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Montag, 6. Juni 2005
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Gemeindeversammlung in Frutigen: Wieder Eigenkapital vorhanden

Die Gemeindeversammlung von Frutigen hat am Freitagabend neue Nachkredite im Umfang von 350'000 Franken genehmigt, von den gebundenen Nachkrediten (rund 2,5 Millionen Franken) Kenntnis genommen und einstimmig die Jahresrechnung 2004 mit einem Ertragsüberschuss von 244'189 Franken genehmigt. Aufgrund des guten Rechnungsabschlusses 2004 konnte der Bilanzfehlbetrag eliminiert und erstmals seit dem Jahr 1999 wieder Eigenkapital geschaffen werden.

gfr/bns. Eröffnet wurde die Frühjahrsgemeindeversammlung – das Protokoll kann als PDF-Datei heruntergeladen werden – durch eine neunköpfige Flötengruppe der Volkshochschule Frutigland. Für ihre gelungene Darbietung erntete sie von den 71 anwesenden Versammlungsbesuchern grossen Applaus.

Rechnung 2004 mit Ertragsüberschuss

Vizegemeinderatspräsident und Finanzchef Hans Schmid konnte laut Versamlungsbericht auf der Website der Gemeinde Frutigen wiederum mit einer erfreulichen Nachricht aufwarten: Die Gemeinderechnung 2004 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 244'189 Franken ab. Bei einem Ertrag von 26 Millionen Franken und einem Aufwand von 22,46 Millionen Franken resultiert gar ein Brutto-Ertragsüberschuss von 3,54 Millionen Franken.

Nach Vornahme der harmonisierten und übrigen Abschreibungen, eines budgetierten Abschreibungsanteils des Bilanzfehlbetrages von 446'400 Franken sowie einer nicht budgetierten Restabschreibung des Bilanzfehlbetrages von 510'890 Franken ist nun also die Gemeinde wieder mit einem Eigenkapital von 244'189 Franken ins neue Rechnungsjahr 2005 gestartet. Die konsequenten Sparbemühungen und die restriktive Nachkreditpolitik zeigten also Wirkung. Begründungen dieser Besserstellung: Steuerertrag um 702'000 Franken höher als budgetiert, erneut tieferer Personalaufwand (ausmachend 96'600 Franken), tiefere Passivzinsen (51'300 Franken), weniger harmonisierte Abschreibungen (95'300 Franken), tiefere Beiträge an Kanton und Gemeinden (183'800 Franken), Buchgewinne von 464'348 Franken durch weitere Liegenschafts- und Aktienverkäufe. Zudem trugen höhere Benützungsgebühren sowie Rückerstattungen dazu bei, dass die Entgelte um 834'100 Franken höher als budgetiert ausfielen. Letztlich fielen auch die sog. Regalien und Konzessionsgebühren um 60'700 Franken höher aus als budgetiert.

Die Nettoinvestitionen betrugen 981'354 Franken. Vorgesehen waren 992'400 Franken. Die Hauptobjekte waren die Erneuerung der EDV-Anlage für die Gemeindeverwaltung, ein erster Teil der Werkhof-Sanierung, die Anschaffung eines Feuerwehr-Fahrzeuges, Investitionen im Strassenwesen und im Abwasserbereich, Gewässerverbauungen sowie in der Raumplanung (Gefahrenkarte, Ortsplanung und Attraktivierung der Kernzone).

Die Versammlung genehmigte die neuen Nachkredite im Umfang von 350'000 Franken, nahm von den gebundenen Nachkrediten (rund 2,5 Millionen Franken) Kenntnis und genehmigte einstimmig die Jahresrechnung 2004 mit einem Ertragsüberschuss von 244'189 Franken. Der Gemeinderat, der Finanzchef sowie der «alte» und «neue» Finanzverwalter erhielten einen Applaus für ihre erfolgreiche Sparpolitik.

Weiterausbau der Riedstrasse gutgeheissen

Die anwesenden Stimmbürgern erteilten dem Gemeinderat grünes Licht zur vierten Ausbauetappe der Weganlage Ried (Teilstrecke Geissegge bis Lee) und bewilligten hiefür einen Bruttokredit von 735'000 Franken. Der Gemeindeanteil beläuft sich letztlich auf zirka 25 Prozent oder rund 183'750 Franken. Die Anstösser müssen mit einem Beitrag von 15 Prozent oder maximal 110'250 Franken rechnen.

Bürgerrecht

Beim Antrag um Erteilung des Gemeindebürgerrechts an die sechsköpfige Familie Guri wünschte ein Bürger eine geheime Abstimmung. Da ein Viertel der anwesenden Stimmbürger diesen Antrag unterstützte, wurde über diese Vorlage geheim abgestimmt. Das Resultat ergab 36 Ja- gegen 26 Nein-Stimmen (bei 9 Enthaltungen).

Verschiedenes

Im Traktandum «Verschiedenes» informierte Peter Teuscher, Projektleiter der der BLS Alpransit AG die Versammlungsbesucher über das Projekt «Tunnelausrüstung» sowie über die laufenden und kommenden Arbeiten im Raum Frutigen. An der Parallelstrasse und im Tellenfeld ist je ein Installationsplatz für die Bahntechnik vorgesehen. Es werden zwischen 50 bis 150 Arbeiter erwartet. Die Verpflegung ist über das einheimische Gewerbe vorgesehen (keine Kantine). Die Lärmbelastung werde zwar spürbar sein, jedoch in etwa dem «normalen Bahnbetrieb» entsprechen. Teuscher erhielt für seine Informationen und für die souveräne Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und der Behörde einen kräftigen Applaus.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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