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Dienstag, 21. Juni 2005
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Rest des Areals Siedlungsstrasse wird verkauft oder im Baurecht abgegeben

Die Stadt Thun sucht einen oder mehrere Investoren für rund 27'000 Quadratmeter noch freies Bauland an der Siedlungsstrasse im Lerchenfeldquartier. Das Land, auf dem noch elf über 60jährige baufällige Doppeleinfamilienhäuser stehen, soll entweder verkauft oder im Baurecht abgegeben werden. Die künftigen Investoren können laut einer Medienmitteilung sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen realisieren.

sth/bns. Der Thuner Gemeinderat schreibe den noch nicht neu überbauten Teil des Areals Siedlungsstrasse im Thuner Lerchenfeldquartier – rund 27'000 Quadratmeter – in diesen Tagen zum Verkauf oder zur Abgabe im Baurecht aus, verlautet dazu im einzelnen: Bereits seit dem Jahr 1986 beziehungsweise seit 1993 lägen für das insgesamt über 35'000 Quadratmeter grosse Areal Siedlungsstrasse am Nordrand der Stadt eine Überbauungsordnung und ein aus einem Wettbewerb hervorgegangenes Projekt vor. Nach einer Teilüberbauung stünden heute noch 11 der ursprünglich 15 Doppeleinfamilienhäuser aus den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts – typische Beispiele für eine damalige Arbeitersiedlung und den damaligen sozialen Wohnungsbau. «Heute fallen die mittlerweile baufälligen Giebeldachhäuser durch ihren einheitlichen Baustil mit teilweise aus Holz gefertigten Fassaden und grosszügige Gartenflächen – damalige «Pflanzblätze» – auf.

Heutige Baurechtnehmer verzichten

«Die Genossenschaft für Bauen und Wohnen (Gebawo) und die Wohnbaugenossenschaft der Arbeitgeber (WAT), die seit einem Jahrzehnt Bauland gesucht hatten, erhielten 1992 von der Stadt Thun ein gemeinsames Baurecht», wird im weiteren ausgeführt. Insgesamt könnten auf dem Areal rund 200 Wohnungen erstellt werden. Die Gebawo habe Mitte der neunziger Jahre in zwei Etappen drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 44 Wohnungen erstellt. Sie beanspruchten rund 8100 Quadratmeter des Areals. Die WAT hingegen habe zunächst andere Liegenschaften (an der Bürglenstrasse) saniert, dann aber aufgrund der für sie ungünstigen Marktentwicklung auf die geplanten Neubauten im Lerchenfeld verzichtet. Auch die Gebawo hege keine weiteren Überbauungspläne. Beide hätten sich daher bereit erklärt, auf ihr Baurecht auf dem Restareal zu verzichten: «Deshalb schreibt der Thuner Gemeinderat die sonnig und ruhig gelegene Wohnland-Parzelle wiederum aus.»

Mieter sind vororientiert worden

Die verbliebenen elf Doppeleinfamilienhäuser seien heute baufällig, aber noch bewohnt, heisst es in der Medienmitteilung. Die heutigen Mieter seien sowohl bei ihrem Einzug über die generellen Pläne für das Areal wie auch kürzlich über die aktuellen Absichten der Stadt schriftlich orientiert worden: «Um Härtefälle zu vermeiden, werden die städtischen Liegenschaftsdienste mit den Mietern Einzelgespräche führen, ihre individuellen Situationen besprechen und bei der Vermittlung von Wohnungen behilflich sein.» Die Häuser sollen, sobald Investoren beziehungsweise Baurechtnehmer gefunden seien, etappenweise abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden: «Die kantonale Denkmalpflege hat bereits 1993 nach Vorlage des siegreichen Wettbewerbsprojektes der Metron Architekten AG Windisch einem Abbruch der alten Häuser zugestimmt.»

Investoren müssen Siegerprojekt nicht übernehmen

Die künftigen Investoren könnten zwar das damalige Siegerprojekt übernehmen, seien aber nicht mehr daran gebunden, verlautet abschliessend: «Über die grundsätzliche Ausrichtung der neuen Überbauung – eher gehobene oder eher preisgünstige Wohnungen – sowie über die Gestaltung wird der Gemeinderat erst nach Vorliegen der Eingaben entscheiden.» Auch die Frage, ob nochmals ein Projektierungswettbewerb durchgeführt werden soll, werde dann neu beurteilt. Interessenten könnten sich bis 12. August 2005 melden.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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