| ZSO Thun-Sigriswil wird ZSO Thunplus
Vor einigen Jahren haben sich die Zivilschutzorganisationen Thun und Sigriswil zur ZSO Thun-Sigriswil zusammengeschlossen. Im Rahmen der Regionalisierungen im Zivilschutzwesen ist in Zukunft die Zusammenarbeit mit weiteren Zivilschutzorganisationen möglich. Aus diesem Grund wurde ein neuer Name gesucht und mit ZSO Thunplus auch gefunden. Er gilt ab sofort.
sth/bns. Das Hochwasser vom vergangenen August war das dominierende Thema am Jahresschlussrapport 2005 der Zivilschutzorganisation (ZSO) Thun-Sigriswil, neu ZSO Thunplus. Rund 270 Zivilschützer folgten der Einladung von Susanna Ernst, der neuen ZSO-Kommandantin, in den Bärensaal im Dürrenast.
Die ZSO Thun-Sigriswil erlebte 2005 eines ihrer ereignisreichsten Jahre – ein intensiver Start für Susanna Ernst, die am 1. April das Kommando übernahm. Der grösste Einsatz wurde zweifellos während des Hochwassers vom vergangenen August geleistet. «1999 sprach alles vom Jahrhunderthochwasser, doch leider ging damals das 20. Jahrhundert gerade zu Ende, und das neue Jahrhundert brachte – kaum begonnen – schon wieder eine Rekordflut», meinte Ernst anlässlich des Jahres-Schlussrapports 2005 vor 270 Zivilschutzangehörigen im «Bärensaal» in Thun-Dürrenast. Diesmal stieg der Pegel noch schneller und noch höher an als vor sechs Jahren.
Susanna Ernst dankte allen für ihre Arbeit, die sie für die Bevölkerung in Thun, Sigriswil und Oey-Diemtigen geleistet hatten. Als «Glück im Unglück» bezeichnete Ernst die beim letzten Hochwasser 1999 gesammelten Erfahrungen. Seit damals steht beispielsweise jährlich im März ein Wiederholungskurs zum Thema «Wasserwehr» im Dienstkalender.
Ausserdem bestehen Konzepte für die Evakuation von Heimen. «Zweifellos gibt es neue Lehren, die wir aus dem diesjährigen Einsatz ziehen müssen. Auch müssen unsere Dienstleistungen klarer definiert werden. Die Anpassung der alten und die Aufnahme von neuen Aufgaben während einem Ereignis wird eines der ersten Ziele sein, führte Ernst aus.
Vielfältige Einsätze
Doch nicht nur das Hochwasser beschäftigte den Zivilschutz 2005. In verschiedenen Diensten wurden Wissen und Können vertieft, sei es auf der Strasse, am Wasser oder im Altersheim. Kunstgegenstände wurden fachgerecht gezügelt, 1500 Liter Suppe für den Suppentag gekocht und– wie jedes Jahr– Künstler der Schweizer Künstlerbörse in ihren Unterkünften beherbergt. Zwei grosse Einsätze waren die CISM-WM, die Weltmeisterschaft der Militärschützen, wo ungefähr 45 Zivilschutzangehörige in verschiedenen Bereichen im Einsatz standen, sowie die Kadettentage, an denen 850 Kadettinen und Kadetten beherbergt, verpflegt und betreut wurden.
Ferienlager für Senioren auch 2006
Im kommenden Jahr wird wiederum ein Ferienlager für Senioren durchgeführt. Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft werden im Rahmen der Vorjahre stattfinden. In den logistischen und organisatorischen Bereichen stehen die Liquidation von überschüssigem Material, die Organisation eines Zeughausbetriebs und das Einrichten eines alternativen Kommandostandortes auf dem Programm. Die Unwetter vom August werden den Zivilschutz weiterhin beschäftigen: der Wasserlauf und die Wege in der Cholerenschlucht wurden einmal mehr stark beschädigt und müssen nun von umgestürzten Bäumen befreit und repariert werden
Entlassungen und Beförderungen
Folgende Zivilschützer konnten unter Verdankung ihrer geleisteten Dienste entlassen werden: Christoph Bruni, Philippe Schreier, Martin Rindlisbacher, Andy Giger, Fritz Dünneisen, Hanspeter Turtschi, Hansueli Schmid, Martin Christen, Beat Kummer, Martin Gruber, Gerhard Tschannen, Werner Hofer. – Folgende Zivilschützer werden per 1. Januar .2006 befördert oder in neue Kaderfunktionen umgeteilt: David Hug, Zivilschutz-Kommandant Stv a.i. Micha Jakob, Zivilschutz-Kommandant Stv a.i., Didier Bieri, Chef Schutz und Betreuung a.i., Stefan Hänni, Chef Führungsunterstützung, Roger Müller, Chef Führungsunterstützung Stv, Matthias Lenke, Chef Kulturgüterschutz, Hans-Ulrich Burri, Chef Kulturgüterschutz Stv, Martin Hadorn, Chef Presse und Information Stv, Diego Rossi, Chef Telematik, Martin Wenger, Einsatzleiter Zivilschutz, Stefan Zumstein, Chef Unterstützung, Sandro Feller, Chef Unterstützung Stv.
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