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Habkern: Jahresrechnung rund 220'000 Franken besser als budgetiert
Traditionsgemäss hat die Frühjahrsgemeindeversammlung von Habkern vor allem die finanzielle Seite der Gemeinde behandelt. Gemeindepräsident Walter Zurbuchen konnte am Montag, 23. Mai 33 Versammlungsteilnehmer – 7 Prozent der Stimmberechtigten – begrüssen. Gemeindekassier Markus Brunner erläuterte wichtige Zahlen aus der Verwaltungs-, Investitions- und Bestandesrechnung der Gemeinde.
Einer der zu verbauenden Hangrutsche im «Gspaa» Schwendi. (Bild zvg)
Die laufende Rechnung 2004 schliesst bei einem Aufwand von 2'606'262 Franken mit einem erfreulichen Einnahmenüberschuss von 194'200 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 26'980 Franken, womit das Ergebnis um rund 220'000 Franken besser ausfällt als angenommen. Die Gründe dafür liegen unter anderem bei um 96'000 Franken höheren Steuereinnahmen und bei der nicht budgetierte Rückerstattung von 64'800 Franken des Berufsschulzentrums Interlaken. Auf Grund dieses positiven Rechnungsergebnisses und dem vorhandenen Eigenkapital ist der Gemeinderat der Meinung, die laufende Rechnung, zusätzlich zu den bereits getätigten ordentlichen Abschreibungen von 118'790 Franken, mit weiteren Abschreibungen von einer Million Franken zu belasten.
Gemeindeschreiber Frank Siegenthaler, Habkern
Das Eigenkapital reduziert sich dadurch auf 1,533 Millionen Franken. Durch die zusätzlichen Abschreibungen kann der Abschreibungsaufwand der nächsten Jahre deutlich reduziert werden. Die 2004 getätigten Bruttoinvestitionen betragen gesamthaft 1,096 Millionen Franken. Die Investition für die Sanierung der Traubach- und Bohlbachbrücke – siehe auch Bericht
Sanierung der Traubach- und der Bohlbachbrücke in Habkern vom Donnerstag, 29. April 2004 – bildet dabei den Hauptbetrag. – Die Versammlung genehmigte einstimmig sowohl den Nachkredit für die zusätzlichen Abschreibungen als auch die Verwaltungsrechnung 2004.
Böschungssicherung «Gspaa» Schwendi
Durch die in den letzten Jahren häufigen und sehr intensiven Gewitter und den damit verbundenen Murgängen wurden im Bohlbach grosse Schäden und starke Zerfallserscheinungen an den vorhandenen Bauwerken im Bachlauf festgestellt. Ausserdem veranlassten Rutschungen, Absackungen und Risse an den Böschungen, die Schwellenkorporation Habkern das Baugesuch für ein Wasserbauprojekt einzureichen. «Am dringendsten und damit als erstes geplant, ist die Befestigung zweier Hangrutsche im ‹Gspaa› Schwendi», berichtete Christian Tschiemer. Die Schwellenkorporation Habkern erarbeitete zusammen mit dem Bauingenieurbüro Bettschen und Blumer AG Unterseen ein Verbauungsprojekt. Die Bauarbeiten zulasten der Gemeinde, welche der Sicherung der Strasse dienen, sind auf 187'000 Franken veranschlagt. Nach Abzug der Kantons- und Bundesbeiträge verbleiben der Gemeinde Nettokosten von rund 71'000 Franken. Vorgesehen ist, die Bauarbeiten ab Herbst 2005 vorzunehmen. – Die Versammlung genehmigte den Kredit einstimmig.
Wasserreservoir Bort
«Seit der Inbetriebnahme des Wasserreservoirs Bort vor 27 Jahren, wurden ausser dem Einbau einer UV-Entkeimungsanlage im Jahr 1994 keine Anpassungs- oder Unterhaltsarbeiten ausgeführt», erläuterte Markus Karlen. Der gegenwärtige bauliche Zustand und Teile der technischen Einrichtungen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Inspektionsbericht des Lebensmittelkontrolleurs weist auf dringend zu behebende Mängel hin. Zudem wurden weitere Mängel festgestellt, die im Rahmen einer Gesamtsanierung zu beheben sind. Zur bauphysikalischen Sanierung des Schieberhausgebäudes ist eine neue wasserdichte Aussen- und Wärmeisolation mit Erdüberdeckung vorgesehen. Die Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt von 95'000 Franken wurden vom Souverän einstimmig genehmigt. Der Gemeinde werden Nettokosten von zirka 62'000 Franken verbleiben.
Gemeindepräsident Walter Zurbuchen dankte der Bevölkerung für das grosse Verständnis während den Sanierungsarbeiten bei der Traubach- und Bohlbachbrücke. Für die restlichen Arbeiten müssen die Brücken nicht mehr gesperrt werden.
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