wo Patientinnen und Patienten
auch Gäste sind

Ihr Ferien- und Seminarhotel in Interlaken

Berner Oberland News
Unabhängige laufend aktualisierte Internet-Zeitung
Popnet Spiez
Ihr Internet-Provider im
Berner Oberland
Freitag, 24. Juni 2005
Aktuelle
Frontseite

Der Theaterkomponist Dany Nussbaumer, Regisseurin Monika Wild und der Präsident des Tellspielvereins, Samuel Hügli. – Bild rechts Berta von Bruneck und die Gesslerreiter zu Ross. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Interlaken: Tell-Premiere im Schiller-Jahr

Volkstümliches präsentiert für ein internationales Publikum, eine aufwendige mittelalterliche Ausstattung, rund 180 Laiendarsteller und prächtige Pferde: Vor der Naturkulisse am Rugen in Matten bei Interlaken hat am Donnerstagabend in traditionellem Rahmen die Tellspiel-Premiere der Saison 2005 stattgefunden.

ds/pvr. Während das mittelalterliche Markttreiben des Rahmenprogramms durch einen heftigen Wolkenbruch etwas beeinträchtigt wurde, ging nachher die Premierenfeier mit gegen 1600 Teilnehmern trocken über die Bühne.

Schlussbild mit Friedrich Schiller als Bote zwischen den Zeiten (zuvorderst in der linken
Bildhälfte).


Im Gedenken an den vor 200 Jahren gestorbenen Dichters Friedrich Schiller siehe auch Gesucht: Alle Tellensöhne dieser Welt vom Dienstag, 19. April 2005 – hatten die Tellspiele Interlaken die Tellensöhne dieser Welt – das heisst alle ob gross oder klein, ob sie als Walter oder als Willi in Schillers Wilhelm Tell auf der Bühne gestanden haben – an die Premiere vom 23. Juni 2005 nach Interlaken eingeladen. Der dienstälteste der insgesamt 87 zur Premiere erschienenen Tellensöhne – darunter vier weibliche Darsteller – war der 86jährige frühere Verleger des vormaligen Oberländischen Volksblattes, Erich Reber, der schon in den Jahren 1931 bis 1934 den Walter Tell spielte.

Tellensohn-Darsteller Erich Reber spielte schon vor über 70 Jahren den Walter Tell.

Bei der Erarbeitung der Szenen mit den Darstellern und Statisten habe sie dieses Jahr besonderen Wert auf ein natürliches, emotionsgeladenes Spiel gelegt, führte Regisseurin Monika Wild vor der Premiere an einer Medienorientierung aus: «Den Schillerschen Pathos legte ich dem Dichter selber in den Mund; es ist mir ein Anliegen, den Zuschauer nicht als blossen Betrachter plakativer Darstellung aus dem Geschehen auszuklammern, sondern ihn durch ehrliches, emotionelles Spiel der Darsteller mitzureissen, das heisst ihn auf der Gefühlsebene zu erreichen.» Das gelinge den Tellspielern von Jahr zu Jahr zu besser. Von den Laiendarstellern am Rugen werde sehr viel gefordert: Eine viermonatige Probenzeit neben vollem beruflichem Engagement, tägliche Probenarbeit bei Wind und Wetter im Freien, die Auseinandersetzung mit den Schillerschen Originaltexten und mit der deutschen Bühnensprache – an den Tellspielen Interlaken werde Wilhelm Tell immer noch traditionsgemäss in der Originalsprache aufgeführt.

Der Rütlischwur.

Monika Wild, die seit fünf Jahren die Tellspiele in Interlaken inszeniert, wies in einem kurzen Rückblick darauf hin, am Anfang habe sie mit dem übernommenen relativ moderne Stück buchstäblich zurückbuchstabieren müssen: «Die Touristen wollen den Tell ursprünglich und echt und volkstümlich.» Im ersten Jahr habe sie es ein bisschen weiblicher gestaltet. Im zweiten Jahr sei die Tonanlage dazugekommen und deshalb hätten die Laienschauspieler lernen müssen, Schillers Sprache gerecht zu werden. In einer einer nächsten Phase habe auch der Umgang mit Sprache und zurechtzukommen. Im letzten Jahr sei dann die Musik von Dany Nussbaumer dazugekommen. Dieses Jahr sei man in sich gegangen und habe aus dem eigenen Fundus der Schauspielerei Wichtiges geschöpft. Mit dem Schillerjahr sei der Höhepunkt der letzten fünf Jahre erreicht und Monika Wild denkt an eine Neuinszenierung.

Hermann Gessler – ein Tyrann liegt im Sterben.

Die von Schweizer Theaterkomponist Dany Nussbaumer im vergangenen Jahr erstmals eigens für die Tellspiele Interlaken komponierte musikalische Umrahmung wurde dieses Jahr nicht nur den Inszenierungsänderungen neu angepasst sondern auch durch weitere malerische Sequenzen und eine bombastische Applausmusik ergänzt. Die eigens für die Tellspiele von komponierte Musik Nussbaumers hat über das ganze Stück den gleichen Stil: Sie wird orchestral mit vielen historischen Musikinstrumenten wie Schallmeien, Schellen und alten Trommeln gemacht, ergänzt mit moderner, klassischer themenorientierter Musik für jede wichtige Person, die im Stück verkörpert wird. Die Musik soll zum Teil im Lauf der nächsten zwei Wochen auf die Homepage von Dany Nussbaumer aufgeschaltet oder sie kann als CD gekauft werden (Bestellungen per E-Mail bei Dany Nussbaumer).

Der britische Tellspieler Michel Gurr aus Bedford (zweiter von links). Ganz links Adele Furniss. Hinten Dave Bateman und rechts Marco Rüegsegger.

Die Interlakner Festspiele dürfen sich durchaus einer internationalen Besetzung rühmen: So tritt der Brite Michel Gurr aus Bedford schon seit vier Jahren bei den Tellspielen auf – er kommt eigens dafür von Juni bis September aus England um mitzuspielen und die 15 Ziegen von Anna Buchs aus Matten auf das Spielgelände zu führen. Dieses Jahr hat er für kurze Zeit auch noch zwei Freunde mitgebracht, Dave Bateman und Adele Furniss aus Staffordshire. Sie unterstützen den zwölfjährigen Marco Rüegsegger aus Goldswil, der bereits seit fünf Jahren mitspielt.

«Faszinierend, fantasievoll und gefühlvoll»

Für Samuel Hügli war es die erste Premiere als neuer Präsident des Tellspielvereins (siehe auch Die Tellspiele Interlaken mit neuem Präsidenten vom Sonntag, 20. Februar 2005). Er bezeichnete die Aufführung der Tellspiele als faszinierend, fantasievoll und gefühlvoll. Befürchtungen, dass wegen des Tellenbooms in der Schweiz in der vergangenen Saison weniger Leute kommen würden hätten sich nicht erfüllt, sei doch die vergangene Spielsaison die beste seit dem Jahr 1960 gewesen.

Zur Premiere erschienen insgesamt 87 eingeladene Tellensöhne – darunter vier weibliche Darsteller.

Berner Oberland News

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64 / Mobile +41 79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7

Für den Inhalt von verknüpften externen Websites (Links) beziehungsweise für die darauf von Dritten angebotenen Informationen, Produkte und Dienstleistungen übernehmen die «Berner Oberland News» keine Verantwortung.

Seitenanfang
Aktuelle Frontseite


Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




Swiss Myco Holidays
Eine wundervolle Mischung
von Ferien und Mykologie!

Ferien verbunden mit dem Beobachten und Bestimmen von Pilzen ist mit Sicherheit ein faszinierendes Erlebnis für jeden Pilzfreund. Das Rezept: Eine Ferienwohnung in Ringgenberg, ein interessantes Pilzgebiet und eine einzigartige Ferienregion.
Anmeldung/Informationen
hans.zurbuchen@quicknet.ch

Ferienwohnung
in Ringgenberg
Nur etwa drei Kilometer vom weltbekannten Berner Oberländer Tourismuszentrum Interlaken entfernt vermieten im idyllischen Dorf Ringgenberg Adolf und Elisabeth Imboden-Amacher im Kreuzli eine schöne Ferienwohnung.

Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort. 
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung

© 1996 bis 2005 by Peter Schmid