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Freitag, 17. Juni 2005
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BLS: Erster Abschnitt auf fester Fahrbahn unter freiem Himmel

Schweizer Premiere heute Freitagnachmittag im Raum Wengi–Ey im Kandertal: Die BLS Lötschbergbahn hat ein Gleis der nach Osten verschobenen Lötschberg-Stammstrecke nördlich von Frutigen auf eine feste Fahrbahn verlegt, bei der eine Asphalttragschicht das traditionelle Schotterbett ersetzt. Erstmals in der Schweiz nicht in einem Tunnel, sondern auch unter freiem Himmel soll heute Freitag um 16.50 Uhr erstmals ein fahrplanmässiger Zug über das neuartige Streckengleis Richtung Süden fahren.

Was sich in längeren Tunneln auf neuen Strecken – unter anderem Heitersbergtunnel, Zimmerbergtunnel, Neubaustrecke Bern–Olten) bewährt habe, wird nun laut einer Medienmitteilung der BLS Lötschbergbahn AG erstmals in der Schweiz auch unter freiem Himmel erprobt: ein Streckengleis auf fester Fahrbahn: «Im Rahmen der Arbeiten für die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (Neat) hat die BLS bei Wengi–Ey, nördlich von Frutigen, ein Gleis der nach Osten verschobenen Lötschberg-Stammstrecke nach dieser Methode verlegt.»

Während der Trassenbau laut Medienmitteilung nach bewährter Methode verlief, sei für die 700 Meter lange feste Fahrbahn anstelle des Schotterbettes eine Asphalttragschicht gebaut worden. Diese bestehe aus zwei neun Zentimeter dicken Heissmischtragschichten und einer sechs Zentimeter dicken Deckschicht. Unmittelbar darauf seien die Betonschwellen verlegt worden: «An jeder dritten Schwelle wurde ein sogenannter Dübelstein befestigt, welcher nach dem Einrichten des Gleises eingegossen wurde, um die Übertragung der Kräfte auf die Asphalttragschicht sicherzustellen.»

Die BLS gehe bei der festen Fahrbahn von tieferen Unterhaltskosten und von günstigeren Lebenszykluskosten aus, verlautet dazu: «Während das Schottergleis eine dauernde Instandhaltung benötigt, sprechen Fachleute bei der festen Fahrbahn von einem Gleis zum ‹Bauen und Vergessen›.» Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen, versehe die BLS das parallele zweite Gleis mit einem konventionellen Schotterbett.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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