissheit belastet, ob sich genügend neues Geld beschaffen lasse. Im Vordergrund stehe für die Verantwortlichen eine Variante, bei der die bestehenden Aktien von nominal zehn Franken auf zehn Rappen herabgesetzt würden. Es würden dann im gleichen Umfang maximal 2,7 Millionen neue Inhaberaktien zu zehn Franken ausgegeben, um so zu 27 Millionen Franken Neugeld zu kommen. Die Altaktionäre würden, wenn sie keine neuen Aktien zeichnen, einen Stimmrechtsanteil von 47 Prozent behalten.
Mysterypark Interlaken: Angestrebte Besucherzahl von jährlich einer halben Million von Anfang an verfehlt.
Rückschlag durch das Unwetter vom August
Mysterypark-Geschäftsführer Fritz Zemp würdigte laut der auch durch die Schweizerische Depeschenagentur verbreiteten Medieninformationen trotz der momentan schlechten Lage die Pionierarbeit, die der abgetretene Verwaltungsratspräsident Oskar Schärz – siehe auch Sinkende Besucherzahlen: Mysterypark-Präsident Oskar Schärz demissioniert vom Dienstag 20. Dezember 2005 – geleistet habe. Eine Basis für einen Neuanfang sei da. Immerhin seien bereits 880 000 Besucher gezählt worden. Der herbe Rückschlag durch das Unwetter vom August sei «im Steigflug» passiert. Die kritische Situation trat ein, weil der Besucherrückgang auf 201 000 Eintritte per Ende November 2005 (rund 100 000 wenigr als ein Jahr zuvor) drastisch ausfiel. Allein in der Woche nach dem Hochwasser im August habe der Einnahmenrückgang rund 1,2 Millionen Franken betragen, wie die Verantwortlichen am Freitag darlegten. Die ursprünglich erhoffte Besucherzahl von einer halben Million pro Jahr für den im Mai 2003 eröffneten Rätselpark sei von Anfang an verfehlt worden. Nun werde versucht, mit vorerst etwa halb so vielen Besuchern ein befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Die Verantwortlichen um Rätselautor Erich von Däniken machen sich keine Illusionen: Durch die Herabsetzung des Eigenkapitals von 24,0 auf 18,8 Millionen Franken und die Erhöhung des Fremdkapitals werde die Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit des Unternehmens beeinträchtigt. Durch die Anpassung im Businessplan von 500 000 auf 250 000 Eintritte werde sich der Park erst in ein paar Jahren rechnen, wenn er entsprechend abgeschrieben sei. Die Devise müsse heissen Fremdkapital und Abschreibungen senken respektive durch Eigenkapital substituieren und Sachanlagen durch einmalige Abschreibungen mindern.
Attraktiver werden
Um eine Chance zu haben, müsse der Park mehr Leute anlocken, verlautete im weiteren. Dazu brauche es mindestens eine grosse Attraktion pro Jahr. Die Verantwortlichen wollten die Themenpavillons in Themenwelten überführen, mehr Emotionalität und Interaktivität bieten und eine Marketingoffensive starten. Dies soll im kommenden Jahr 250 000 Besucher bringen, bis 2008 dann wieder 300 000. Im Moment werde daran gedacht, den Themenpavillon Orient gezielt auszubauen und die Persönlichkeit des Astrologen und Arztes Nostradamus auf gekonnte Weise zu präsentieren.
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