wo Patientinnen und Patienten
auch Gäste sind

Ihr Ferien- und Seminarhotel in Interlaken

Berner Oberland News
Unabhängige laufend aktualisierte Internet-Zeitung
Popnet Spiez
Ihr Internet-Provider im
Berner Oberland
Samstag, 21. Mai 2005
Aktuelle
Frontseite

Sammlung historischer Panzer in Thun eröffnet

In der ehemaligen Reithalle der Kaserne Thun ist eine Sammlung historischer Panzer der Schweizer Armee eröffnet worden. Gezeigt wird die inzwischen gut 70jährige Geschichte der Schweizer Panzertruppen.

Blick in die ehemalige Reithalle auf dem Waffenplatz Thun, welche nun die Sammlung historischer Panzer der Schweizer Armee beherbergt. (Bilder: Markus Hubacher / zvg Vsam)

Thun hatte bis zum zweiten Weltkrieg eine entscheidende Rolle als Waffen- und Schiessplatz der Artillerie gespielt. Seither hat der Waffenplatz sein Gesicht in ungeahnter Weise verändert und Thun wurde zum Zentrum der Panzertruppen. Was bisher fehlte, war eine Sammlung, welche die rasante Entwicklung der Schweizer Panzertruppen von 1934 bis zur Gegenwart zeigt. Diese Lücke wurde am 19. Mai im Beisein von zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Militär geschlossen und die Sammlung historischer Panzer der Schweizer Armee eröffnet.
Hans Rudolf Schneider (PR/Kommunikation Verein Schweizer Armeemuseum; Vsam)
Die Sammlung, welche in der vor genau 140 Jahren eröffneten ehemaligen Reitbahn der Kaserne Thun untergebracht ist, zeigt auf einfache und eindrückliche Weise die Geschichte der Schweizer Panzertruppen.

Die Thuner Gemeinderätin und SVP-Nationalrätin Ursula Haller und Brigadier Fred Heer, Kommandant des Lehrverbandes Panzer und Initiant der neuen Panzersammlung.

Bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges war Thun der wichtigste Waffen- und Schiessplatz der Artillerie. Noch bis 1940 waren jährlich zwei Gebirgs- und Feldartillerie-Rekrutenschulen und die Offiziersschule in Thun stationiert. Die immer schwierigeren Verhältnisse für das Schiessen auf der Allmend führten schliesslich zur Verlegung der Artillerie-Schulen nach Bière, Frauenfeld und Monte Ceneri und 1945 wurde die letzte Offiziersschule der Artillerie in Thun durchgeführt. Heute erinnern nur noch zahlreiche Namen und Bezeichnungen auf dem Waffenplatz an die Zeiten der Artillerie. Der Waffenplatz Thun hatte damals eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Artillerie gespielt.

Eine ähnlich Rolle wie für die Artillerie kommt dem Waffenplatz seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts für die Panzertruppen zu: Thun wurde zum Zentrum dieser Truppengattung. Die rasante Entwicklung der Panzertruppen der Schweizer Armee während den Zeiten des Kalten Krieges hatte Auswirkungen auch auf die Ausbildungsbedürfnisse der damals neuen Truppengattung. Schon früh war man sich der Auswirkung und Konsequenzen bewusst, welche die Grundausbildung von mechanisierten Verbänden in einem dicht bewohnten Gebiet mit sich bringt. Der Bau einer Panzerpiste sowie die Erstellung modernster Ausbildungsanlagen mit Simulatoren für die Fahr-, Schiess- und Taktikausbildung wurden als zwingend und notwendig erachtet, weil der Waffenplatz nicht einfach in der Region liege, sondern Bestandteil der Region sei.

Was bisher fehlte, war eine Sammlung, welche die Entwicklung der Schweizer Panzertruppen von 1934 bis zur Gegenwart zeigt. Eine Entwicklung, welche sich anhand von Fahrzeugen, Waffen, Ausrüstungen, Uniformen und Dokumenten beispielhaft darstellen lässt. Diese Lücke konnte dank der Eigeninitiative des Kommandanten des Lehrverbandes Panzer 3, Brigadier Fred Heer, in den vergangenen Monaten geschlossen werden. In kurzer Zeit wurde mit der tatkräftigen Unterstützung des Vereins Schweizer Armeemuseum (Vsam), der Militärbetriebe und der Panzer-Rekrutenschule eine kleine aber feine Sammlung der historischen Panzer unserer Armee aufgebaut.

Historisches Gebäude

Untergebracht ist diese einzigartige Sammlung in einem historischen Gebäude: Im Frühjahr 1868 wurde in Thun der Bau der neuen Kaserne samt den dazugehörenden Stallungen abgeschlossen. Bereits früher, nämlich am 20. Mai 1865, konnte die westliche Reitbahn – eine der beiden Reitbahnen, welche die Stallungen östlich und westlich begrenzen – den Militärbehörden zur Benutzung übergeben werden. Während die östliche Reitbahn in den sechziger Jahren zur Armeesporthalle umgebaut worden ist, diente die westliche Reitbahn in den letzten Jahrzehnten als Einstellhalle für die schweren Fahrzeuge und die Schneeräumungsmittel der Militärbetriebe. Diese Fahrzeuge sind heute zweckmässiger in einer anderen Halle untergebracht, so dass die alte Reitbahn einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden konnte. Im Rahmen der normalen Unterhaltsarbeiten wurde die Halle vom Russ und Staub der letzten Jahrzehnte befreit und seit dem 19. Mai beherbergt sie die Sammlung historischer Panzer unserer Armee.

Die Sammlung

Die Hauptausstellung in der alten Reitbahn zeigt anhand von zwölf Panzern und Schützenpanzern, wie sich die Technik vom 3,8 Tonnen schweren und mit einem 7,5-Millimeter-Maschinengewehr 11 bestückten leichten Kampfwagen «Vickers» bis zum mittleren Kampfpanzer 68/88 mit einem Gewicht von rund 42 Tonnen und einer 10,5-Zentimeter-Panzerkanone gewandelt hat. Mit einer Ausnahme sind alle Fahrzeuge «einsatzbereit». Aber nicht nur Panzer haben sich verändert. In einem Nebenraum lässt sich die Entwicklung der Panzertruppen auch anhand von Funkgeräten, Uniformen, Kopfbedeckungen und Abzeichen verfolgen. Im Waffenraum wird die lückenlose Sammlung der Maschinengewehre und -kanonen präsentiert: vom ölgekühlten Maschinengewehr 11 über das Fliegerabwehr-Maschinengewehr 38 bis hin zu den 20-Millimeter-Maschinenkanonen des Panzers 61 und des Schützenpanzers M-113. Abgerundet wird dieser Teil der Sammlung mit den persönlichen Waffen der Panzersoldaten und der Panzergrenadiere sowie deren Korpswaffen.

Das Material

Der Verein Schweizer Armeemuseum (Vsam) betreut im Auftrag des VBS das historische Militärmaterial des Bundes. Dies stellt bei dem enormen Mass an vorhandenem und laufend zufliessendem Material und in Anbetracht des möglichen Kräfteansatzes eine gewaltige Aufgabe dar. Besondere Probleme stellen sich naturgemäss bei Grossgeräten wie zum Beispiel den Panzern. «Es war deshalb für uns ein besonderer Glücksfall, in der Person von Brigadier Fred Heer eine dynamische Persönlichkeit als Partner für den Bereich Panzer zu finden», erklärte Henri Habegger, Materialchef und Vizepräsident des Vsam, an der Eröffnung. «Wir haben in dieser Partnerschaft alles daran gesetzt, die notwendigen Sammlungsobjekte zur Darstellung der Geschichte der Panzertruppen bereitzustellen. Obwohl dies weitgehend gelungen ist, mussten wir doch einzelne schmerzliche Lücken feststellen. Wir hoffen, diese in der kommenden Zeit noch weitgehend schliessen zu können.» Der Verein ist stolz darauf, hier seinen Beitrag geleistet zu haben und hofft, «damit einen dauerhaften Schritt auf dem Weg zum Erhalt unseres Militärhistorischen Kulturgutes vorangekommen zu sein».

Krieg und Militär als Teil der Geschichte

«Man kann und darf nach der Berechtigung einer Sammlung von historischen Panzern in der heutigen Zeit fragen. Tatsache ist jedoch, dass Krieg und Militär seit jeher das Geschehen auf unserer Welt mitprägen», erklärte Fred Heer an der Eröffnung. «Die Medien versorgen uns täglich mit Nachrichten von Kriegsschauplätzen in aller Welt. Es war so, und es bleibt vermutlich auch so: Krieg, Militär und Waffen gehören ebenso zur Geschichte der Menschheit wie beispielsweise Gesellschaft und Politik, Wirtschaft und Technik oder Kunst, Musik und Literatur. Mehr noch: sie stehen in vielfältigen Wechselbeziehungen mit diesen Bereichen der Geschichte und Kultur.»

Die ausgestellten Objekte. Panzerjäger, Leichtpanzer und Panzer: Panzerwagen Pzw 34 «Vickers» / Panzerwagen Pzw 39 «Praga» / Panzerjäger Pzj G-13 / Leichtpanzer L Pz 51 AMX 13 / Panzer Pz 55/60 «Centurion» Mk III / Panzer Pz 61 / Panzer Pz 68 (AA5) / Panzer Pz 68/88. – Schützenpanzer: Panzerbegleitfahrzeug UC «Universal Carrier» T 16 / Schützenpanzer Spz 63 / Schützenpanzer Spz 63/73 / Schützenpanzer Spz 63/89. – Weitere Ausstellungsobjekte: Panzer-Maschinengewehre und Panzer-Maschinenkanonen, Munition, Zielgeräte, Funkgeräte, Uniformen, Kopfbedeckungen und Abzeichen der Panzertruppen.

Führungen. Auf Anfrage können auch zivile Gruppen die Sammlung historischer Panzer unserer Armee besichtigen. – Anfragen und weitere Informationen: Lehrverband Panzer 3, Adjutant-Unteroffizier Martin Haudenschild, Kaserne, 3602 Thun. Telefon 033 228'33'68, Fax 033 228'33'18.

Berner Oberland News

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64 / Mobile +41 79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7

Für den Inhalt von verknüpften externen Websites (Links) beziehungsweise für die darauf von Dritten angebotenen Informationen, Produkte und Dienstleistungen übernehmen die «Berner Oberland News» keine Verantwortung.

Seitenanfang
Aktuelle Frontseite


Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




Swiss Myco Holidays
Eine wundervolle Mischung
von Ferien und Mykologie!

Ferien verbunden mit dem Beobachten und Bestimmen von Pilzen ist mit Sicherheit ein faszinierendes Erlebnis für jeden Pilzfreund. Das Rezept: Eine Ferienwohnung in Ringgenberg, ein interessantes Pilzgebiet und eine einzigartige Ferienregion.
Anmeldung/Informationen
hans.zurbuchen@quicknet.ch

Ferienwohnung
in Ringgenberg
Nur etwa drei Kilometer vom weltbekannten Berner Oberländer Tourismuszentrum Interlaken entfernt vermieten im idyllischen Dorf Ringgenberg Adolf und Elisabeth Imboden-Amacher im Kreuzli eine schöne Ferienwohnung.

Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort. 
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung

© 1996 bis 2005 by Peter Schmid