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Ein Bild fast wie aus alten DDR-Zeiten ...
pvr. Und Antonis trockener Berliner Humor schreckte auch nicht davor zurück, am Samstag von Greenfield-Festivalbesuchern in Interlakner Geschäften leergeräumte Getränkeregale mit Erinnerungen an ähnliche Bilder bei den einst chronischen Versorgungslücken in der DDR zu verknüpfen ... Der viertägige private Aufenthalt im Berner Oberland über das Wochenende ist jedoch kaum mehr als ein kurzes Atemholen ehe die Antoni bereits am Montagabend nach ihrem Rückflug in Berlin wieder auf der Bühne steht. Zurzeit läuft im Theater am Schiffbauerdamm «Die Farbe Rot – ein Abend über Bertolt Brecht» von Franz Wittenbrink, neben Carmen-Maja Antoni unter anderen mit der Schweizer Schauspielerin Theres Affolter. Bereits im September beginnen die Probenarbeiten für Brechts «Mutter Courage und ihre Kinder» – inszeniert höchstpersönlich vom Berliner Theatermogul Claus Peymann, Direktor des Berliner Ensembles. Und bei Peymann spielt Carmen-Maja Antoni die Titelrolle.
Was vor 33 Jahren als journalistischer Kontakt auf dem Ostberliner Alexanderplatz begonnen hat, überdauerte sowohl den kalten Krieg als auch die Wende. – Bild: Wiedersehen mit «Beonews»-Herausgeber Peter Schmid am Freitagnachmittag auf dem Bahnhof Ost in Interlaken.
Kaum ernsthaft gestört durch kleine Röllchen nach der Wende – etwa als Kaffeeköchin für Iris Berben in der TV-Krimiserie «Rosa Roth»– ist es mit Carmen-Maja Antonis Karriere stetig nach oben gegangen – vom Pionierkabarett «Blaue Blitze» über den DDR-Kinderstar – etwa schon die Brecht-Witwe Helene Weigel erkannte seinerzeit das aussergewöhnliche Talent der jungen Antoni – bis hin zur brillanten Brecht-Darstellerin und zur Dozentin an der Hochschule für Film und Fernsehen «Konrad Wolf» in Potsdam-Babelsberg. Die heute fast 60jährige war damals – noch vor dem Abitur – die jüngste Studentin.
«Bei weitem interessanteste Erscheinung zwischen all den Dekolletés»
Carmen-Maja Antonis Marsch an die Spitze zeichnet sich schon seit geraumer Zeit ab: «Vor kurzem geriet sie unversehens ins Licht», wusste das renommierte Hamburger Wochenblatt «Die Zeit» bereits im Jahr 2000 unter dem Titel «Wer hat Angst vor der Antoni?» zu berichten: «Es hatte mit ihrer Grossmutter in der Verfilmung von Erwin Strittmatters Romantrilogie «Der Laden» zu tun. Es schien sogar, als sei sie für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Aber keine der Kameras im glitzernden Kölner Coloneum krallte sich an ihr fest. Dabei war die eins zweiundfünfzig grosse, hochgeknöpfte Antoni die bei weitem interessanteste Erscheinung zwischen all den Dekolletés.»
Den Lesern der «Berner Oberland News» sei bei dieser Gelegenheit verraten, dass es nach Carmen-Maja Antonis eigenen Angaben sogar nur 150 Zentimeter sind!
| Berner Oberland News |
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