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Samstag, 21. Mai 2005
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Grüne Freie Liste Berner Oberland gegründet

Die Grüne Freie Liste (GFL) will künftig im ganzen Berner Oberland politisch mitarbeiten; zu ihrem Präsidenten wählten am Freitag an einer Versammlung in Spiez zahlreiche GFL-Mitglieder aus dem gesamten Berner Oberland Andreas Häsler aus Bönigen.

Der neue GFL-Regionalparteipräsident Andreas Häsler. (Bild zvg)

pd/bns. Als Mitglied des Zentralvorstandes des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonalverbandes (SEV) und Präsident der SEV-Sektion Jungfraubahnen bringe Andreas Häsler sowohl viel Verbandserfahrung als auch ein starkes Engagement für Arbeitnehmer und für sozial Schwächere mit, heisst es in einer Medienmitteilung. Weiter seien in den Vorstand Margrit von Niederhäusern, Spiez und Sandra Hänggi, Interlaken gewählt worden. Bisher sei die Grüne Freie Liste als Sektion Spiez/Niedersimmental und als Sektion Interlaken/Oberhasli tätig gewesen, wird in der Medienmitteilung erinnert. Die GFL wolle ihre Arbeit lnun auf das gesamte Gebiet des Berner Oberlandes ausweiten. Politisch werde sie sich dabei vor allem für soziale Gerechtigkeit, eine kompetente Umweltpolitik, eine offene Gesellschaft und für die Kultur engagieren: «Ihre Arbeit stellt die GFL grundsätzlich in den Dienst der Nachhaltigkeit, die stets Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt möglichst zu gleichen Teilen umfassen muss.» Ein Antrag von Grossrat Lorenz Kunz, die neue Regionalpartei «Grüne Berner Oberland» zu nennen, wurde laut Medienmitteilung von den Mitglieder abgelehnt: «Einer Mehrheit der Mitglieder bleibt der Begriff ‹frei› nach wie vor wichtig.» – Nachstehend die an der Gründungsversammlung verabschiedeten Leitsätze der Grünen Freien Liste Berner Oberland:

«Die Mitglieder der GFL Berner Oberland vertreten die grüne Politik im Berner Oberland. Sie sind Mitglieder der GFL Kanton Bern, der Grünen Schweiz und der europäischen Grünen und sind damit Teil der internationalen Grünen Bewegung.

Im Zentrum der GFL-Politik steht die nachhaltige Entwicklung und damit eine auf Langfristigkeit und Ausgewogenheit ausgerichtete Politik. GFL-Politik strebt danach, den ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedürfnissen der heutigen und der künftigen Generationen gerecht zu werden.

GFL-Politik ist soziale Politik. Nachhaltige Entwicklung erfordert in sozialer Hinsicht unter anderem breite Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene, Stärkung der Familien in all ihren Formen, Solidarität zwischen den Generationen, Arbeit für alle, Schutz für Schutzbedürftige und echte Gleichstellung zwischen Mann und Frau.

GFL-Politik ist ökologische Politik. Themen wie der Schutz des Reichtums der Natur, schonender Umgang mit Ressourcen, Förderung des öffentlichen Verkehrs und erneuerbarer Energie und das Schaffen eines breiten Bewusstseins für den Erhalt der Umwelt haben in der GFL-Politik hohe Priorität.

GFL-Politik ist liberale Politik. Sie ist weltoffen und solidarisch, sie begrüsst deshalb die Vielfalt an Lebensformen und lehnt konsequent jegliche Ausgrenzung ab. Die GFL befürwortet die Öffnung zu einer weltweiten Zusammenarbeit und Gleichberechtigung und sie fordert aktiv die Übernahme von Verantwortung für Gemeinschaft und Umwelt.

GFL-Politik ist Kulturpolitik. Die Vertreter der GFL Berner Oberland setzen sich auf allen politischen Ebenen für die Wahrung und Förderung von kulturellen Werten ein.

GFL-Politik schlägt Brücken. Erstarrte politische Blöcke bewegen nichts. Die GFL setzt sich ein für eine lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen politischen Parteien, Verbänden, Interessensgruppen und zwischen Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Umwelt. Die GFL Berner Oberland stellt die Interessen der Region ins Zentrum ihres Wirkens und steht gleichzeitig für einen starken Zusammenhalt zwischen Stadt und Land ein.»

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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