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Schilthornbahn: «Sicherheitsstandards im Ernstfall entscheidend»
An der 43. Generalversammlung der Schilthornbahn AG in Mürren hat Verwaltungsratspräsident Max Kopp die Wichtigkeit der Sicherheitsstandards unterstrichen. Der Zwischenfall mit dem Tragseil Ende des vergangenen Jahres habe gezeigt, wie entscheidend diese im Ernstfall seien.
Auf neuen Tragseilen sicher unterwegs: Eine der modernen Kabinen der Schilthornbahn vor der imposanten Kulisse des Eigers. (Archivbild Bruno Petroni)
pd/pvr. Verwaltungsratspräsident Max Kopp orientierte an der Generalversammlung die Aktionäre über das Leitbild der Schilthornbahn AG und zeigte laut einer Medienmitteilung an Beispielen auf, wie dieses erfolgreich umgesetzt werde: «Die Wichtigkeit der Sicherheitsstandards unterstrich er dabei speziell, zeigte doch der Zwischenfall am Tragseil auf, wie entscheidend diese im Ernstfall sind.» Während der Generalversammlung der Schilthornbahn AG wurde laut Medienmitteilung ausführlich über den Seilschaden vom vergangenen Dezember informiert, welcher das Geschäftsergebnis 2004 bereits zu beeinflussen vermochte und eine grosse Herausforderung an die Verantwortlichen dargestellt habe.
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I |
Ertrag (in Franken) |
2002 |
2003 |
2004 |
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Luftseilbahn |
11'591'543 |
12'769'795 |
11'734'946 |
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Sportanlagen/Allmendhubel |
3'119'682 |
3'485'456 |
3'310'348 |
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Ertrag Bahnen |
14'711'225 |
16'255'251 |
15'045'294 |
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Gastronomie 1) |
4'793'254 |
5'097'073 |
4'642'393 |
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Kioske |
837'938 |
814'908 |
792'209 |
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Immobilien- und Finanzertrag |
583'951 |
591'896 |
550'970 |
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Total Ertrag |
20'926'368 |
22'759'128 |
21'030'866 |
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II |
Aufwand |
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Personalaufwand |
8'415'685 |
8'213'000 |
8'262'413 |
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Sachaufwand (inkl. Steuern) |
8'421'354 |
8'934'903 |
8'609'136 |
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nicht aktivierte Bau-
und Erneuerungskosten |
296'974 |
986'818 |
496'788 |
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Abschreibungen |
2'641'176 |
3'474'750 |
2'523'000 |
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Total Aufwand |
19'775'189 |
21'609'471 |
19'891'337 |
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III |
Jahresgewinn |
1'151'179 |
1'149'657 |
1'139'529 |
| IV |
Frequenzen |
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Winter |
999'782 |
1'004'597 |
874'044 |
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Sommer |
977'452 |
1'051'790 |
977'502 |
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Total Luftseilbahn |
1'977'234 |
2'056'387 |
1'851'546 |
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Sportanlagen/Allmendhubel |
1'637'863 |
1'875'711 |
1'689'150 |
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Gesamttotal |
3'615'097 |
3'932'098 |
3'540'696 |
1) inkl. Restaurant Allmendhubel (ab 21. Juni 2002) |
Der Delegierte des Verwaltungsrates, Peter Feuz erläuterte in allen Einzelheiten den Zwischenfall vom 29. Dezember 2004, bei dem der Mantel eines Tragseils der Sektion Mürren–Birg geborsten sei, was bis anhin in der Geschichte der Luftseilbahnfahrt erstmalig aufgetreten sei. Die durch Fachleute der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) eruierte Schadensursache – siehe auch Luftseilbahn Mürren–Birg: Zwischenbericht zum Tragseildefekt vom Mittwoch, 16. Februar 2005 – sei auf eine Tragseilverschiebung aus dem Jahre 1979 zurückgegangen. Der seit Montag, 13. Juni 2005 vorliegende Untersuchungsbericht halte einerseits fest, dass zu keiner Zeit des Zwischenfalls Gefahr für die Fahrgäste bestanden habe. Andererseits sei ein Anriss wie er beim Tragseil der Schilthornbahn stattgefunden habe, mit den heute üblichen Prüfapparaten und Prüfungsparametern nicht erkennbar. Dadurch treffe die Schilthornbahn AG, welche ihre vorgeschriebenen Prüfungen regelmässig und gewissenhaft durchgeführt habe, auch keinerlei Schuld am Seilschaden: «Dank dem sofortigen Entscheid des Verwaltungsrates alle vier Tragseile zu ersetzen und dem hervorragenden Einsatz aller beteiligten Firmen und deren Mitarbeitern konnte die Sektion Mürren–Birg bereits zwei Wochen vor dem geplanten Termin wiedereröffnet werden.» Am 26. Februar 2005 – siehe auch Schilthornbahn ab morgen Samstag wieder voll in Betrieb vom Freitag, 25. Februar 2005 – habe die reibungslose Wiederinbetriebnahme aller Sektionen der Schilthornbahn AG mit einem grossen Feuerwerk gefeiert werden können: «Dieser Zwischenfall hat aufgezeigt, dass auch ein schlimmes Ereignis durch korrekte, offene Kommunikation, Entscheidungsfreudigkeit, partnerschaftliche Zusammenarbeit und Einsatz für den Tourismus zu einem guten und glücklichen Ende führen und man zudem gestärkt daraus hervorgehen kann.»
Unveränderte Dividende
Die Gesamtfrequenzen aller Anlagen über das gesamte Jahr gesehen, nahmen nach Angaben der Schilthornbahn um 9,9 Prozent ab. Verglichen mit dem Dreijahredurchschnitt betrage der Frequenzrückgang drei Prozent, was wiederum durch den Ausfall der letzten drei Tage des Jahres durch den Seilschaden zu erklären sei: «Ohne diesen Ausfall hätte der Frequenzrückgang 2004 im Vergleich zu den vergangen drei Jahren mehr oder weniger wettgemacht werden können.» Der Gesamtunternehmensertrag der Schilthornbahn AG – Einzelheiten zum Geschäftsjahr 2004 siehe auch Hoffen auf ein erfolgreiches Ende der Skisaison vom Freitag, 18. März 2005 – ist im Vergleich zum vorangegangenen Spitzenjahr mit seinem Jahrhundertsommer um 7,6 Prozent auf 21,0 Millionen Franken zurückgegangen. Die Aufwendungen betrugen 19,9 Millionen Franken. Somit resultierte ein Jahresgewinn von 1,1 Millionen Franken. – An der Generalversammlung stimmten 263 Aktionäre mit 9810 Aktienstimmen den Anträgen des Verwaltungsrates zu, unter anderem der Auszahlung einer unveränderten Dividende von 36 Franken pro Aktie.
Verwaltungsrat neu mit acht Mitgliedern «Nach zum Teil jahrzehntelanger Mitarbeit im Verwaltungsrat wurden Kaspar von Almen (40 Jahre), Bernhard Bürgi (34 Jahre), Christian Feuz (21 Jahre), Balz Spörri (18 Jahre), Karl Sigrist (12 Jahre) und Hans Gertsch (4 Jahre) ehrenvoll verabschiedet», verlautet im weiteren. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde laut Medienmitteilung Ralph von Allmen aus Mürren. Damit zähle der Verwaltungsrat der Schilthornbahn AG neu noch acht Mitglieder. Der Verwaltungsrat habe Max Kopp erneut zum Präsidenten und Peter Sidler neu zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrates gewählt.
| Berner Oberland News |
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