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Der Mysterpark auf dem Areal des stillgelegten Militärflugplatzes Interlaken. (Archivbilder Dora Schmid-Zürcher) |
Mysterypark reagiert auf Besucherrückgang
Der sich bereits im Winterhalbjahr 2004 abzeichnende Besucherrückgang im Mysterypark Interlaken konnte auch im ersten Halbjahr 2005 nicht gestoppt werden: Gegenüber der Vorjahresperiode resultieren per Ende Juni 2005 Mindereinnahmen von rund 20 Prozent. Der Mysterypark reagiert mit einem Massnahmenpaket auf den Besucherrückgang – unter anderem mit einem Abbbau von zehn Prozent der 97 Stellen und im Winter sollen die Öffnungzeiten eingeschränkt werden.
Besucherrückgang noch nicht gestoppt. Links Fritz Zemp, der neue Geschäftsführer der Mysterypark AG, rechts Erich von Däniken.
pd/pvr. Nach hundert Tagen – siehe auch Mysterypark: Neuer Geschäftsführer und neu ein Marketingchef vom Dienstag, 18. Januar 2005 – zog der Chief Executive Officer (CEO) des Mysteryparks, Fritz Zemp an einer Medienorientierung in Interlaken Bilanz. Mit einem umfassenden Massnahmenpaket will die Parkleitung die Basis für einen Turnaround schaffen. Auf die tieferen Einnahmen reagiere die Mystery Park AG mit einem Kostenreduktionsprogramm. Die Betriebsabläufe seien weiter optimiert worden und durch eine Flexibilisierung des Angebotes sollen weitere Kosten eingespart werden: «In den besucherschwachen Monaten November bis März wird der Park auf einen reduzierten Winterbetrieb umstellen.» Montag und Dienstag bleibe der Park für Individualbesucher geschlossen. Mit der Anpassung des Angebots an die tiefere Winternachfrage sei auch eine stärkere Saisonalisierung der Arbeitsplätze unvermeidbar: «Die Geschäftsleitung wird vereinzelt Stellen reduzieren oder Änderungskündigungen vornehmen.» In Medienberichten vom Freitag ist von zehn Prozent der 97 Stellen die Rede. Die Pionierphase des Mysteryparks sei abgeschlossen, erklärte Zemp an der Medienorientierung: «Mit diesem Massnahmenpaket legen wir nun die Basis, die Mystery Park AG als solide KMU-Unternehmung zu positionieren und diese mit konzentrierten Kräften in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.»
«Unmittelbarer Handlungsbedarf»
Die nachfragestarke Sommersaison im Mysterypark habe eben erst begonnen, verlautete im weiteren. Zwar seien die Ergebnisse der Besucherumfragen nach wie vor positiv und sowohl der Park als auch die Freundlichkeit der Mitarbeiter erhielten sehr gute Noten. «Diese Tatsache kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Wende bezüglich Besuchernachfrage noch nicht geschafft wurde – mit rund 20 Prozent geringeren Besuchereinnahmen gegenüber der Vergleichsperiode 2004 besteht unmittelbarer Handlungsbedarf.»
Marketingoffensive wird fortgesetzt
«Agieren statt reagieren», laute die Devise für das Marketing-Team, wurde im weiteren ausgeführt: «Verschiedene zielgruppenspezifische Massnahmen und Angebote für Individualbesucher, Firmen, Schulen, Busveranstalter und Touristen in der Region wurden lanciert.» Erste positive Ergebnisse haben sich laut Zemp eingestellt. Allerdings sei es noch zu früh, um ernten zu können, was in den vergangenen Wochen gesät worden sei. Deshalb werde die Marketingoffensive fortgesetzt. Derzeit präsentiere der Mysterypark in einer gross angelegten Plakatkampagne sein neues Erscheinungsbild: «Der Mysterypark ist witzig, frech und emotional», erläuterte Zemp den neuen Auftritt: «Die grossen Rätsel des Mysteryparks stellen nicht nur die Berner Alpen sondern auch festgefahrene Weltbilder auf den Kopf.»
Familienangebot
Während des ganzen Monats August 2005 offeriere der wichtigste Vertriebspartner des Mysteryparks, der Bahnreiseanbieter «Rail Away», ein attraktives Familienangebot. Ob Eltern, Grosseltern oder Gotte und Götti – beim Kauf eines Erwachseneneintritts erhalte ein begleitetes Kind bis 16 Jahre einen Gratiseintritt in den Mysterypark. Das Angebot sei an jedem Bahnhof der Schweiz erhältlich . Zudem beteilige sich der Mysterypark ab September als Hauptpartner einer Sonderausstellung zum Thema «Mysterien unserer Welt» in 18 deutschen Einkaufszentren der ECE-Gruppe.
Mehr Emotionalität und Interaktivität
Obschon der Park in den regelmässig durchgeführten Besucherumfragen nach wie vor auf ein positives Echo stosse, zeigte sich Zemp an der Medienorientierung davon überzeugt, dass der Park sich ständig weiterentwickeln müsse: «Mit der aktuellen Sonderausstellung Kornkreise sind wir auf dem richtigen Weg; sie spricht nicht nur den Kopf, sondern auch den Bauch an und vermittelt Emotionen und Interaktivität.» Am 1. August 2005 lanciere der Park eine weitere Attraktion, die den Besuchern eine aktive Auseinandersetzung mit dem Mysterium Gold ermögliche: «In der grössten Indoor-Goldwaschanlage der Schweiz, genannt ‹Mystery Gold›, kann echtes Gold gefunden werden.» Ausserdem bereite der Park eine neue Mainshow vor und die Programmgestaltung für das Jahr 2006 sei in der Endphase.
| Berner Oberland News |
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