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Anti-G8-«Basiscamp» in Thun: Weder Bewilligung noch Duldung
Weil eine unbekannte Gruppierung von G8-Gegnern kein Bewilligungsgesuch stellen und ihre Identität nicht offenlegen will, kann die Stadt Thun ein Ende Woche anscheinend im Schadaupark geplantes zweitägiges «basisdemokratisch» organisiertes Camp weder bewilligen noch dulden.
sth/bns. Mündlich und per Mail habe die Direktion Sicherheit der Stadt Thun durch eine Kontaktperson gestern Dienstagnachmittag erfahren, wo genau die unbekannte Anti-G8-Gruppierung, die ihre Absichten bereits vor einigen Tagen angekündigt habe, ihr «basisdemorkatisch» organisiertes Camp durchführen wolle – am Freitag und Samstag dieser Woche im Thuner Schadaupark. Da die zum Camp aufrufende Gruppierung kein Gesuch stellen und ihre Identität nicht offenlegen wolle, kann das Camp laut einer Medienmitteilung weder bewilligt noch geduldet werden: «Zudem würden die Camp-Aktivitäten mit Konzert und Filmvorführung sowohl Anwohner wie Parkbesucher stören.» Geplant seien ein Live-Konzert, Hip-Hop mit einem DJ und eine Filmvorführung: «Eine Bewilligung für diesen Anlass will die Gruppe jedoch nicht beantragen, da dies die Spontaneität der Aktionen einschränke und die Gebühren ‹nicht tragbar› seien.»
Der Vorsteher der Direktion Sicherheit, Heinz Leuenberger sei jedoch nicht bereit das «Basislager» zu tolerieren, verlautet im einzelnen, und zwar aus folgenden Gründen:
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Es liegt kein Gesuch vor. Aus Gründen der Rechtsgleichheit kann daher ein solcher Anlass nicht geduldet werden. Für Veranstaltungen dieser Art werden normalerweise mehrere Wochen im voraus Gesuche gestellt und dann alle Einzelheiten geregelt. Dafür wäre es heute, selbst wenn noch ein Gesuch eingereicht würde, zu spät. |
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Die Stadt Thun verhandelt nicht mit Partnern, die ihre Identität nicht bekannt geben. |
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Ein Anlass ohne Auflagen führt zu Lärm und andern Störungen, die weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen werden können. |
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Der Schadaupark gehört der Öffentlichkeit. Der Anlass würde auch zahlreiche andere Besucher des Parks stören. |
Die Polizei hat daher laut Medienmitteilung den Auftrag erhalten, die Durchführung des unbewilligten Anlasses zu verhindern: «Sicherheitsvorsteher Heinz Leuenberger und der Gemeinderat hoffen jedoch, dass die Gruppierung einsichtig ist und auf die Durchführung des ‹Basiscamps› verzichtet.»
| Berner Oberland News |
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