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Montag, 6. Juni 2005
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«Medien-Roundtable» in Interlaken. Von links nach rechts: Robert Infanger, Mitglied der «Hotellerie-suisse»-Verbandsleitung, Verbandsdirektor Christoph Juen, Verbandspräsident Christian Rey sowie Casimir Platzer, Präsident und Beat Anneler, Geschäftsführer des Hoteliervereins Berner Oberland. (Bild Dora Schmid-Zürcher)

Tourismuswirtschaft: «Ausdehnung der Personenfreizügigkeit von grosser Bedeutung»

Die Führungsspitze des schweizerischen Hotelierverbandes «Hotellerie suisse» und Vertreter der Berner Oberländer Hotellerie haben sich am Montagnachmittag an einem «Medien-Roundtable» in Interlaken zu einer Reihe von aktuellen Themen geäussert. Neben anderen Schwerpunkten der Aussprache wurde die grosse Bedeutung der Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Staaten für die Schweizer Tourismuswirtschaft betont.

Am 1. Mai 2004 hat sich die Europäische Union um zehn neue Mitgliedstaaten erweitert. Nach dem Beitritt von Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Malta und Zypern umfasst die EU 25 Mitglieder. Diese grösste Erweiterung in der Geschichte der EU ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Migration, des Staatssekretariats für Wirtschaft und des Integrationsbüros EDA/EVD (Deeplink auf PDF-Datei) «ein wichtiger Beitrag zur Förderung von Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa». Davon soll auch die Schweiz profitieren.

ds/pvr. Die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Staaten – die Volksabstimmung über den «Bundesbeschluss vom 17. Dezember 2004 über die Ausdehnung des Personenfreizügigkeitsabkommens auf die neuen EU-Mitgliedländer und über die Revision der flankierenden Massnahmen» ist vom Bundesrat auf 25. September 2005 angesetzt worden – sei für die Schweizer Tourismuswirtschaft von grosser Bedeutung: Die Öffnung eines Wirtschaftsraums mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten ermögliche unserem Land die Erschliessung neuer Herkunftsmärkte für den Tourismus. Ebenso interessante Perspektiven biete die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit mit einer Region, die über motivierte und gut ausgebildete Arbeitskräfte verfüge.

«Erfolgreiches Managen des Strukturwandels» bildete ein weiteres Thema: Hoteliers müssten ihre Managementaufgaben in einem immer komplexer werdenden Umfeld meistern, verlautete dazu. Neben den klassischen Aufgaben der Betriebsführung, müssten sie sich auch persönlich um die sich verändernden Gästewünsche sowie um die neuen Märkte kümmern.

Ferner wurde auf Entwicklungen in der Hotelklassifikation hingewiesen: In den vergangenen Monaten habe der Verband zahlreiche Neuerungen in der Schweizer Hotelklassifikation realisiert: Neben der laufenden Revision der Kriterien zur Vergabe der Hotelsterne sei das Klassifikationssystem für Nichtmitglieder geöffnet worden und es sei eine neue, speziell auf Kleinbetriebe ausgerichtete Kategorie geschaffen worden.

Schliesslich kamen auch neue Berufe im Gastgewerbe zur Sprache: Ab August 2005 sei es möglich, eine dreijährige Lehre für Hotel- oder Restaurationsfachleute zu absolvieren. Damit würden die Berufe im Gastgewerbe sowohl für Arbeitgeber als auch für die Jugendlichen attraktiver.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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