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Freitag, 27. Mai 2005
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Ballenberg: Jahresziel von 240'000 Besuchern nicht ganz erreicht

Die Geschäftsleitung und der Stiftungsrat des Schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg schauen mit gemischten Gefühlen auf das Betriebsjahr 2004 zurück. Zwar habe das Jahresthema «Zug- und Lastentiere» die Besucher begeistert und auch der Gutshof von Novazanno habe sich zu einem Publikumsmagnet entwickelt – trotzdem konnte laut einer Medienmitteilung das Ziel von 240'000 Besuchern nicht erreicht werden und die Restaurations AG und die Partnerbetriebe verzeichnen einen deutlichen Umsatzrückgang.

Obschon namentlich auch das Jahresthema 2004 «Zug- und Lastentiere» – siehe Ballenberg schickt den Schwerverkehr auf Trampelpfade vom Montag, 5. April 2004 – die Besucher begeisterte, wurde das Ziel von 240'000 Besuchern nicht ganz erreicht. – Foto: Die beiden Trampeltiere «Taifun» (links) und Alisha (rechts) auf dem Ballenberg. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)

pd/bns. «Der Ballenberg ist nicht einfach nur ein Museum» mit diesen Worten begrüsste alt Nationalratspräsident und Präsident der Stiftung Ballenberg Hanspeter Seiler die anwesenden Stiftungsratsmitglieder. Die Erfolgsgeschichte des Freilichtmuseums basiere mit auf den drei Pfeilern Qualität, Echtheit und Konstanz. Das Museum erfreue sich einer grossen Zahl von wiederkehrenden Besuchern, für die jeder Besuch wieder Neues bringe und die Erwartungen erfülle oder sogar übertreffe.

Wertberichtigung trotz positivem Betriebsergebnis

Dem 27. Jahresbericht ist zu entnehmen, dass das Schweizerische Freilichtmuseum für ländliche Kultur, wie sein offizieller Name lautet, mit einem positiven Betriebsergebnis von 2139 Franken abschliessen konnte. Das Ziel von 240'000 Besuchern konnte um 4,1 Prozent nicht erreicht werden. Einen deutlichen Umsatzrückgang zum Vorjahr mussten die Restaurations AG und die Partnerbetriebe des Museums hinnehmen. Walter Trauffer, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Freilichtmuseums, begründet dies auf der einen Seite mit zu hohen Personalkosten. Es lasse sich aber auch feststellen, dass der einzelne Gast während des Museumsbesuchs weniger ausgebe. Auch das Fehlen des Landschaftstheaters habe sich auf den Umsatz ausgewirkt: «Nach Absprache mit der Revisionsstelle musste eine ausserordentliche Wertberichtigung gegenüber der Restaurations AG verbucht werden, was das Jahresergebnis negativ beeinflusst.» – Die Jahresrechnung 2004 wie der Jahresbericht wurden laut einer Medienmitteilung von den anwesenden Stiftungsräten einstimmig genehmigt.

Top im nationalen Vergleich

Interessant sei der Vergleich von Zahlen zur Betriebsfinanzierung, die der Verband Museen Schweiz (VMS) im Dezember 2004 veröffentlicht habe, verlautet im weiteren. Das Freilichtmuseum Ballenberg habe mit dem Erlös von Eintritten  43 Prozent der Einnahmen selber erwirtschaftet. Der Durchschnitt der Schweizer Museen liege hier bei 17,3 Prozent. Auch das Verhältnis von öffentlichen Beiträgen zeige einen markanten Unterschied: «Definitiv sind dem Freilichtmuseum 7,1 Prozent der Ausgaben zugesichert, im Jahr 2004 hat es 9,6 Prozent erhalten, durchschnittlich wird ein Schweizer Museum zu 45 Prozent von öffentlichen Beiträgen getragen.»

Jeden Monat ein anderer Schwerpunkt

Unter dem Thema «Textilien» präsentiert das Freilichtmuseum dieses Jahr in jedem Monat einen anderen Schwerpunkt: «Der ‹Wollemonat› April und Mai geht bereits zu Ende.» Der Juni gehöre der Baumwolle, die auch in der Schweizer Textilgeschichte einen wichtigen Stellenwert habe. Zum Juli-Thema «Seide» war von Walter Trauffer zu erfahren, dass erstmals in der Schweiz eine richtige Seidenraupenzucht gezeigt werden soll. Im August werde viel Interessantes zum Waschen, Flicken und Recyklieren vermittelt. Der Abschluss werde im September mit «Flachs, Hanf und Brennnesseln» gebildet: «Besonders empfohlen werden die monatlichen Veranstaltungswochen zum jeweiligen thematischen Schwerpunkt.»
 
Mässiger Beginn in die Saison 2005

Von April bis Mitte Juni ist das Freilichtmuseum auf gutes Wetter an den Wochenenden angewiesen. Dieses Jahr seien diese Tage aber deutlich zu nass und zu kalt gewesen, heisst es in der Medienmitteilung. Trotzdem liegen laut Medienmitteilung die erreichten Zahlen im Rahmen des Budgets: «Um so mehr freut sich die Geschäftsleitung nun auf das kommende Wochenende und den jetzt beginnenden Sommer.»

Berner Oberland News

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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