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| Die Geschäftsleitung und der an der Generalversammlung wiedergewählte Verwaltungsrat der Gondelbahn Grindelwald–Männlichen AG (GGM). Von links nach rechts Daniel Zihlmann (Geschäftsleiter), Urs Kessler, Robert Lauber, Hans Bohren, Verwaltungsratspräsident Andreas Kaufmann, Vizepräsident Christian Schläppi, Rudolf Jossi, Peter Brunner, Heinz Kaufmann und Albert Boss (es fehlt Jürg Belz). (Bilder Dora Schmid-Zürcher) |
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GGM: Mit neuer Sesselbahn auf Erfolgskurs
Der Betriebsertrag der Gondelbahn Grindelwald–Männlichen AG (GGM) hat im Jahr 2004 mit 9'616'216 (2003: 9'494'418) Franken den Vorjahreswert um 1,3 Prozent übertroffen und ein neues Allzeithöchst erreicht. Unter anderem als Folge von erhöhten Abschreibungen resultiert ein etwas tieferer Jahresgewinn von 730'954 (1'010'790) Franken. An der Generalversammlung der GGM am Dienstag wurde eine Dividende von acht (neun) Prozent beschlossen und der Verwaltungsrat in globo für drei Jahre wiedergewählt.
Die Gondelbahn Grindelwald–Männlichen AG befördert in einer gesamten Fahrzeit von 30 Minuten auf zwei Sektionen – schräge Länge 3166 beziehungsweise 3073 Meter – mit 230 Vierergondeln stündlich bis zu 900 Personen. Die Talstation liegt auf 937, die Mittelstation auf 1624 und die Bergstation auf 2225 Meter über Normalnull.
ds/pvr. Sehr viel zum Erfolg beigetragen hat laut Geschäftsbericht zweifellos die neue Sesselbahn Läger, wo dank wesentlich gesteigerter Förderkapazität die Wartezeiten deutlich kürzer geworden seien. Diese erfreuliche Nachricht habe allerdings auch eine Kehrseite: «Die Investition in die neue Sesselbahn hatte einerseits Fremdkapitalzinsen und anderseits erhöhte Abschreibungen zur Folge, was zusammen mit dem schlechten Sommer und dem gestiegenen Betriebsaufwand zu einem etwas tieferen Jahresgewinn von 730'954 Franken führte.» Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen (EBITDA) beträgt 2'924'367 (2'997'937) Franken (–2,5 Prozent).
Die Zunahme beim Betriebsertrag ist laut Jahresbericht dem Wintergeschäft zu verdanken, das trotz mehrheitlich ungünstiger Witterung an den Wochenenden die alte Bestmarke um 341'611 Franken oder 5, 2 Prozent übertroffen und den Rückgang aus dem «Schlechtwettersommer/-herbst» (–195'312 Franken oder –8,4 Prozent) mehr als wettgemacht habe. Hauptverantwortlich für die als erfreulich bezeichnete Nachfragesteigerung im Wintergeschäft sei zweifelsfrei die Komfortsteigerung durch die neue Sesselbahn Läger: «Die Skifahrer und Snowboarder profitieren nun nicht mehr nur von hervorragend präparierten Pisten, sondern dank der hohen Förderkapazität der beiden Sesselbahnen Läger und Männlichen auch von wesentlich kürzeren Wartezeiten.»
Im Geschäftsbericht führt Verwaltungsratspräsident Andreas Kaufmann im weiteren aus, dank einem attraktiven Preis und einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik stelle die GGM-Aktie eine höchst interessante Kapitalanlage dar: «Auf dem Kurs von 175 Franken per Ende des Berichtsjahrs und der beantragten Dividende von 8 Prozent weist sie eine fast schon rekordverdächtige Rendite von 4,6 Prozent auf.» Die Zukunft der GGM beurteilte Kaufmann an der Generalversammlung als gut. Der Lägersessellift belaste die Rechnung zeitlich beschränkt. Die Frequenzen seien jedoch um 92,5 Prozent gesteigert worden. Im Zusammenhang mit der Gewinnverwendung zeigte er auch auf, dass in nächster Zukunft einiges bei der GGM anstehen werde so unter anderem der Ausbau der Beschneiungsanlage und die Erneuerung der Gondelbahn. Auch in einem Ausblick im Jahresbericht rechnet Kaufmann im kommenden Sommer und Herbst – «falls uns auch das Wetter einigermassen hold ist» – ebenfalls mit einem guten Geschäftsgang: «Im Winter 2004/05 profitierten einmal mehr unzählige Skifahrer, Snöber, Schlittler und Wanderer von der Attrakttivität unseres Gebiets.» Neben dem mehrheitlich günstigen Wetter habe wiederum die hohe Förderkapazität der neuen Sesselbahn Läger viel zum erfolgreichen Saisonverlauf beigetragen: «Ebenfalls positiv ausgewirkt haben sich die bei beiden Sesselbahnen vorhandene Komfortpolsterung und die Schutzhauben gegen Wind und Schneefall.»
Gedankt wurde an der Generalversammlung der Gondelbahn Grindelwald–Männlichen AG im Bergrestaurant – anwesend waren 578 Aktionäre, die 37'025 Stimmen oder 54,7 Prozent des Aktienkapitals vertraten – auch noch dem in Pension gehenden Toni Burgener, der 40 Jahre zuerst als Pistenpatrouilleur, später als Pistenchef und Rettungsschef gearbeitet hat. Auch Ruedi Kaufmann – 32 Jahre im Restaurant Männlichen – wurde vom Vorstand der GGM gedankt.
| Berner Oberland News |
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