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Hohe Ozonwerte: Führerausweis gegen «Stärncharte» eintauschen
Wie schon letztes Jahr soll die Aktion «Stärncharte gegen Führerausweis» im Juli und August zum Nachdenken und zum Handeln gegen hohe Ozonwerte in der Region Thun anregen. Neu wird die letztes Jahr von der Stadt Thun in Zusammenarbeit mit dem Tarifverbund «Stärncharte» lancierte Aktion auch von den Gemeinden Steffisburg und Hilterfingen unterstützt.
sth/bns. «Der Gemeinderat von Thun setzt wie Kanton und Bund weiterhin auf Massnahmen, die die Luftbelastung dauerhaft zu senken vermögen», wird dazu in einer Medienmitteilung ausgeführt: «Im Vordergrund steht bei der Ozonbelastung, die in den Monaten Mai und Juni in der Stadt Thun bereits mehrmals deutlich über den Grenzwerten lag, die Senkung der Vorläufersubstanzen Stickoxid und flüchtige Kohlenwasserstoffe (VOC).» Besonders wirksam seien somit Massnahmen im Bereich Verkehr, aber auch der Bau und Betrieb von Gebäuden biete noch erhebliches Potential: «Mit der Neuauflage der letztes Jahr von der Stadt Thun erfolgreich lancierten Aktion ‹Führerausweis gegen Stärncharte› will die Stadt Thun aber nicht nur sensibilisieren, sondern der Bevölkerung wieder eine konkrete Handlungsmöglichkeit zur Verkehrsreduktion und zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr anbieten.» Neu werdedie in Zusammenarbeit mit dem Tarifverbund «Stärncharte» durchgeführte Aktion dieses Jahr auch von den Gemeinden Steffisburg und Hilterfingen unterstützt und bekannt gemacht.
Letztes Jahr alle 200 «Stärncharte» eingetauscht
Die Teilnehmer der letztjährigen Aktion hätten laut Medienmitteilung einen von der Universität Bern entwickelten Fragebogen erhalten, verlautet im weiteren. Die Auswertung habe folgende Resultate ergeben:
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Trotz kurzfristiger Lancierung und aus Kostengründen weggelassener Publikumswerbung wurden bereits vor Ablauf der Aktion Ende August 2004 alle 200 angebotenen «Stärncharte» eingetauscht. |
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Fast Drei Viertel der Teilnehmer mit Durchschnittsalter 49 Jahre waren Frauen, knapp die Hälfte erwerbstätig und 70 Prozent besitzen selber ein Auto oder können eines mitbenutzen. |
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Das am häufigsten genannte Motiv für die Teilnahme an der Aktion waren monetäre Anreize (57 Prozent ), doch schon über ein Drittel der Gesamtheit beziehungsweise die Hälfte der Erwerbstätigen nannten Umweltschutzmotive. |
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Eine Hochrechnung ergab ein Einsparpotential von rund 9000 Kilometer pro Monat. |
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Bei zwei Dritteln der Teilnehmenden wird ein echter Lenkungseffekt vermutet. |
Stadt Bern lanciert ähnliche Aktion
Diese positiven Resultate hätten die Stadt Thun bewogen, die Aktion neu aufzulegen und auszuweiten: «Eine ähnliche Aktion nach Thuner Vorbild wurde übrigens Mitte Juni nach einem entsprechenden politischen Vorstoss dieses Jahr auch von der Stadt Bern lanciert.» Anzahl Abonnemente nicht mehr limitiert
Neu an der diesjährigen Aktion ist dank breiterer Unterstützung der beiden Nachbargemeinden, dass die Anzahl Abonnemente nicht mehr limitiert ist. Sonst funktioniere die Aktion wie letztes Jahr: In den Monaten Juli und August könne ein gültiger Führerausweis an der Billettverkaufsstelle der Verkehrsbetriebe Steffisburg–Thun–Interlaken (STI) am Bahnhofplatz zum stark vergünstigten Preis von 10 statt 56 Franken beziehungsweise 41 Franken für Senioren gegen eine «Stärncharte» für die Zonen 10 und 20 eingetauscht werden. Mit diesem regionalen Verbundabonnement könnten alle STI-Busse und Regionalzüge in Thun bis Gwatt, Steffisburg, Hilterfingen und Thierachern benutzt werden. Die Trägerschaft der Aktion hoffe, dieses Jahr noch mehr Leute mindestens zum vorübergehenden Umstieg auf den öffentlichen Verkehr bewegen zu können: «Eine Reduktion von vermeidbaren Fahrten mit Auto oder Motorrad schont nicht nur die Luft, sondern auch das Portemonnaie. Ozonbelastung 2005 in Thun «Dank leichter Bewölkung und leichter Bise am Sonntag, 19. Juni stiegen die Ozonwerte am vergangenen Wochenende in Thun zwar über den gesetzlichen Grenzwert, nicht aber in alarmierende Höhe», heisst es im weiteren. Das hat sich allerdings bereits am Montag und heute Dienstag geändert – siehe auch nebenstehende Grafik / Aktuelle Werte, Wochenbulletin und archivierte Werte unter Luftqualität im Kanton Bern (Deeplink). – Einige Zahlen: Eidgenössische Luftreinhalteverordnung: Höchstens eine Überschreitung des Grenzwertes von 120 Mikrogramm / Kubikmeter pro Jahr zulässig. Mai 2005: Stadt Thun (Bälliz): 37 Überschreitungen des gesetzlichen Stundenmittelwertes von 120 Mikrogramm / Kubikmeter. – Bisheriges Maximum im Jahr 2005 am Samstag 28. Mai mit 161 Mikrogramm / Kubikmeter und 11 Stunden mit Grenzwertüberschreitung. – Als Vergleich Stadt Bern: Maximum 183 Mikrogramm / Kubikmeter und 66 Grenzwertüberschreitungen. Juni 2005: Maximum 154 Mikrogramm / Kubikmeter am 3. Juni. – Letztes Wochenende: Samstag 18. Juni 114 Mikrogramm / Kubikmeter, Sonntag 19. Juni 124 Mikrogramm / Kubikmeter und drei Stunden mit Grenzwertüberschreitung.
Aktion «Stärncharte gegen Führerausweis» |
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Gültiger Führerausweis für Auto oder Motorrad ab 125 Kubikzentimeter + 10 Franken = Verbundabonnement «Stärncharte», Erwachsene oder Senioren, 1 Monat, 2 Zonen (10 + 20), 2. Klasse. |
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Verkaufsstelle: STI-Verkaufsstelle am Bahnhof Thun. |
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Die Aktion ist beschränkt auf die Monate Juli und August 2005, die Stückzahl aber nicht begrenzt. |
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Informationen zur Aktion und «Stärncharte»: Telefon 033 225'83'76 / unter
www.thun.ch und www.staerncharte.ch (Deeplinks). |
| Weitere Handlungsmöglichkeiten: Wem die Abgabe des Führerausweises zu weit geht, der kann selbstverständlich einen anderen Beitrag leisten. Zwei Beispiele: |
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Reduktion von Auto- oder Motorradfahrten, insbesondere Verzicht auf vermeidbare Kurzstreckenfahrten. |
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Vermeiden anderer privater, luftbelastender Tätigkeiten wie Hobby- und Gartenarbeiten mit benzinbetriebenen Motorgeräten (insbesondere mit Zweitakt-Motoren) und Verwenden lösemittelfreier bzw. -armer Produkte. |
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| Berner Oberland News |
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