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Boltigen: Besucher einer «Goa-Party» kontrolliert
Bei einer Verkehrskontrolle auf der Zufahrtsstrasse zur Ramserenalp in der Simmentaler Gemeinde Boltigen, wo am Wochenende eine bewilligte «Goa-Party» stattfand, hat die Kantonspolizei in der Nacht auf Sonntag insgesamt 39 Personen kontrolliert.
pkb/S. Die Verkehrskontrolle wurde laut einer Medienmitteilung unter Mitwirkung des sicherheitspolizeilichen Einsatzelements und eines Hundeführers zwischen Samstag, 16. Juli 2005, 19.30 Uhr und Sonntag, 17. Juli 2005 um ein Uhr früh durchgeführt. Dabei seien insgesamt 39 Personen kontrolliert worden: «Drei Personen wurden wegen Fahrens unter Drogen angezeigt; ihnen wurde der Führerausweis zuhanden der Administrativbehörde abgenommen.» Acht Personen erhalten nach Angaben der Kantonspolizei eine Strafanzeige wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, zwei weitere wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz, eine Person wegen unerlaubten Waffenbesitzes: «Kleinere Mengen von Drogen wurden sichergestellt.»
Was ist «Goa» und woher kommt der Begriff? «Kennzeichnend für die Goa-Szene ... ist das Zusammengehörigkeitsgefühl der Szene, das einhergeht mit dem Feiern von Festen sowie dem Konsum von Drogen», hält die deutsche Polizeikommissarin Monika Schmitt aus Mainz in einem im Internet verbreiteten Erklärungsversuch für den Begriff «Goa-Party» fest. Die heutige Goa-Szene lehne sich weitestgehend an die Philosophie der Hippie-Bewegung an. Lediglich die Musikrichtung habe sich geändert: «Auf heutigen Goa-Parties ist Trance-Musik vorherrschend; eine Variante des sich in den neunziger Jahren entwickelten Technos.» Ein von den Partygängern angestrebtes Ziel sei die Belebung ihrer Sinne: «Dies soll sowohl mit Hilfe von Musik unterstützt durch optische Reize wie fluoreszierende Kleidung und ultraviolette Lichtspiele als auch mit Hilfe des Konsums von Betäubungsmitteln geschehen.» Als bevorzugte Betäubungsmittel spielten hier insbesondere halluzinogene Drogen wie LSD, Psilocybin-Pilze und Cannabisprodukte eine Rolle, aber auch Ecstasy und Amphetamine würden von einigen Szenemitgliedern konsumiert. Das Fazit der im Juni 2004 publizierten Hintergrundinformationen: «Goa-Parties sind eine neue Erscheinungsform der Rauschgiftkriminalität, die zunehmend professionellen Veranstaltern eine Plattform für Drogenhandel-, -erwerb und -konsum bieten.»
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