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Samstag, 9. Juli 2005
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Erich von Däniken und François Loeb nach Ankunft der sieben Leichtelektromobile am Freitagnachmittag vor dem Haupteingang des Mysteryparks. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

«Twike Challenge 05»: Zwischenhalt im Mysterypark

Auf der ersten Tagesetappe der «Twike Challenge 05» – einer 2573 Kilometer langen Fahrt vom Baselbiet ans Schwarze Meer – haben am Freitagnachmittag sieben zweiplätzige Leichtelektromobile auf dem Areal des Mysteryparks in Interlaken einen Zwischenhalt eingelegt.

Das «Twike»: Umgerechnet nur ein halber Liter Benzin auf 100 Kilometer.

ds/S. An der Spitze wieder mit dabei ist nach Angaben der Twike AG mit Sitz in Gelterkinden (Baselland) der Leiter der «Challenge 98», der Berner alt Nationalrat François Loeb. Auf der Fahrt von Gelterkinden zur Donauquelle im Schwarzwald und entlang der Donau in 16 Tagen ans Schwarze Meer soll die Alltagstauglichkeit der technisch überarbeiteten (Fahrwerk und Karosserie überarbeitet und verstärkt) sowie mit neuen NiMH-Akkus ausgerüsteten Leichtelektromobile – doppelte Speicherkapazität und bis zu 130 Kilometer Reichweite – unter härtesten Bedingungen unter Beweis gestellt werden: «Hitze, holprige Strassen und schlechte Stromversorgung werden die Reise zum Abenteuer machen.» Unterwegs sollen der Donau Wasserproben entnommen und in einem mobilen Labor untersucht werden. Die Messresultate könnten im Internet auf www.Twiketours.ch mitverfolgt werden: «Damit unterstreicht das Challenge-Team seine Verbundenheit mit der Donau und ihren Anwohnern.»

Zwischenhalt im Mysterypark. Von links nach rechts: Stephan Meister aus Gelterkinden, Präsident des Twikeklubs Schweiz und Erbauer von dreieinhalb «Twikes», Claudio Pieri aus Köniz und Patrick Chaubert aus Unterseen, Studenten an der Hochschule für Technik und Informatik (HTI) Biel sowie Charles Chaubert aus Unterseen, der beim Bau mitgeholfen hat.

Während dem dritten Zwischenhalt auf der 236 Kilometer langen Startetappe von Gelterkinden via Interlaken und Brünigpass nach Kastanienbaum waren am Freitagnachmittag im Mysterypark auch zwei neue Vorserienmodellen mit verbesserter Durchzugskraft zu besichtigen, die als «Power Twike» frühestens im Jahr 2006 auf den Markt kommen sollen. Die Akkus der Gefährte wurden während des rund zweistündigen Aufenthaltes vor dem Haupteingang des Mysteryparks aus ganz gewöhnlichen Steckdosen wieder aufgeladen.

Was als Projekt innovativer Studenten im Jahr 1986 begonnen habe – das erste «Twike» war von Ralph Schnyder Schnyder in Gelterkinden (Baselland), heute wohnhaft in Diegten entwickelt worden – wird von seinen Herstellern heute noch als das energieeffizienteste Motorfahrzeug für den Alltagsgebrauch bezeichnet: «Die Kombination von Elektromotor und Pedalantrieb ist weltweit einzigartig.» Bei einem Verbrauch von umgerechnet einem halben Liter Benzin pro 100 Kilometer erreiche das Gefährt eine Spitzengeschwindigkeit von 85 Stundenkilometer. Das «Twike» stehe nach einigen Turbulenzen in den letzten Jahren wieder auf einer soliden Basis. Im Jahr 1996 hätten die ersten «Twikes» die Strassenzulassung bekommen und heute gebe es ungefähr 700 dieser Gefährte in der Schweiz und in Deutschland wo die «Twikes» bei der Fine Mobile gebaut würden. Die Fahrzeuge gälten als dreirädrige Motorräder und könnten sowohl mit dem Ausweis für Auto als auch für Motorräder gefahren werden. Der Kostenpunkt eines Twikes: ab 25'000 Franken.

Technische Informationen. Dreirädriges Leichtelektromobil-Kabriolet für zwei Personen plus Gepäck (250 Liter). Antrieb Elektromotor 5 kW, max Drehmoment 20 Nm . Energieverbrauch 4-8 kWh (entspricht zirka 0,5 Liter Benzin pro 100 km). Wird an jeder Haushaltsteckdose geladen (zirka 1 km/min). Leergewicht 220 kg. Höchstgeschwindigkeit 85 km/h, Beschleunigung 0 bis 60 in 10 Sekunden. Bedienung: Intuitive Joysticklenkung, Tempomat, Bordcomputer. Optionaler Pedalantrieb. Reichweite pro Ladung 130 km (abhängig von Akkus, Fahrweise und Topographie), Tagesreichweite bis 400 km. Service- und Händlernetz in Deutschland, in der Schweiz und in London (Grossbritannien). – Weitere Informationen unter www.twike.ch / www.twike.com

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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