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Schlossspiele Thun: «Herz und Leber, Hund und Schwein»
Beim diesjährige Freilichttheater der Schlossspiele Thun sind auf dem Schlossberg unter der Regie Kaspar Sigrist in der Zeit vom vom 16. August bis 9. September 2005 insgesamt 16 Aufführungen von «Herz und Leber, Hund und Schwein» – eine Commedia von Hansjörg Schneider – vorgesehen.
Das Plakat von «Herz und Leber, Hund und Schwein». (Bildmaterial zvg)
«Nach der letztjährigen Inszenierung kommt heuer also quasi mehr physische als psychische Theaterkost auf den Thuner Schlossberg», heisst es in einer Medienmitteilung der Schlossspiele Thun: «Und zudem wird die Vorstellungsreihe an der Premiere vom 16. August 2005 vom berühmten Herzchirurgen Prof. Thierry Carrel eröffnet.»
Kaspar Sigrist lebt nach Angaben der Schlosspiele Thun in Ittigen bei Bern und arbeitet als Regisseur, Schauspieler, Theaterpädagoge und Lehrer: «Unter dem Titel ‹Herz und Leber, Hund und Schwein› verbirgt sich eine witzige, humor- und temperamentvolle Geschichte, in welcher Armut, möglicher Reichtum und die damit verbundenen Fragen rund um die Moral eine zentrale Rolle spielen.» Der Autor, Hansjörg Schneider zähle zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern der Schweiz: «Er schrieb Theaterstücke – unter anderem ‹Sennetuntschi› – und Romane wie die Hunkeler-Krimis.» – Zum Stück: Ein junges bettelarmes Pärchen verlässt seine dörfliche Heimat, um im wohlhabenden Nachbarland Arbeit zu finden. Dort stossen die beiden in einem Gasthaus auf drei reiche aber kranke Bürger, die dringend junge, gesunde Organe brauchen. Ein Vertrag wird aufgesetzt: Die reichen Männer füttern das Pärchen eine Weile durch, dann haben sie Anrecht auf Herz und Leber ... «Herz und Leber, Hund und Schwein» ist ein Verwirr- und Verwechslungsspiel im klassischen Sinn der Commedia dell’Arte.
Hansjörg Schneider greift in seiner Komödie brisante Themen der Gegenwart auf. Darunter den skrupellosen Handel mit menschlichen Organen ebenso wie den unverstellten Hass der Bürger auf alles Fremde und Unbekannte. Diese Themen sind das Wirklichkeitsgerüst, in dem sich die elementaren Kräfte seiner Komödie: Hunger, Sexualität und Geldgier entfalten, und die Handlung vorantreiben. Das Regiekonzept von Kaspar Sigrist sieht die Inszenierung temperamentvoll und witzig vor, aber nicht als Blödelei. «Herz und Leber, Hund und Schwein» wird in Anlehnung an den Stil des Comedia dell’Arte inszeniert. Das literaturgeschichtlich alte Motiv vom Verkauf des Schattens oder Seele – der immateriellen Werte also – erhält in diesem Stück eine ebenso witzige wie groteske Variante. Zum Verkauf stehen Herz und Leber. Die Figuren, der Tradition der Commedia dell’Arte folgend, sind mehr Typen als differenzierte Einzelcharaktere, ihren Stoff haben sie der Wirklichkeit, dem alltäglichen Leben entliehen.
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16. August bis 9. September 2005
Spieldauer: 20:00 Uhr bis zirka 22 Uhr. Sonntag 17 Uhr bis zirka 19 Uhr (jeweils inklusive 20 Minuten Pause). |
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