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| Die japanische Ryabets-Bewunderin Atsuko Yamamoto (links) war extra aus Tokio angereist, um sich am Mittwochabend im Festsaal «La Belle Epoque» des Lindner Grand Hotel Beau Rivage in Interlaken das Konzert «Barockes Rezital» mit dem männlichen Sopranisten Oleg Ryabets (Bild links) unter Begleitung von Professor Wazha N. Tschatschawa (Bild rechts vorne links) am Klavier anzuhören. Oleg Ryabets Stimme gilt als einmalig und als absolute Seltenheit: Seine Soprano-Stimme reicht bis zum hohen C. Festival-Organisator und Soloviolinist Georges-Emmanuel Schneider (rechts im Bild) rechnete es sich als Ehre an, für den Professor die Seiten zu wenden. (Bilder Dora Schmid-Zürcher) |
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«I Sinfonietti 01 – Metamorphosen 2005» in Interlaken: Glanzvoller Abschluss mit Operngala
Mit einem Operngala-Abend zu Ehren der humanitären Stiftung «Swisscor» im Casino-Kursaal Interlaken ist am Samstag nach einer Woche das internationale Lied- und Opernfestival «I Sinfonietti 01 – Metamorphosen 2005» abgeschlossen worden.
Der frühere IKRK-Präsident Cornelio Sommaruga am Samstagabend im Casino-Kursaal Interlaken.
ds/pvr. Der Musikliebhaber und ehemalige
Präsident des Internationalen
Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Cornelio Sommaruga bezeichnete am Samstagabend in einer Ansprache vor dem abschliessenden Galakonzert mit dem gleichen Programm vom Vorabend die Musik des Metamorphosen-Festivals als «exzellent und ausserordentlich wichtig für die seelische Ruhe neben all dem was wir in dieser hektischen Welt erleben». Der Dirigent, die Künstler und Musiker, jeder Einzelne von ihnen sei für den Genuss der grossartigen Operngala, den die Besucher erleben dürften, motiviert, Mit den Ouvertüren von Mozart und Rossini führten sie zu den romantischen Seiten des Lebens. Er dankte den Musikern, dass die Zuschauer als Nutznisser dieses Konzerts die jugendliche Ausstrahlung der Sinfonietti hören dürften. Er erinnerte aber auch daran, dass wir in einer verrückten Welt lebten und dass nur tausend Kilometer entfernt mörderische Konflikte zum Beispiel im Balkan viele Kriegs- und Minenopfer mit grossen physischen und psychischen Verletzungen zur Folge hätten.
André Liaudat, Präsident der Stiftung «Swisscor».
Wie während der ganzen musikalischen Woche boten «I Sinfonietti 01» auch am Galaabend «Swisscor» die Möglichkeit, das humanitäre Anliegen der Stiftung bekannt zu machen. «I Sinfonietti 01» hoffen, «Swisscor» bei der Erfüllung ihrer Zwecke behilflich zu sein. André Liaudat, Präsident der Stiftung «Swisscor» nutzte denn auch den Anlass, den Festivalbesuchern kurz die Stiftung «Swisscor» vorzustellen, die jährlich hundert Kinder aus einem Kriegsgebiet in ein Ferienlager in der Schweiz einlade. Von diesen Kindern im Alter ziwischen 9 und 14 Jahren seien 10 Prozent auf einen Rollstuhl angewiesen. Zirka 20 Prozent der Kinder litten an mehr oder weniger schweren körperlichen oder geistigen Behinderungen. 70 Prozent hätten weniger gravierende Leiden. Die Kinder entstammten den ärmsten Bevölkerungsschichten. Das Lager 2005 der Stiftung «Swisscor» werde vom 10. bis 24. August auf dem Glaubenberg im Kanton Obwalden, oberhalb von Sarnen stattfinden. Zu Gast seien hundert mittellose Kinder, Mädchen und Knaben im Alter von 9 und 13 Jahren aus verschiedenen Teilen Albaniens. Die Leitung des Lagers werde der Zivilschutzorganisation der Stadt Winterthur anvertraut. Die Stiftung «Swisscor» brauche jährlich für die Durchführung solcher Ferienlager 150'000 Franken, wovon 50'000 bis 60'000 Franken auf den Transport und 40'000 bis 50'000 Franken auf die Behandlung von medizinischen Problemen entfielen. In diesen Ferienlagern würden die Kinder medizinisch kontrolliert und betreut. Vier Zahnärzte arbeiteten von morgens bis abends, um die vielen Zahnprobleme zu beheben, 15 bis 20 Prozent der Kinder hätten auch Augenprobleme. Deshalb suche die Stiftung «Swisscor» dringend Personen oder Unternehmen, die dieses humanitäre Projekt finanziell oder materiell unterstützen könnten.
Der niederländische Dirigent Lukas Groen, die rumänische Mezzo-Sopranistin Liliana Nikiteanu, der deutsche Tenor Endrik Wottrich und der Schweizer Festival-Organisator und Soloviolinist Georges-Emmanuel Schneider.
Der Dienstagabend mit der Kammerfassung von Schönberg-Riehn, «Siegfried-Idyll» Richard Wagner mit den «I Sinfonietti 01» Kammerensemble und Liliana Nikiteanu, Mezzo-Soprano sowie dem Tenor Endrik Wottrich unter der Leitung des Dirigenten Lukas Groen stand unter dem Ehrenschutz der österreichischen Botschaft, Österreichisches Kulturforum in Bern. Der Gesandte, Kulturrat Rudolf Novak sprach die einführenden Worte zum Konzert «Das Lied von der Erde» von Gustav Mahler (1860 bis 1911) und über das Leben des Komponisten und Dirigenten. Am Abend appellierte er gegenüber den «Berner Oberland News» auch an die Leute, die diese Konzerte leider nicht gehört hätten, dass in Interlaken Musik in höchster Qualität gespielt werde. Hier in Interlaken habe Grosses stattgefunden, das etwa mit den Luzerner Festspielen durchaus konkurrieren könne. Novak bedauerte, dass das Lied- und Opernfestival in Interlaken kaum bemerkt worden sei und viele deshalb nicht hingegangen seien. Er zog einen Vergleich zu Pieter Bruegels Bild «Landschaft mit dem Sturz des Ikarus», wo der Bauer den Sturz des Ikarus auch nicht bemerke und weiterarbeite. Interlaken bezeichnete Novak als musikalisch nicht weniger wichtig als Zürich, Bern oder Luzern.
Die Mezzo-Sopranistin Susannah Haberfeld und der Pianist
Eung-Gu Kim.
«Lieder mit Worten, Lieder ohne Worte» war der Titel des Konzerts vom Donnerstagabend. Begleitet wurde die Mezzo-Sopranistin Susannah Haberfeld vom Pianisten
Eung-Gu Kim mit Werken von Wagner, Liszt, de Falla, Duparc.
Vorgängig hielt Prinz Asfa Wossen Asserate, Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, eine lesung. Der Prinz ist Autor der im Oktober 2003 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellten Buches «Manieren». Anfang 2004 waren laut der Enzyklopädie «Wikipedia» (Deeplink) Spekulationen laut geworden, ob Asfa-Wossen Asserate das Buch wirklich selber geschrieben habe: «Asserate selbst hat auf Nachfrage von Beginn an darauf verwiesen, dass sein Buch von seinem Freund, dem Schriftsteller Martin Mosebach redigiert wurde; Rezensenten stellten sein Lehrbuch deutscher Manieren in eine Reihe mit dem Knigge von 1788 und dem Schönfeldt von 1991.»
Die russische Mezzosopranistin Alexandra Grishkina und der Bariton Ruben Drole aus Zürich.
Am Freitagabend fand unter der Leitung des Dirigenten Christof Escher ein Galakonzert statt. Christof Escher half manchem Konzertbesucher mit seinen kurzen Erklärungen die einzelnen Handlungen aus den Mozart-Opern «Cosi fan tutte», «Le Nozze die Figaro», Idomeneo», «Don Giovanni» und den Rossini-Opern «Il Barbiere di Siviglia, L'Italiana in Algeri» zu verstehen. Der Abend wurde neben dem Orchester «I Sinfonietti 01» auch von Alexandra Grishkina, Mezzo-Soprano, Boguslaw Bidzinski, Tenor, Ruben Drole, Bariton, Stanislav Shvets, Bass, und Georges-Emmanuel Schneider, Violine gestaltet.
«I Sinfonietti 01»
«I Sinfonietti 01» wurde in Zürich vom 21jährigen Schweizer Violinisten Georges-Emmanuel Schneider im September 2001 gegründet. Seitdem haben «I Sinfonietti 01» beachtliche musikalische Erfolge erzielt. Ganz neu sind «I Sinfoniett 01» in die European Festivals Association aufgenommen worden. Metamorphosen 2006
Das Festival «Metamorphosen 2006» –voraussichtlich über Pfingsten 2006 – soll sicher wieder in Interlaken stattfinden und hauptsächlich dem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) gewidmet sein. Auf dem Programm stünden Sinfonien, Ouvertüren, Konzerte, Konzertarien und Opernausschnitte. Mit einem verbesserten Marketing erhoffen sich die Veranstalter einen verstärkten Zuspruch des Publikums.
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Schlussbild am Samstagabend im Casino-Kursaal. Vorne von links nach rechts: der Star-Bass Stanislav Shvets, der Tenor Boguslaw Bidzinski, der Bariton Ruben Drole, die Mezzosopranistin Alexandra Grishkina und der Dirigent Christof Escher. |
| Berner Oberland News |
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