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Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren: Regierung will Standseilbahn durch Luftseilbahn ersetzen
Der Regierungsrat des Kantons Bern will die heutige Standseilbahn Lauterbrunnen–Grütschalp der
Bergbahn Lauterbrunnen – Mürren AG (BLM) durch eine Luftseilbahn an gleicher Stelle ersetzen. Er hat die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion beauftragt, ihm diese Lösung zum Beschluss zu unterbreiten. Der Regierungsrat entscheidet voraussichtlich im Herbst 2005.
In der Talstation der Standseilbahn Lauterbrunnen–Grütschalp. (Archivbild Peter Schmid)
aid/pvr. Für den Ersatz der bestehenden Standseilbahn Lauterbrunnen-Grütschalp hat der Regierungsrat laut einer Medienmitteilung verschiedene Varianten geprüft. Dabei sei er zum Schluss gekommen, dass der Bau einer Luftseilbahn an gleicher Stelle die beste Lösung sei: «Eine Luftseilbahn ist bautechnisch einfacher zu realisieren und günstiger im Unterhalt als eine neue Standseilbahn.» Der Regierungsrat habe die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion deshalb beauftragt, ihm diese Lösung zum Beschluss zu unterbreiten. Den entsprechenden Entscheid fälle die Kantonsregierung voraussichtlich im Herbst 2005.
Zusammen mit der Luftseilbahn Stechelberg–Mürren–Schilthorn sei die Standseilbahn Lauterbrunnen–Grütschalp mit der anschliessenden Schmalspurbahn Grütschalp– Mürren eine der beiden öffentlichen Verkehrsverbindungungen ins autofreie Bergdorf Mürren, verlautet im weiteren. Der Ersatz der heutigen Standseilbahn zwischen Lauterbrunnen und Grütschalp werde als nötig erachtet, weil sich die Bahn in einem Rutschhang befinde. Seit ihrem Bestehen habe sie sich im Mittelteil zweieinhalb Meter seitwärts und drei Meter talwärts verschoben. Im Jahr 1999 habe die Standseilbahn wegen einer aussergewöhnlich starken Rutschbewegung zeitweise den Betrieb einstellen müssen. Im vergangenen Winter – siehe auch Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren AG: Erneut Sanierungsarbeiten notwendig vom Dienstag, 12. April 2005 – seien erneut gravierende Schäden aufgetreten. Deshalb habe das Bundesamt für Verkehr die Betriebsbewilligung definitiv bis 31. Juli 2006 befristet. Mit der neuen Lösung werde das Rutschgebiet überspannt: «Zudem reagieren die Stützen und das Seil einer Luftseilbahn auf Bewegungen des Hangs toleranter als die Standseilbahn.»
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