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Die Burgruine Resti in Meiringen ist saniert
Die rund einjährige Sanierung der Burgruine Resti in Meiringen ist abgeschlossen. Der Turm der dominierenden Burganlage des Haslitals ist für Besucher nun auch von innen zugänglich. Der sanierte Restiturm wird am Wochenende des 21. und 22. Mai mit einem grossen Volksfest offiziell der Öffentlichkeit übergeben.
Rekonstruktion der Burg Resti im Zustand um 1400. (Archäologischer Dienst des Kantons Bern)
aid/bns. Gebaut wurde laut einer Medienmitteilung auch eine neue Aussichtsterrasse: «Im Rahmen der Arbeiten gewann der archäologische Dienst des Kantons Bern wichtige neue Erkenntnisse über das Bauwerk aus dem Mittelalter.»
Die Burg Resti habe im Mittelalter dem Schutz der Verkehrswege in der Talebene und zu den Pässen Grimsel, Joch, Susten, Grosse Scheidegg und Brünig gedient, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Die Anlage war Sitz der Ritter von Resti, Lehensträger der Habsburger.» Sie sei in mehreren Etappen ab dem Jahr 1250 entstanden: «Seit dem 16. Jahrhundert ist die Burg Resti wohl eine Ruine; die letzte Sanierung des Resti-Turms geht auf die Jahre 1915/1916 zurück.» Seit Ende April 2004 – siehe auch
Der Restiturm in Meiringen gibt seine Geheimnisse preis vom Mittwoch, 26. Mai 2004 – sei der Resti-Turm archäologisch untersucht, anschliessend konserviert und mit einer neuen Aussichtsterrasse erschlossen worden, verlautet im weiteren. Eine neue Aussichtsplattform auf der Zinne biete Platz für bis zu 50 Besucher. Zudem sei die Anlage ist nun auch von innen zugänglich. Informationstafeln erleichterten den Einblick in die Geschichte der Burg: «Die Sanierung und Erschliessung des Resti-Turms kostete insgesamt 620'000 Franken; die Erneuerung wurde durch Beiträge des Kantons Bern und des Bundes möglich.» Auch zahlreiche private Sponsoren seien beteiligt gewesen.
Während der Konservierungs- und Sanierungsarbeiten habe der Archäologische Dienst des Kantons Bern wichtige neue Erkenntnisse zur Geschichte der Burgruine Resti gewonnen, verlautet im weiteren: «Dank der zahlreichen erhaltenen Hölzer konnten die verschiedenen Etappen des Bauwerks datiert werden.» Die Entstehung um das Jahr 1250 werfe ein neues Licht auf die zweiachsige Alpenpasspolitik des deutschen Königs, welche im 13. Jahrhundert noch voll auf die Pässe in der Innerschweiz und im Berner Oberland gesetzt habe. Auffällig sei die Ähnlichkeit des Resti-Turms mit dem Turm von Silenen der am Fuss des Gotthardpasses im Kanton Uri: «Überraschend ist, dass der wichtigste Ausbau der Burg Resti mit dem mächtigen Wehr- und Beobachtungsschloss in den Jahren um 1390 erfolgte.» Damit falle er in die Berner Zeit: «Die bisherige Forschung ging davon aus, dass das Interesse an der Burg mit ihrem Übergang an Bern nach 1334 bald erloschen sei.»
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