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| Die Führungsspitze der Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken. Von links nach rechts: Der abtretende FMI-Verwaltungsratspräsident Peter Bettler, sein Amtsnachfolger Grossrat Herbert Seiler, Urs Gehrig, Standortdirektor Frutigen und stellvertretender Vorsitzender der FMI-Geschäftsleitung, Vizedirektor Peter Wyss und Spitaldirektor Heinz Witschi, Vorsitzender der FMI-Geschäftsleitung. (Bild Dora Schmid-Zürcher)
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FMI-Spitäler: «Auf die kommende Kantonalisierung gut vorbereitet»
Herbert Seiler, der neue Präsident des Verwaltungsrates der Spitäler FMI AG (Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken) hat am Dienstag an einer Medienorientierung im Vorfeld der Generalversammlung in einem kurzen Ausblick darauf hingeweisen, nach der Annahme des neuen Spitalversorgungsgesetzes vom 5. Juni 2005 würden die bisherigen Gemeindeverbände auf Ende 2006 aufgelöst: «Die Spitäler FMI AG haben sich auf die kommende Kantonalisierung gut vorbereitet.» Alle Standorte – Frutigen, Meiringen und Interlaken – seien bereit.
| Spitäler FMI AG |
Jahr 2004 |
Jahr 2003 |
| Fälle stationär |
7'336 |
7'256 |
| Fälle teilstationär |
3'500 |
3'610 |
| Fälle ambulant |
24'171 |
23'480 |
| Total gewichtete Fälle |
23'878 |
23'907 |
| Pflegetage |
57'355 |
59'534 |
| Aufenthaltsdauer (Tage) |
7,8 |
8,2 |
| Mitarbeiter |
860 |
833 |
| Stellen |
596 |
604 |
| Aufwand (in Franken) |
92'298'858 |
88'556'111 |
| Ertrag (in Franken) |
58'058'761 |
54'564'757 |
| Betriebsbeiträge Kanton (in Franken) |
34'240'097 |
33'991'354 |
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Die Jahresrechnung 2004 wurde kurz von Vizedirektor Peter Wyss erläutert. Er nannte einige Kennwerte der Spitalgruppe FMI: Neben 7336 stationären (mindestens 24 Stunden im Spital) habe es 3500 teilstationäre (Benutzen des Operationssaales oder mindestens 6 bis 24 Stunden im Spital ) und 24'171 ambulante Patienten gegeben. Die Pflegetage hätten sich ein wenig auf 57'355 Tage zurückentwickelt und dies ergebe durchschnittlich eine Aufenthaltsdauer von 7,8 Tagen. In der ganzen Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken seien 860 Mitarbeiter tätig, die sich auf 596 Stellen aufteilten. Der Aufwand betrage 92'298'858 Franken und der Ertrag habe auf 58'058'761 Franken gesteigert werden können. Dem Kanton verbleibe einen Betriebsbeitrag von 34'240'097 Franken, das heisst 1,4 Millionen Millionen weniger als im Budget vom Kanton vorgegeben worden sei. Somit habe die Spitalgruppe FMI dem Kanton 1,4 Millionen Franken gespart.
Noch viele Fragen offen
«Nachdem das Bernervolk am 5. Juni 2005 mit deutlichem Mehr das neue Spitalversorgungsgesetz mit dem Volksvorschlag gutgeheissen hat, hoffen wir, dass mit den Sozialpartnern gute Lösungen gefunden werden», führte Seiler an der Medienorientierung im weiteren aus. Bei der Umsektzung des neuen Spitalversorgungsgesetzes seien noch viele Fragen offen: «Wir von der Spitäler FMI AG sind bereit, packen die Aufgaben an und kämpfen weiterhin für unsere Region mit einer guten Grundversorgung.»
Zwei erfolgreichen Betriebsjahre
Die Betriebsgesellschaft der Spitäler FMI AG (Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken), seit 1.Januar 2003 an der Arbeit, könne auf zwei erfolgreichen Betriebsjahre zurückblicken, führte der abtretende Verwaltungsratspräsident Peter Bettler am Dienstag gegenüber den Medien in Unterseen aus: «Es kann festgestellt werden dass die Zusammenarbeit und Integration auch im Jahr 2004 gut vorangekommen ist.»
Auch das Jahr 2005 ist laut Bettler gut angelaufen. Strategisch sei es im letzten Jahr der Spitalgruppe FMI AG darum gegangen, sich im Hinblick auf eine Annahme des Spitalversorgungsgesetzes und damit für die bevorstehende Überführung der Spitalgruppe in ein kantonalisiertes regionales Spitalzentrum – in ein sogenanntes Regionalspitalzentrum (RSZ) – vorzubereiten und zu positionieren. Die Vorbereitungsarbeiten seien dabei vor allem bei den Gemeindeverbänden der jeweiligen Spitäler angefallen.Die Botschaft des Kantons laute, die betriebsnotwendigen Einrichtungen und Anlagen zu Eigentum in das RSZ zu überführen. Im Bereich Grundeigentum könne darauf hingewiesen werden, dass das Spitalversorgungsgesetz die Möglichkeit geschaffen habe, die Spitäler dem Kanton im Baurecht zu überlassen und das Bodeneigentum bei den Gemeinde zu belassen. Alle drei FMI-Spitalverbände hätten von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und die entsprechenden Vorbereitungen getroffen. Der Kanton habe bereits vor dem Abstimmungstermin vom 5. Juni 2005 mit den Spitälern Umsetzungsgespräche geführt. Die Spitäler FMI AG habe im Hinblick auf die Haltung, die gegenüber dem Spitalversorgungsgesetz eingenommen werden soll, mit der Gesundheits- und
Fürsorgedirektion (GEF) korrespondiert. Es zeichne sich heute ab, dass die Dispositionen der drei FMI-Spitäler – vor allem der eigenen Definition der Betriebsnotwendigkeit – weitgehend akzeptiert werden dürfte.
Zur Annahme der Variante des Volksvorschlag führte Bettler aus, die Spitäler FMI seien dem neuen Gesetz einigermassen kritisch und skeptisch gegenübergestanden: «Wir wissen, dass man mit den Anliegen – politisch im Vorfeld und im Rahmen dieses Gesetzgebungsprozesses insbesondere mit der Nennung der RSZ im Gesetz und bei der stärkeren Verankerung der regionalen Elemente in der RSZ – nicht durchgedrungen ist: «Die umfassende Kompetenzkonzentration in der Ausgestaltung des bernische Spital und Gesundheitswesen beim Regierungsrat hat deshalb nicht unseren Gefallen gefunden.»
Erfolgreiche Intervention gegen eine Weisung
Urs Gehrig, Standortdirektor Frutigen und stellvertretender Vorsitzender der FMI-Geschäftsleitung führte aus, die Spitalgruppe habe einen weiteren Verschmelzungsprozess hinter sich und sei weiter zusammengerückt: «Wir sind stolz auf das neue Leitbild, das in anderthalbjähriger Arbeit entstanden ist.» Als Vorbereitung für innere oder äussere Bedrohung im Krisenfall sei mit einem Medientraining für das obere Kader ein Konzept für die Bewältigung besonderer Ereignisse erarbeitet worden. Neu gälten ab 1. Januar 2005 die Ärzte nicht mehr als Selbstständigerwerbende und das führe in allen drei Spitälern zu neuen Kaderarztverträgen. Neue Verträge müssten auch im Zusatzversicherungsbereich mit praktisch allen Versicherungsgesellschaften gemacht werden. Auch ein wenig stolz sei man auf eine erfolgreiche Intervention gegen die Weisung des Staatssekretariats für Wirtschaft zum Pikettdienst innerhalb von 30 Minuten. Das hätte für die FMI-Spitalgruppe Millionen von Franken ausgemacht. Als erstes Spital sei man erfolgreich dagegen angetreten, habe eine Lawine ausgelöst und zusammen mit Parlamentariern quer durch alle Parteien gekämpft. Von der Gesundheitsdirektion sei die Betriebsbewilligung zur Führung eines Rettungsdienstes über alle drei Standorte ab 1. Juli 2004 gekommen.
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