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Christine Häsler: «Auf zum Brückenschlag zwischen Stadt und Land!»
Unter dem Titel «Auf zum Brückenschlag zwischen Stadt und Land!» fordert die Wilderswiler GFL-Grossrätin Christine Häsler in einem als offenen Brief deklarierten Schreiben die Grüne Freie Liste (GFL) Stadt Bern, die Sozialdemokratische Partei (SP) der Stadt Bern, das Grüne Bündnis (GB) Stadt Bern sowie die «KWO-plus»-Motionäre Martina Dvoracek, Gabriela Bader und Michael Aebersold auf, aktiv zu einer besseren Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land beizutragen.
bnbs. «Der tiefe Graben zwischen Stadt und Land stellt eine Gefahr für den gesamten Kanton Bern dar», führt Christine Häsler in einem Begleitschreiben aus: «Wollen wir Zukunft, müssen wir das gesamte Potential des Kantons nutzen – starke Regionen und starke Städte haben eine gemeinsame Zukunft sofern sie lernen, darauf hinzuarbeiten.» Der nicht sicht- dafür um so deutlicher spürbar Stadt-Land-Graben – siehe auch «offener Brief betreffend die dringliche Interfraktionelle Motion zur Staumauererhöhung der Kraftwerke Oberhasli AG» der Oberhasli-Landsgemeinde unter dem Titel Staumauer-Motion: «Gezielte Desinformation» vom Montag, 23. Mai 2005 – sei in den vergangenen Tagen erneut tiefer und breiter geworden. – Die weiteren Ausführungen in dem vom Montag, 23. Mai 2005 datierten «offenen Brief» von Christine Häsler an die Rot-Grün-Mitte-Parteien (RGM) in der Stadt Bern nachstehend im Wortlaut:
«Der Kanton Bern hat grosses Potential, er hat aber auch komplexe Probleme zu lösen, eine gute Zusammenarbeit von starken ländlichen Regionen und starken Städten könnte manches zum Erfolg führen. Der Entscheid des Berner Stadtrates zu ‹KWO plus› hat im Berner Oberland grossen Unmut, ja Wut, Enttäuschung und Angst ausgelöst. Die Motion als solche und deren politischer Inhalt sind selbstverständlich das legitime Mittel für politische Parteien und deren Vertreter. In der Diskussion sind aber ganz offensichtlich zum Teil falsche Informationen eingesetzt worden und – was im Oberhasli ganz besonders sauer aufstösst – man hat die Meinung der direkt betroffenen einheimischen Bevölkerung gänzlich ausser acht gelassen. Gleichzeitig haben auch die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) die Politik nicht ernst genommen und es unterlassen, mit den Motionären oder mit Parlamentsmitgliedern Kontakt aufzunehmen. Der Verzicht auf Kommunikation hat nun tiefe Spuren hinterlassen.
Als Grossrätin einer RGM-Partei, der GFL, fordere ich die RGM-Parteien der Stadt Bern auf, mit der vom Entscheid betroffenen Bevölkerung – in angemessener Form Kontakt aufzunehmen, deren Ansichten anzuhören und ernst zu nehmen.
Im Stadt-Land-Graben stecken hartnäckig verkeilt Themen wie ‹KWO plus›, Bezirksreform, Tram Bern-West, die medizinische Versorgung und vieles mehr. Der klaffende Graben provoziert mit Garantie weitere ‹Trotz-Abstimmungen› und ‹Retourkutschen›, der Schaden für den gesamten Kanton Bern kann gross werden. Projekte werden abgewürgt und zwar hüben wie drüben, das gegenseitige Verständnis ist tief gestört. Immer dringender wird es nun, zu einer besseren Kommunikation und vermehrter, institutionalisierter Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land zu finden. Der Brückenschlag wird unumgänglich, es ist fünf vor zwölf.
Ich stehe gerne mit dafür ein, im Berner Oberland engagierte Persönlichkeiten für eine institutionalisierte, verbesserte Zusammenarbeit zu gewinnen. Erachten auch die RGM-Parteien in der Stadt Bern diesen Brückenschlag als notwendig? Und könnten sie sich vorstellen, sich dafür zu engagieren? Ich schätze die kompetente Arbeit von RGM in der Stadt Bern. Ich hoffe nun aber auch auf einen raschen Einstieg in eine kompetente und ernsthafte Zusammenarbeit mit den ländlichen Regionen und deren Bevölkerung.»
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