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Aus den Parteien: Die SP Reutigen zu Thun-Süd
Ernst Scheuermeier, SP Reutigen schreibt: «Die SP Reutigen hat an ihrer Hauptversammlung die Auswirkungen von Thun-Süd auf die weitere Region diskutiert. Das mit dem Stadionbau zusammen geplante Einkaufszentrum wird die Einkaufs- und Dienstleistungsmöglichkeiten im Westamt, im Simmen- und im Kandertal massiv gefährden. Das Einkaufsangebot von Thun nimmt bereits heute stetig zu: Neubau Coop Dürrenast, Ausbauwünsche der Migros Oberland. Thun-Süd wird sich deshalb vor allem auf die angrenzenden Regionen südlich respektive westlich und noch weiter ausrichten und dort Kaufkraft abschöpfen. Die Touristen werden in Thun-Süd, bequem von der Autobahn her erreichbar, für den Ferienaufenthalt einkaufen. Die Folge davon: weitere Dorf- und Quartierläden verschwinden. Dienstleistungsbetriebe kommen unter Druck. Das nötige tägliche Angebot ist nur noch mit dem Auto zu erreichen. Ältere Menschen - häufig nicht mehr motorisiert - sind aber auf den Service publique und ein Mindestmass an Dienstleistungen angewiesen, um selbständig zu bleiben. Zudem werden die Regionen ausserhalb der Zentren auch an Attraktivität für Familien verlieren. Am Schluss bleibt ein Gürtel musealer Naherholungsgebiete um Thun. Die SP Reutigen fordert eine Diskussion der Auswirkungen von Thun-Süd mit Einkaufszentrum auf das ganze Oberland. Vor- und Nachteile können nicht isoliert für Thun betrachtet werden. Will die Stadt Zentrum des Oberlandes sein, gilt es, Rücksicht auf die Entwicklung der ganzen Region zu nehmen. Es braucht eine gemeinsame Entwicklung aller Gebiete von der Zulg bis Gadmen und Guttannen.»
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