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Montag, 4. Juli 2005
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Lauterbrunnen: Kastanienbäume von Vandalen zerstört

In einer fraglichen Aktion haben Vandalen in der Nacht von Freitag, 24. auf Samstag, 25. Juni 2005 zwei frischgepflanzte Jungbäume auf dem Parkplatz Adler ausgerissen und zerstört. Der Schaden beträgt 3600 Franken.

Im Rahmen der Sanierung der Kantonsstrasse vom Tripfi bis Gryfenbach wurde durch die Gemeinde ein öffentlicher Parkplatz, südlich des Gemeindehauses Adler, geplant. Die Gemeindeversammlung hat für dieses Projekt 140'000 Franken bewilligt.
Gemeinderat Arthur von Allmen (Gemeinderatssitzung vom 27. Juni 2005)
Das ehemalige Hotel Adler wird heute als erhaltenswerter Bau eingestuft, was im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens dazu führte, dass die kantonale Denkmalpflege im Rahmen ihres Amtsberichtes verschiedene Auflagen an die Erteilung der Baubewilligung knüpfte. Einerseits mussten auf der Lütschinenseite anstelle einer günstigen Steinmauer Stützen im gleichen Raster wie die Pilasterfelder im Sockelgeschoss gebaut werden und andererseits sei ein dichter Baumbestand auf der Parkierfläche vorzusehen. Mit den vier Kastanienbäumen wurde nun das absolute Minimum eines Baumbestandes realisiert. Es sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Bepflanzen mit Bäumen eine Auflage der Baubewilligung und somit zwingend einzuhalten ist. Im Rahmen der Abschlussarbeiten Staatsstrassensanierung wurden nun sowohl Bäume auf der Strecke Narrengässli–Haus Adler, wie auch auf dem Parkplatz eingepflanzt. Offensichtlich haben diese Bäume auf dem Parkplatz nicht allen Leuten in den Kram gepasst und in einer sehr fraglichen Aktion wurden nun zwei Bäume in der Nacht auf den 25. Juni 2005 durch Vandalen ausgerissen und in den Gryfenbach geworfen. Dabei sind die Bäume zerstört worden. Diese unsinnige Aktion hat einen Schaden von 3600 Franken verursacht. Der Gemeinderat hat nun Anzeige gegen Unbekannt erhoben und bittet hiermit die Bevölkerung, allfällige Beobachtungen, die mit dem Vandalismus zu tun haben könnten, der Kantonspolizei zu melden. – Selbstverständlich müssen die Bäume ersetzt werden, womit diese unsinnige und höchst fragliche Tat für den oder die Täter zu keinem Erfolg geführt hat. Abgesehen von den zusätzlichen Kosten, die den Gemeindefinanzen belastet werden. Es ist zu hoffen, dass derartige Aktionen keine Nachahmer finden.

Vorläufig keine weitere Finanzhilfe für die WMLT AG

Seit der Schaffung der WMLT AG im Jahre 1999 hat die Gemeinde der Marketingorganisation insgesamt 135'000 Franken an Sanierungsbeiträgen gesprochen. Die Wengen-Mürren-Lauterbrunnental Tourismus AG (WMLT AG) hat nun erneut den Gemeinderat um eine Zwischenfinanzierung (Beitrag und Darlehen) ersucht. Erstaunlicherweise ist dieses Gesuch wiederum nur an die Gemeinde gerichtet, obwohl nebst der Gemeinde, als Aktionär der AG, noch sechs weitere Aktionäre um einen Beitrag angegangen werden könnten. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, vorerst keine finanziellen Beiträge mehr an die WMLT AG zu leisten. Der Gemeinderat ist einstimmig der Ansicht, dass der Verwaltungsrat der WMLT AG vorerst über strukturelle Änderungen innerhalb der Organisation und über klare Ziele für die Zukunft Bericht zu erstatten hat. Die heutige Struktur ist nach Ansicht des Gemeinderates unglücklich und für die Erfüllung der gemäss TFA-Reglement definierten Aufgaben ungeeignet.

Neues Transportfahrzeug für den Bezirk Lauterbrunnen

Die Gemeindeversammlung hat für die Ersatzbeschaffung einen Kredit von 140'000 Franken bewilligt. Die Submission für das Ersatzfahrzeug wurde gemäss Weisungen des öffentlichen Beschaffungswesens durchgeführt. Insgesamt neun Firmen haben sich an der Submission beteiligt und ihre Produkte angeboten. In einem aufwendigen Verfahren konnte das wirtschaftlichste Angebot auserkoren werden und der Gemeinderat hat nun bei der Allround-Garage Künzi in Adelboden ein Transportfahrzeug vom Typ Bucher BO-200 bestellt.

Neue Fussgängerstreifen

Auf der soeben neu erstellten Kantonsstrasse zwischen Tripfi und Gryfenbach plant das Tiefbauamt vom Kanton Bern die Anbringung folgender Fussgängerstreifen: Beim Mürrenbahnhof, beim Ausgang Narrengässli und beim Verwaltungsgebäude Adler. Der Gemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, dass am Ende des neuen Trottoirs südlich der Molkerei Fritz von Allmen ebenfalls ein Fussgängerstreifen angebracht werden sollte. Begründet wird der Antrag damit, dass ohne Fussgängerstreifen die Passanten am Ende des Trottoirs die Strasse unkontrolliert überqueren.

Schadenfall Flachdach Schulhaus Hohsteg

Im Anschluss an die Einigungsverhandlung wurde die Schadenhöhe und der Kostenteiler überarbeitet. Die anrechenbare Schadenhöhe wurde nun auf 570'000 Franken (ohne Mehrwertsteuer) festgelegt. Der Kostenteiler sieht vor, dass die Gemeinde 70 Prozent und die beteiligten Unternehmungen 30 Prozent des Schadens übernehmen. Der Gemeinderat war anfänglich der Ansicht, dass die Gemeinde einen kleineren Anteil der Schadenssumme übernehmen müsse. Nach Absprache mit einem Juristen und auf Grund von neuen Erkenntnissen musste der Gemeinderat zur Kenntnis nehmen, dass die ursprünglichen Schadensursachen derart weit zurückliegen (zum Teil bis 30 Jahre) dass die Chancen, auf dem Streitweg eine Besserstellung zu erlangen gering ist. Somit wurde nun beschlossen, dem Angebot von einer Entschädigung in der Höhe von 171'000 Franken zuzustimmen. – Ebenfalls wurde ein Kredit von 25'000 Franken für die minimale statische Sanierung des Flachdachtraktes bewilligt. Diese Sanierungsarbeiten werden während den Sommerferien ausgeführt. In den Herbstferien werden dann die noch nötigen Malerarbeiten im Innern des Spezialtraktes ausgeführt. Diese Kosten werden grösstenteils durch Versicherungsbeiträge gedeckt. Über die Art der Gesamtsanierung des Flachdaches und über die allfällige Erstellung eines externen Sportplatzes wird die Bevölkerung noch im Laufe dieses Sommers informiert.

Transformatorstation «Gruebi» Mürren

Im Rahmen der Erarbeitung der Überbauungszone Nr. 40 hat das Elektrizitätswerk Lauterbrunnen als Eigentümer der alten Transformatorenstation der Gemeinde die Parzelle zur Schenkung angetragen. Die Gemeinde hat lediglich für die Kosten für den Abbruch zu übernehmen. Ein entsprechender Kredit wurde bewilligt.

Im weiteren hat der Gemeinderat beschlossen ...
... den Amtsbericht für Bauvorhaben im Bereich der Überbauungsordnung Nr. 34 A betreffend die Beschneiung «Wengen–Kleine Scheidegg», zu genehmigen;
... Eine Vereinbarung zwischen Pro Natura und der Gemeinde Lauterbrunnen welche unter anderem die Handhabung des bestehenden Fahrverbots im hinteren Lauterbrunnental beinhaltet abzulehnen.
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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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