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Samstag/Sonntag 7./8. Mai 2005
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Auch am Samstag waren die Filmvorstellungen gut besucht. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Fünf «Goldene Drachen» am 16. Filmfestival Spiez/Thun

Am 16. Schweizerischen Film- und Videofestival in Spiez und Thun vom 4. bis 7. Mai 2005 sind die diesjährigen Preisträger der Autoren-Werkschau aus vier Filmkategorien mit einem «Goldenen Drachen» für ihre herausragenden Filme geehrt worden. Zudem wurde ein ebenfalls mit einem «Goldenen Drachen» ausgezeichneter Hauptpreis verliehen.

Werner Stalder, der Leiter des Film- und Videofestivals zeigte sich erfreut über knapp 3000 verkaufte Eintrittskarten.

ds/pd/pvr. Im Kino City in Thun wurden am Freitagabend die «Goldenen Drachen» laut einer Medienmitteilung wie folgt vergeben: Hauptpreis: «Le Dormeur» von Richard Szotyori (Lausanne), 18 Minuten. Bester Animationsfilm: «Hang Over» von Rolf Brönnimann (Dietikon), 9 Minuten. Bester Dokumentarfilm: «Heimat – Lebenslänglich» von J.P. Rövekamp (Dürnten), Andreas Schürer (Stäfa), Christine Bänninger und Peter Wiskemann (Zürich), 64 Minuten. Bester Experimentalfilm: «I just saved your life» von David Küenzi (Zürich), 20 Minuten. Bester Spielfilm: «Stille Nacht» von Manuel Bas (Zürich), 13 Minuten.

Eine Jury hatte laut Medienmitteilung im Vorfeld des Festivals die diesjährige Rekordzahl von 133 eingereichten Filmen einer Selektion unterzogen und letztlich davon 63 Werke für die Autoren-Werkschau ausgewählt. Wie in den vergangenen Jahren wurden davon wiederum vier herausragende Produktionen von Schweizer Filmschaffenden mit einem «Goldenen Drachen» ausgezeichnet: Je ein Film aus der Kategorie Dokumentar-, Spiel-, Animations- und Experimentalfilm sowie den erwähnten Hauptpreis.

Kurzbeschrieb des mit dem Hauptpreis ausgezeichnete Film «Le Dormeur» von Richard Szotyori: Anna und Paul führen ein als Uhr reguliertes Leben: Sie lassen sich jeden Tag zur selben Zeit wecken, erledigen stets dieselbe Arbeit – Paul als Büroangestellter, Anne als Hausfrau. Sie finden sich alle Abende zu Hause wieder, um zu essen, fernzusehen und zu schlafen. Ein Leben bestehend aus Wiederholungen. Eines Tages verlässt Anne Paul plötzlich und hinterlässt ihm einzig folgende Notiz: «Das Leben ist zu kurz, um sich jeden Tag zu langweilen» – Paul versteht die Welt nicht mehr ...

Jürg Thuner (links), einer von insgesamt neun Moderatoren präsentierte am Samstagnachmittag den Film «Notabene» über den Thuner Stadtpräsidenten. Rechts Peter Jaberg, der Chef des Moderatorenteams.

Die 63 Produktionen wurden nach Angaben der Veranstalter während des viertägigen Festivals in Filmblöcken aufgeteilt an beiden Spielorten gezeigt. Der Film «Notabene» über den Thuner Stadtpräsidenten aus dieser Autoren-Werkschau habe im Zusammenhang mit dem Spielort Thun einen ganz besonderen Bezug: Der letztes Jahr verstorbene Steffisburger Regisseur Peter Tillmann habe den Thuner Stadtpräsidenten Hans-Ueli von Allmen während rund einem Jahr mit der Kamera begleitet und aus dem Filmmaterial einen halbstündigen Porträtfilm gestaltet: «Dieser Porträtfilm erzählt augenzwinkernd aus dem politischen und privaten Leben des Stadtpräsidenten und zeigt, was Politik letztlich ausmacht: Nebst Ernsthaftigkeit, Pflichtbewusstsein und Leidenschaft für das Engagement auch eine persönliche Überzeugungskraft im politischen Alltag.»

«Durchwegs positive Bilanz»


Insgesamt über 150 Filme wurden nach Angaben der Organsiatoren am Filmfestival gezeigt – mit entsprechendem Publikumserfolg: In diesem Jahr seien knapp 3000 Eintritte gezählt worden. Das an zwei Orten am Thunersee – in Spiez und in Thun veranstaltete 16. Schweizerische Film- und Videofestival habe nach vier Tagen eine durchwegs positive Bilanz gezogen. Festivalleiter Werner Stalder: «Besonders beeindruckt hat mich wiederum die Filmqualität und die Kreativität der schweizerischen Filmschaffenden; die kontinuierliche Weiterentwicklung des Films erfolgt in eine positive Richtung und verspricht auch für die Zukunft herausragende Qualität.» Diese Filmqualität habe es schliesslich auch der Festivaljury nicht leicht gemacht, aus den 63 gezeigten Filmen in der Autoren-Werkschau fünf herausragende Werke auszuwählen, die je mit einem «Goldenen Drachen» prämiert wurden. Nicht nur die ausgezeichneten Filme, sondern alle gezeigten Filmwerke bildeten einen Querschnitt durch das kreative schweizerische Filmschaffen.
 
Neben der Autoren-Werkschau – siehe auch «Polo-Hofer-Special» und das erste Kurzfilmschiff vom Mittwoch, 20. April 2005 – wurden laut einem Schlusscommuniqué spezielle Filmprogramme aufgeführt. So habe das Festival mit einem Polo-Hofer-Special den Oberländer Mundartrocker nicht als Musiker, sondern für einmal in drei Filmen von Clemens Klopfenstein als charismatischen Schauspieler präsentiert. Mit der Autoren-Werkschau und den Spezialprogrammen seien während den vier Festivaltagen über 150 Filme gezeigt worden.
 
«Erfreuliches Publikumsinteresse»


Anlässlich des Festivals wurden laut der Medienmitteilung total rund 3000 Eintritte gezählt, was dem Publikumsaufmarsch wie vor einem Jahr entspreche. Besonderes in Spiez seien die Kinosäle stets sehr gut besetzt gewesen. Neben dem angestammten Festivalort Spiez sei dieses Jahr auch in Thun nun zum ersten Mal ein umfassendes Filmprogramm präsentiert worden: «Dieses Programm stiess im Gegensatz zu Spiez vorerst auf ein noch bescheideneres Publikumsinteresse.» Trotzdem ist Werner Stalder zuversichtlich: «In Thun ist das Filmfestival sicherlich auf dem richtigen Weg, jedoch hat es noch grosses Entwicklungspotential.» Als die grosse Neuigkeit des diesjährigen Filmfestivals wird das Kurzfilmschiff auf dem Thunersee bezeichnet: Das Kurzfilmschiffsich habe sich umgehend zu einem Publikumsrenner entwickelt: «Rund hundert Filmintressierte liessen sich alleine für die Rundfahrt und das Filmprogramm auf dem Kurzfilmschiff begeistern.»

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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