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Aus den Parteien: SP-Regionalverband für bessere Fahrpläne im Oberland
Die beiden SP-Grossräte Emil von Allmen (Gimmelwald) und Hans Bieri (Spiez) schreiben:
«Der Regionalverband Berner Oberland der Sozialdemokratischen Partei (SP) will sich schwergewichtig für bessere Fahrpläne einsetzen. Die seit dem letzten Fahrplanwechsel zum Teil unhaltbaren Anschlussverhältnisse müssen unbedingt verbessert werden. Dazu soll auf allen möglichen Ebenen Einfluss genommen und Druck ausgeübt werden.
Am 12. Dezember 2004 hat Bahn 2000 auch im Berner Oberland alle bisherigen Fahrpläne auf den Kopf gestellt. Neben einigen Verbesserungen hat der grosse Wechsel für unsere Region aber gravierende Nachteile mit sich gebracht. Der SP-Regionalverband Berner Oberland hat deshalb eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich der Probleme annehmen soll. Sie besteht aus aktiven Eisenbahnern und öV-Benutzern und wird von den beiden Grossräten Emil von Allmen (Gimmelwald) und Hans Bieri (Spiez) geleitet.
Kein Anschluss in Spiez
Wer aus dem Simmental oder von Interlaken her nach Frutigen fahren will, hat in Spiez keinen Anschluss: Der Regionalzug aus Zweisimmen trifft in Spiez eine Minute nach der Abfahrt des Schnellzuges aus Brig ein! Wer von Interlaken her ankommt, kann dem gleichzeitig nach Brig ausfahrenden Schnellzug noch nachwinken und hat als Alternative einen früheren Zug mit einer Umsteigezeit von 24 Minuten. Für Fahrten in die Berufsschule nach Frutigen oder Interlaken sind solche Verbindungen höchst unattraktiv. Die jungen Leute organisieren sich deshalb anders, fahren per Auto und werden später wohl kaum Kunden des öffentlichen Verkehrs.
Kein Knoten Interlaken-Ost
Entgegen den jahrelangen Versprechungen wurde Interlaken-Ost nicht zum Knotenbahnhof, den die Züge aus allen Richtungen vor der vollen Stunde erreichen und nach der vollen Stunde wieder verlassen. Dies führt zu unnötig langen Umsteigezeiten auf die Züge der BOB nach Grindelwald und Lauterbrunnen von 17 Minuten. Zudem klappen die Anschlüsse von der BOB auf den Schnellzug der Brünigbahn nicht. Wegen der Kreuzung der Intercity-Züge in Interlaken West musste zudem die Fahrzeit Interlaken-Ost–Bern von vorher 54 künstlich auf 58 Minuten verlängert werden. Die Folge sind lange Aufenthalte in Spiez und Thun, die für Touristen weniger ins Gewicht fallen mögen. Sie verärgern aber die Pendler und damit die Stammkunden der Bahn.
Verbesserungen dringend nötig
Für die SP Berner Oberland sind diese Verhältnisse unzumutbar. Bevölkerung, Wirtschaft und Tourismus in unserer ohnehin strukturschwachen Region sind auf gute Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr angewiesen. Die Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels wird die Fahrzeit Bern–Visp auf 55 Minuten verkürzen. Orte wie Grindelwald, Wengen oder Mürren erhalten dadurch im Bereich Tagestourismus neue Konkurrenz im Wallis und dürfen durch unattraktive Fahrpläne nicht zusätzlich benachteiligt werden.
Schwerpunkthema für SP
Die SP Berner Oberland will sich deshalb der Verbesserung der Fahrpläne annehmen. Der öffentliche Verkehr soll zu einem Schwerpunkt der politischen Arbeit der Partei werden. Mit der Motion von Emil von Allmen zum Vollknotenbahnhof Interlaken-Ost im Grossen Rat – siehe auch Motion gegen verschlechterte Verbindungen im öffentlichen Verkehr vom Freitag, 22. April 2005 – ist ein Anfang gemacht. Weitere Schritte auf allen politischen Ebenen werden in nächster Zeit folgen.»
| Berner Oberland News |
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