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Freitag, 15. Juli 2005
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Interlaken / Matten: Enorme Wassermengen in kurzer Zeit

Die Niederschläge vom 24. Juni 2005 haben nach Angaben des Bauinspektorats Interlaken total 43,7 Millimeter betragen, davon 32,7 Millimeter innerhalb von zwanzig Minuten und 17,4 Millimeter in zehn Minuten. Eine solch enorme Zwanzigminutenmenge ist laut einer Medienmitteilung im Durchschnitt nur einmal in 60 Jahren zu erwarten.

Bei den Bauverwaltungen Interlaken und Matten gingen nach den zum Teil heftigen Niederschlägen vom 28. Mai und 24. Juni dieses Jahres verschiedene Schadenmeldungen wegen Rückstaus aus der Kanalisation ein. Die Feuerwehr Bödeli hatte einige Einsätze und pumpte mehrere Keller aus.
Bauinspektor Jürg Etter, Interlaken
Die sofort eingeleiteten Abklärungen ergaben, dass die Niederschlagsmengen vom 28. Mai gemäss Meteo Schweiz 33,5 Millimeter betrugen, die grösste Zehnminutenmenge 13,9 Millimeter. Dies entspricht einem Ereignis, das alle fünf bis zehn Jahre einmal zu erwarten ist. Die Niederschläge vom 24. Juni betrugen total 43,7 Millimeter, davon 32,7 Millimeter innerhalb von zwanzig Minuten und 17,4 Millimeter in zehn Minuten. Eine solch enorme Zwanzigminutensumme ist im Durchschnitt nur einmal in 60 Jahren zu erwarten. Die in Interlaken bisher maximale Zehnminutensumme betrug am 20. Mai 1990 12,5 Millimeter. Zehnminutenwerte werden in Interlaken erst seit dem Jahr 1980 erhoben. Die Schlussfolgerung von Meteo Schweiz lautet: bei beiden Ereignissen wurden kurzfristige Niederschlagsintensitäten erreicht, die in den Aufzeichnungen seit 1980 noch nie registriert worden sind. Beim Ereignis vom 24. Juni 2005 handelt es sich sogar um ein sehr seltenes Ereignis. Die Abklärungen ergaben weiter, dass die Umsetzung des generelles Kanalisationsprojekts von 1982 in der Gemeinde Interlaken neu beurteilt werden muss. Das wird nun zusammen mit spezialisierten Ingenieuren, der Gemeinde Matten und der ARA Region Interlaken getan. Die Arbeiten sind aufgenommen worden. Eine erste Sitzung hat bereits stattgefunden. Resultate sind auf das Ende des Sommers zu erwarten.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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